Neuer Begriff für »Nutztiere« gesucht

Veröffentlicht am 18. Jul 2009

denken-fl-freshphotoDer Begriff »Nutztiere« reduziert fühlende Individuen auf ihren Wert für den Menschen.

Wir sind auf der Suche nach einem neuen, würdevolleren Überbegriff oder nach einer kurzen Beschreibung für all die Tiere, die der Mensch ausnutzt, um Nahrungsmittel zu produzieren.

Dabei soll dem durchschnittlich informierten Leser klar werden, wer gemeint ist.

Wir kommen bei der Suche nicht weiter – lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden! Hinterlassen Sie Ihre Ideen, Gedanken und Anregungen bitte ganz unten im Kommentarfeld.

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72 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Kulturtiere? Im Sinne von vom Menschen für seine Zwecke gezüchtet, domestiziert. Dies würde allerdings auch Haustiere wie Katze etc. einschießen.

  2. Die englischen Übesetzungen bringen einen leider auch nicht viel weiter: animal for production, farm animal, production animal…

    Kulturtiere finde ich schon sehr treffend! Gut fände ich es, wenn der Begriff in die Richtung “Tiere ohne Selbstbestimmung” geht. Ein Begriff, der im Gegensatz zu Tieren, die in Freiheit leben wie z.B. Vögel oder Füchse, die Dominanz des Menschen über deren Leben und Lebensumstände beinhaltet.

  3. Tiersklaven
    Verbrauchstiere
    Gebrauchstiere
    Zwangstiere

  4. Die Sogenannten Nutztiere stehen in der Wertvorstellung der meisten Menschen einige Stufen unterhalb der Haustiere wie Hunde und Katzen, somit fällt mir der Begriff Nottiere oder Schutztiere ein; weil sie zwar wie alle Tiere auf der Welt vor der Grausamkeit der Bestie im Menschen beschützt werden müssen, aber aufgrund ihres Charakters als bisherige Nutztiere, in besonderem Maße Schutz bedürfen.

  5. wie wäre es mit tiere als mitgeschöpfe / mitbewohner dieser erde?

  6. In einem Fernsehbericht sah ich vor Kurzem einen Bericht über einen so genannten ‘Arche-Hof’, auf dem Backenbarthasen als alte Haustierrasse gezüchtet wurden. Die Bäuerin sprach von Arterhaltung durch Aufessen …
    Auf einem Ziegenhof, der Burenziegen züchtet wurde mir deutlich, dass die Ziegen für die Arterhaltung der Menschen arbeiten, die von ihnen und durch sie leben …
    diese Aspekte sind in den Begrifflichkeiten nicht berücksichtigt …
    im Grunde ist der Versuch einer Definition wieder einmal der Versuch, den Menschen wachzurütteln und dieser Spezies deutlich die Verantwortung für Tun und Lassen zurück zu geben und zu benennen.
    Nennen wir die Tiere, von, durch, mit, über … die wir leben doch einfach LEBEWESEN !!!!!

  7. Verbrauchstiere finde ich sehr gut, weil es keine Missstände beschönigt und dennoch nicht so pathetisch klingt – es ist deutlich und dennoch massentauglich. Und gerade letzteres halte ich für recht wichtig, sonst ist die ganze Debatte recht fruchtlos.

  8. Sie schreiben: die der Mensch ausnutzt, um Nathrungsmittel zu produzieren…

    ja, einige Menschen nutzten die Tiere leider aus
    (schau: Hunde, Katzen, Ziehrfische, Kaninchen,Käfigvögel usw.)

    der normalgebildete Mensch nutzt keine Tiere aus, er gebraucht (von brauchen!!)sie um zu leben für Milch, Fleisch usw.
    Also: GEBRAUCHSTIERE oder VERBRAUCH(s)ERTIERE. wie man will….

  9. Hier ein paar Ideen:
    Lebewesen zur Nahrungsgewinnung
    Opfertiere
    (Aus)nutztiere
    Ausbeutetiere
    Produktionstiere
    Letztendlich ist der respektvolle Umgang mit allen Lebewesen erstrebenswert, welches eine Unterscheidung in der Begrifflichkeit meiner Meinung nach noch das geringste Problem sein sollte.

  10. Sie suchen einen würdevollen Begriff für vom Menschen ausgebeutete Tiere? Sehr schwierig, da wir diesen Tieren alles nehmen (auch die Würde), wird es sehr schwer einen Begriff zu finden, der diesem Leid gerecht wird und zugleich “würdevoll” ist.

    So demütigend der Begriff “Nutztiere” auch ist – ich finde er passt, denn diese Tiere werden ohne jegliche Rücksichtsnahme benutzt.

    Aber vielleicht sollte man, um auf das unendliche Leid der “Nutztiere” hinzuweisen, diesen Begriff noch etwas verschärfen, z.B. indem man die Tiere “Ent-Lebewest”. Entsprechende Wortschöpfungen könnten dann sein: Nutzding, Nutzgegenstand, Verbrauchsgut …

  11. Es sollte überhaupt keine “Nutz”-Tiere geben!
    Niemand möchte ausge”nutzt” werden!
    Nur Mit-Tiere! Mitgeschöpfe!
    Mitlebewesen, die Liebe verdienen!
    Tiere sind kein Rohstoff oder Material!
    Menschen können sehr gut leben, ohne Tiere auszunutzen!
    Lebt vegan! Pflanzen liefern uns alles, was wir brauchen!
    Gottes Segen!
    Viele liebe Grüße von Thomas Heider aus Mülheim an der Ruhr.

  12. wie wärs mit GEBRAUCHSTIERE oder SKLAVEN FÜR MENSCHEN?

  13. Mitgeschöpfe -damit die Menschen mehr Achtung vor den Tieren haben !

  14. Ich finde wir sollten einen positiven Ausdruck finden nicht “Ausnutztiere oder Sklaventiere” oder so was. Etwas was ein bisschen Respekt und Wuerde ausdrueckt, vielleicht werden die Menschen dann auch anfangen, es nicht einfach als Tatsache anzunehmen, dass “Nutztiere” “benutzt” werden. Wie waere es mit Kulturtieren, kultivierten Tieren oder Bauerntieren (farm animals eng) oder domestizierten Tieren?

  15. Mir kam gerade der Begriff ‘Morlock Victims’ für die ‘Opfer’ von dem Teil der Menschheit in den Sinn, der sich weiterhin auf einer barbarischen Ebene der Nahrungsbeschaffung bewegt.

    (Anmerkung: Morlocks ist ein Begriff, der aus dem Roman ‘die Zeitmaschine’ von H.G. Wells stammt und dort eine ‘Mutation’ der Menschheit bezeichnet, die in unterirdischen Höhlen lebt und sich letzten Endes sogar von Menschenfleisch ernährt.)

    Sorry. aber warum nicht auch einen abwertenden Begriff für ‘Fleischesser’ einführen.
    ‘Morlocks’ wäre doch daür ganz gut geeignet.

  16. … finde von ute x (nr.6) “lebewesen” sehr gut, da es jenen, die den tieren leid antun ins bewustsein holt, dass es sich hier nicht um eine leblose ware handelt… sondern um lebewesen wie auch wir es sind!
    denke, dass das wort “nutztiere” die tatsache, das es sich um ein lebewesen mit schmerzempfindung und gefühlen etc. handelt – so wie auch wir menschen es als lebewesen empfinden-, anonymisiert. lebewesen hingegen bringt sie meiner ansicht den menschen wieder näher… und die anonymität verliert sich wieder…
    begriffe wie verbrauchstier – nutztier… machen aus meiner sicht heraus, aus dem tier nur weiterhin ” nur das zum nutzen gebrauchte tier
    und hat vielleicht dann nur zur folge, dass wenn es doch nutztier heißt… sich jene – denen dieser name ganz recht kommt – sich damit herausreden, dass es ja schließlich so heißt…warum sollte man sie also nicht nutzen?… und das ist vielleicht sogar das, mit dem sie ihr gewissen beruhigen.
    deshalb finde ich die namen wo man herauslesen kann was für ein schicksal für sie bestimmt und somit festgelegt ist nicht gut.
    dazu fällt mir auch ein zitat ein:
    (meiner ansicht nach, vielleicht auch ein punkt, den wir nicht außer acht lassen sollten… )
    “Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben”
    Buddha( 563-483 v. Chr.)
    wenn man davon ausgeht, dass wir sind was wir denken… wir uns mit der kraft unserer gedanken unsere realität schaffen, dann sollten wir den namen sehr sorgfältig auswählen und ihn möglichst postitiv klingen lassen.
    solange wir den tieren so einen namen verpassen, der ein negatives-lebenschiksal beschreib
    sind letztendlich wir es, die mit dieser kraft dieses leidliche schicksal bestimmen.
    sollte wir da nicht besser einen namen wählen, der eine schöne bestimmung um- oder beschreibt und sei es die tatsache um was es sich handelt… nämlich um ein “lebewesen”!?

  17. Ich benutze in der Schule immer den Begriff “Tiere in der Landwirtschaft” statt “Nutz”tiere, da kein Tier ein Nutztier oder ein Versuchstier oder ein Pelztier ist……..Jedes Tier ist ein einzigartiges Individuum mit eigenem Wert und Würde!!

  18. Benutztiere, oder
    Farmtiere, Farmwesen !

  19. Es wäre sinnvoller, seine Hirnmasse nicht für die Neubenennung eines Missstandes zu verschwenden, sondern darauf, wir er zu beseitigen oder zumindest Schritt für Schritt abzuschwächen wäre. Die “politisch korrekte” Umbenennung praktiziert die Politik / Wirtschaft doch ausreichend, siehe “Prekariat”, “Analog-Käse”,…

  20. Ich nochmal. Ich denke, der Begriff Nutztiere bezeichnet doch eigentlich genau das, was die Menschen tun und ein neuer Begriff ändert nichts am Problem. In vielen anderen Bereichen ist doch zu sehen, dass eine Umbenennung NICHTS am Zustand ändert, eben auch nicht im Bewusstsein der Menschen. Es müsste schon “Leberwurst von eingepferchten, ohne Betäubung kastrierten Schweinen, die auf Spaltenböden und fast ohne Tageslicht gelebt haben” auf der Packung stehen, mit einem Bild der realen Lebensumstände dieser Tiere, damit die Menschen was kapieren und beim Griff ins Regal anders entscheiden. Entscheidend ist nicht, welchen Begriff man z.B. in der Schule verwendet, sondern, dass Infos per Text und vor allem Bild gegeben werden (der Mensch lernt mit am Besten mit Bildern). Dafür reicht schon der Vergleich von z.B. NEULAND-Tierhaltung mit den Werbebildern der großen Stallausstatter, es müssen gar keine Bilder von skandalösen Tierfabriken mit angefressenen Kadavern sein. Kinder und Jugendliche haben (meistens) eine sehr emotionale, empathische Haltung gegenüber Tieren, und die sind die Konsumenten von Heute und Morgen. Allerdings haben viele von ihnen noch nie Schweine oder Kühe real erlebt und angefasst, was sie schwer beeindrucken würde, wenn sie die Gelegenheit bekämen. Auch das eine Aufgabe von Schule, neben der Ausbildung von aufgeklärten, bewussten Konsumenten.

  21. Hallo, ich mag keinen neuen Begriff erfinden, es sind ein Missstand der abgeschafft werden muss, ich brauch nichts von Tieren ausser Ihre Liebe und Ihren Respekt und Ihre Freundschaft. Im Gegenteil erfinden wir doch einen neuen Namen für die Menschen um die Tiere zu helfen. Ich stelle alles was ich hab e den Tieren zur Verfügung. Ich gebe nur ein bisschen zurück was wir genommen haben. Ich schäme mich für die Menschen, die Tiere ausbeuten.

  22. Anstatt ein neuer Name zu suchen sollten wir diese Tiere besser behandeln. Das Wort “Mitgeschöpfe”, egal welche Tierart es betrifft wäre sinnvoll

  23. mir geht da durch den Kopf,daß die Wildpflanzen,wenn sie nicht am richtigen Fleck stehem,als Unkraut vernichtet werden.(Nutzpflanzen,Gartenblumen—Unkraut) Der Mensch nimmt sich eben alles raus. Ich bin für die Namen:Tiergeschwister , Land-oder Bauerntiere oder Mitgeschöpfe ,und für Christen sollten es Geschöpfe GOTTES sein bzw.Gottesgeschöpfe!

  24. Meiner Meinung nach muss das Wort “Tiere” ganz raus aus dem noch zu findenden neuen Begriff!

    Wie wär’s mit “Gaumenschmausqualzuchten”?
    Ok, ist ziemlich lang… also dann vielleicht Qualzeug?

    Ich denke, man sollte Rücksicht auf eingefleischte Fleischesser nehmen und deswegen auf das Beiwort “Tier” verzichten. Zuviele denken bei sowas unbewusst auch an ihre Hauskuscheltiere und das ist ja nun wirklich nicht vergleichbar…

  25. noch einer, Sabine (weiter oben) hat mich inspiriert… “Qualwesen”

  26. Ich denke Schutzbefohlene wäre schön es sagt zwar nicht aus wie mit den Tieren wirklich umgegangen wird, es zeigt aber wie sehr unsere Haustiere unser Mitgefühl und Führsorge bedürfen. Natürlich bedingt durch die vom Menschen domestizierten Rassen.

  27. Schon in der griechischen Antike haben die vor-
    nehmsten Geister sich vor der Haltung und
    Tötung von “Nutztieren” gewarnt. Warum
    hat sich nichts geändert in der Haltung von uns
    Menschen? Das leisetreterisches und nach- sichtiges Gebaren von uns Tierfreunden grenzt an Komplizenschaft mit diesem barbarischen Treiben. Trotz meines Alters von 66 Jahren setze ich mich deshalb in dieser Frage für eine härtere Gangart gegenüber dieser Gedan- kenlosigkeit und Gefühlskälte ein. Das Min- deste wäre von “missbrauchten Lebewesen” und von Misshandlung unserer Mitgeschöpfen zu sprechen.

  28. Es sind hier ja schon eingige gute Begriffe genannt worden. Mein Vorschlag wäre “Industrialisierungsopfer”

  29. Für mich persönlich gibt es für alle Tiere auch nur die schon genannten Begriffe wie”Lebewesen, Mitgeschöpfe, fühlende Wesen, Gottes Geschöpfe und Geschwister”.
    Wenn unbedingt getrennt werden muss, warum dann nicht in Haustiere für alle “zahmen” Tiere und “Wildtiere” für alle, die (sofern das noch möglich ist) in freier Natur leben. Also kein Unterschied zwischen Hund und Schwein, Katze und Rind usw..
    Mir fällt aber kein Wort für die Geschundenen und Ermordeten ein, das grausam genug klingt, um der Wirklichkeit zu entsprechen und so das Ohr eines jeden Fleischessers erreicht und vielleicht dann auch endlich sein Herz.

  30. manchmal kommt mich der umgang der menschen mit den tieren zu hart an.
    ich finde den gedanken, den begriff positv zu formulieren weise. wenn, dann könnte dies eher eine veränderung in der wahrnehmung unserer mitgeschöpfe jener, die sie sie als “nutztiere” bezeichnen, bewirken. negative begriffe verstärken die gefühlskalte nutzbarmachung.
    mensch bezeichnet doch nur e i n e rasse der erdenbewohner. so wie fisch, vogel usw. also: lebewesen.
    geschöpfe gottes; geschwister usw. treffen besonders, sind aber vielleicht für manche, die ja erreicht werden wollen, zu abstrakt.

  31. Ich nenne Tiere “unsere Tiergeschwister”.
    Sie sind wie unsere jüngeren Geschwister für die wir Sorge tragen, die wir schützen und mit denen wir das Leben teilen.
    Unsere ganze Verantwortung als Mensch ist hierin enthalten.
    Wenn ich aber über die unwürdigen Haltungsbedingungen unserer sog. “Nutztiere” spreche, sind es die “KZ-Inhaftierten” der heutigen Zeit oder “Fabrik-Tiere”. Das trifft ihre Geschundenheit deutlich. Beide Begriffe machen deutlich, dass ihnen alle Würde und Freiheit genommen wurde.

  32. PS

    Ich esse schon sehr sehr lange keine Tiere mehr – und muss an dieser Stelle einmal bemerken dass ich kaum verstehen kann, dass das noch jemand tut bei all den Informationen die wir haben.
    Spätestens wenn wir Haustiere haben wissen wir dass es fühlende auch weise Lebewesen sind, die genauso wenig ihr Leben lassen wollen wie jeder Mensch.
    Die Hinrichtungen und unwürdigen Bedingungen werden aber so lange weitergehen wie die Menschen -pardon!- so gefühllos und abgestumpft Tiere mampfen.

    Ein Geschwister wird man weder töten noch essen…

  33. Spezies Mensch ist in seiner evolutionären Entwicklung vom jagenden Einzeltierhalter zum Massentierzüchter geworden. Die Ausbeutung und der Missbrauch der globalen Tierwelt durch den fleischfressenden Moloch Mensch ist grenzenlos und in diesem Fall handelt es sich wohl um ZUCHTTIERE, die in ein meistens kurzes leidvolles ” Leben” mit brutalem Ende gezwungen werden.
    Da gibt es nichts zu beschönigen und es ist unvorstellbar, wie das mit den geschundenen Tieren auf unserem Globus weitergehen soll mit demnächst 9 Milliarden menschlichen Fleischkonsumenten.

  34. ich kann nicht nachvollziehen, wie man für den Begriff “Nutztiere” einen würdevolleren oder gar positiven Begriff suchen und finden kann.

    Fleischesser haben inzwischen so viele Informationen über die elende Qual dieser Tiere in den Massenzuchtanlagen oder Schlachthöfen. Ein Begriff, der quasi wie ein Freibrief für Fleischesser wirken muss, kann kein Umdenken fördern
    .
    Ich möchte meinen Standpunkt nochmal unterstreichen: der Begriff für diese Tiere kann nicht negativ genug belastet sein! Meine Meinung ist, dass man Fleischesser aufrütteln muss und das geht nun mal nicht, wenn man für die Tiere einen “schönen” Sammelbegriff findet.

  35. Ich denke an den Satz aus “Earthlings”, der für mich die ganze Sache am besten beschreibt: “Tiere sind nicht unsere Brüder, Tiere sind nicht unsere Freunde, Tiere sind andere Nationen und deshalb sollten wir sie auch mit dem Respekt und der Würde behandeln, wie eben andere Nationen”. Wenn das Ende jetzt nicht originalgetreu übersetzt ist, bitte ich um Milde, immerhin ist es schon spät und ich keine 18 mehr… :o) Aber die Aussage des Spruchs hat mich unheimlich geprägt, seitdem ich den Film gesehen habe, deshalb finde ich, daß man die Tierausbeutung nicht unbedingt verniedlichen sollte, nur damit die Message bei den Omnivoren besser ankommt, aber die Tiere auch nicht vermenschlichen sollte, denn das haben sie noch weniger verdient. Deshalb würde ich einen sehr nüchternen Begriff wählen, der die Sache aber auch nicht beschönigt, vielleicht Luxusopfer? “Moderne Sklaven” wäre auch passend, vermenschlicht aber auch wieder. Ausgebeutete? Lebensrechtlose? Unschuldige? Sehr schwieriges Thema…

  36. Menschenopfertiere

    Mißbrauchs-Tiere

    Rettungsbedürftige

  37. “Gottes vergessene Kinder (oder Geschöpfe)”
    Das schießt einem durch den Kopf, wenn man den Film “Earthlings” gesehen hat, auf die sich ein Leser hier bereits bezieht. Ich finde den Begriff, den Joaquin Phoenix benutzt, sehr treffend. SIE sind “Erdlinge” und WIR auch. Ein “Herz auf vier Beinen” – das sind sie auch. Aber damit haben wir das Geflügel nicht mit drin. Werden denn die Agrar-Heinis einen neuen Begriff, der treffender ist, auch benutzen?

  38. “Für-Menschenopfer”…..

  39. Am besten kann man den Leuten etwas visuell beibringen. So hab ich es auch gelernt. Es müßte öfter in den Medien zu sehen sein, am besten zwischen den Werbespots. Das würde Wirkung zeigen. Mh erst die “leckeren” Bruzzler und anschließend der Spot über Schweinemastanlagen.

    Opfer unserer Gesellschaft

  40. Ich finde, die schon erwähnten Namen “Benutz-” oder “Ausnutztiere” treffen es am besten und lassen den ehemaligen Begriff dazu noch durchscheinen.

  41. Warum nicht “Stalltiere” im Gegensatz zu “Haustiere”.
    Das, in meinen Augen ist respektvoller, als der Hinweis, auf ihr armseliges Leben.

  42. Hi

    Warum überhaubt Tier …!
    Warum ist der Bär ein Tier , und nicht das Lebewesen Bär …?

    Warum dieser Spezisismus ..?

    Alles nur eine Rechtfertigung des Lebewesen Mensch , in die Vielfalt des Lebens auf diesem Planeten einzugreifen und diese Auszubeuten .
    Nennt die Lebewesen doch bei ihrem Namen ,
    also Bär , oder Nerz .
    Vieleicht begreift das Lebewesen Mensch dann mal ,das er nur “ein”Lebewese auf diesem Planeten ist
    unter sehr , sehr vielen anderen Lebewesen .

  43. Opfer menschlicher Grausamkeit
    Versklavte Mitgeschöpfe
    Missbrauchsopfer
    Menschensklaven

    Es wäre schön, wenn es irgendwann keinen Namen mehr für diese armen, ausgebeuteten Lebewesen geben müsste, weil die Menschheit endlich begreift und aufhört, sie zu quälen.

  44. die Kategorisierung der “Tiere” in Begriffe wie “Nutztier” oder “Haustier” ist Ergebnis einer anthropozentrischen Wahrnehmung und wird meines Erachtens nach, der Individualität und Bedeutsamkeit von allen “Tieren” nicht gerecht. Denkt immer an “Haussklaven” und “Untermenschen”, das wurde den betroffenen Individuen ebenfalls alles andere als gerecht. Wer nach Euphemismen sucht, will sein Gewissen vernebeln. Schweinezucht ist Folterknast, Molkerei ist Arbeitslager, Zoo ist “Minstrel-Show”. Hören wir doch auf uns hinter unserer Rhetorik zu verstecken…

  45. Ich möchte mich Sabine unter Punkt 16 anschließen, die sehr schön argumentiert, dass die Bezeichnung nicht zur Bestimmung werden sollte. Ich könnte mir daher Bezeichnungen wie “Geschwisterlebewesen” oder “Mitlebewesen” oder auch “Hege- und Pflegetiere” vorstellen, die implizieren, dass der Mensch, wenn er diese Lebewesen schon als Nahrung benutzt, sie dennoch mit Achtung und Respekt für ihre arteigenen Bedürfnisse und ohne jegliche Grausamkeit behandeln sollte. Was mir auch gut gefällt, ist die von Suan unter Punkt 26. gefundene Bezeichnung “Schutzbefohlene”.
    Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen durch die Bezeichnung der Tiere in ihrem Handeln ihnen gegenüber beeinflussbar sind.

    In dieser Diskussion wird aber auch einiges durcheínander geworfen. Es geht m.E. nicht primär um die Frage, ob Fleisch zu essen gut oder schlecht ist, sondern darum, wie Menschen Tiere behandeln bis zur Schlachtung und wie sie sie schlachten, um sie dann zu essen.

    Da es wohl in absehbarer Zeit leider nicht zu erreichen sein wird, dass Menschen völlig auf den Konsum von Tieren verzichten, wäre es mir lieber, jeder Mensch würde hin und wieder ein wenig Fleisch von Tieren essen, die in Würde und somit in Freiheit und artgerecht leben konnten und ohne Qual und Schmerz getötet werden, als dass die eine Hälfte der Erdbevölkerung kein Fleisch mehr isst und die andere Hälfte weiter Massentierhaltung betreibt, qualvolle Tiertransporte durchführt und die Tiere dann in Schlachthäusern bei lebendigem Leibe zerlegt.

    Diejenigen, die Fleisch essen möchten, aber nicht selbst die Kraft und Disziplin aufbringen, das nur selten und in kleinen Mengen und aus artgerechter würdevoller Haltung und Schlachtung zu tun, müßten durch entsprechende Gesetze dabei unterstützt werden.

    Dabei könnte ich mir vorstellen, dass es neben noch sehr viel strengeren Kontrollen und Strafen für Tierquälerei etc. auch andere Maßnahmen sein könnten, die dazu führen würden, dass der richtige Weg eingeschlagen wird, so z.B. eine sehr viel stärkere Umsatzsteuerbelastung auf Fleischerzeugnisse jeglicher Art, vielleicht sogar eine Fleischerzeugnisverkehrssteuer ähnlich der Tabaksteuer und Steuer auf Spirituosen.

    In anderen Bereichen wird über Mindestbeträge diskutiert. So könnte man auch an einen Mindestpreis pro kg/Fleisch nachdenken, so dass es keine Qualsonderangebote mehr geben könnte. Es könnte über ein generelles Verbot von Sonderangeboten bei Fleischerzeugnissen nachgedacht werden.

    Bei den Tierarten, bei denen noch keine individuelle Erfassung über Beringung und Plaketten und Registrierung erfolgt ist, sollte über eine Einführung nachgedacht werden. Insbesondere sollte in diesem Zusammenhang dann für den Verbleib eines jeden einzelnen noch so kleinen individualisierbaren Enten- oder Gänsekückens oder Hühnerkückens mit fortlaufender Registrierungsnummer Rechenschaft abgelegt werden müssen und ein Bußgeld verhängt werden müssen, wenn nicht die artgerechte Haltung fortlaufen nachgewiesen werden kann anhand einer fortlaufenden, das einzelne Tier individualisierbar durchnummerierten Lebendbuchhaltung.

    Im Vergleich hierzu muß man sich klar machen, dass jeder Unternehmer dem Finanzamt jederzeit über das Schicksal seines Bürostuhls Rechenschaft ablegen können muß.

    Wieso sollte das Schicksal eines Hühnerkückens weniger wichtig sein?

    So schnell wie möglich müßte man dahin kommen, dass es für die Haltung von jeder Tierart nicht dem Halter anheim gestellt wird, wie er die Tiere hält und er dann für besonders gute Haltung belobigt wird, diese sollte selbstverständlich sein.

    Es müßte einen verbindlichen Standard für jede Tierart geben, der von jedem Tierhalten eingehalten werden muß, so dass es nicht mehr in das Belieben des Tierhalters gestellt wird, ob er artgerecht hält oder nur gerade nicht so quält, dass er nach der derzeitigen Fassung des Tierschutzgesetzes bestraft werden kann.

    Für jede Tierart müßte im Tierschutzgesetzt detailliert geregelt sein, was als Mindeststandard anzusehen ist, um nicht von Tierquälerei sprechen zu können. Derzeit finden sich in § 2 des Tierschutzgesetzes nur auslegungsfähige Begriffe, die im Einzelfall schwer zu prüfen sind. Diese werden zwar durch die “Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung” konkretisiert, die aber leider auch wieder auf auslegungsfähige Begriffe zurückgreifen muß und somit auch wieder einen Spielraum für eben nicht artgerechte Haltung lässt.

    Außerdem gibt es derzeit vermutlich keine regelmäßigen in kurzen Zeitabständen und flächendeckend erfolgenden Kontrollen, so dass auch Verstöße in der Regel eher nicht zeitnah erkannt und abgestellt werden können.

    Wünschenswert wäre eine Art “TÜV” für Tierhalter, wobei in kurzen Zeitabständen (höchstens alle drei Monate, denn es geht um Lebewesen!!) der Standard fortlaufend überprüft werden müßte inklusive Inventur und Kontrolle der o.g. Lebendbuchhaltung.
    Derzeit erfolgt m.W. keine regelmäßige Kontrolle in kurzen Zeitabständen. Dazu müßte erst die erforderliche Kapazität geschaffen werden.
    Das würde unsere Gesellschaft selbstverständlich sehr viel Geld und Kapazität kosten. Etliche Betriebe müßten vermutlich geschlossen werden. Einige Existenzen, die auf Tierquälerei aufgebaut haben, würden kaputt gehen. Ggf. müßte es Übergangsfristen und Aufgabebeihilfen geben. Es müßte u.U. Subventionen für einen Neuanfang derartiger Betriebe geben, die es ermöglichen würden, auf andere landwirtschaftliche, eben nicht tierische Produkte umzustellen.

    Tierquälerei sollte als Straftatbestand und Ordnungswidrigkeit aus dem Tierschutzgesetz herausgenommen und insgesamt im Strafgesetzbuch installiert werden und eben nicht mehr nur bei bestimmten Verstößen als Ordnungswidrigkeit behandelt werden. Auch sollte bei besonders schwerwiegenden Verstößen die Erfüllung des Tatbestandes nicht mehr nur als Vergehen sondern als Verbrechen mit einer höheren Strafandrohung eingestuft werden.

    Gegenwärtig haben Tierquäler weniger als Sachbeschädiger zu befürchten, denn wer vorsätzlich eine Sachbeschädigung begeht, ist nach § 303 StGB u.U. mit Freiheitsstrafe zu bestrafen. Der Sachbeschädiger hat dann jedoch selbstverständlich darüber hinaus auch den angerichteten Schaden zu ersetzen. Außerdem ist er vorbestraft.
    Wer jedoch einem Wirbeltier, das er hält, das ihm also ausgeliefert ist, vorsätzlich ohne vernünftigen Grund erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, handelt nach § 18 Tierschutzgesetz nur “ordnungswidrig”. D.h. er muß lediglich eine Geldbuße befürchten und ist noch nicht einmal vorbestraft.

    Daran zeigt sich, dass unser Gesetzgeber Tiere nach wie vor mehr oder weniger emotionslos als “Sachen” ansieht, auch wenn in § 90a BGB steht: “Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist”.

    Die meisten Menschen, die regelmäßig ihre Wurst auf dem Brot und ihren Braten auf dem Teller haben wollen, denken vermutlich viel zu wenig über all das nach. Sie denken vermutlich auch nicht über das nach, was sie da essen.

    Es wäre deshalb sehr wünschenswert, wenn sehr viel mehr u.a. auch in Schulen über das Elend der Tiere berichtet werden würde, vor allem auch mit den ganz entsetzlichen und schockierenden Bildern, die die Wirklichkeit zeigen. Außerdem wäre es wünschenswert, dass den Konsumenten auch klar gemacht wird, was sie an Hormonen und Giftstoffen zu sich nehmen, wenn das Elend der Tiere sie allein nicht vom Konsum von Qualerzeugnissen abzuhalten vermag.

    Da Menschen unterschiedlichen Zugang zu Tieren haben, kann sich auch nicht jeder in gleichem Maße vorstellen, dass und wie Tiere leiden können. Es wäre deshalb auch wünschenswert, dass schon Kinder Kontakt zu Tieren haben und die Erfahrung machen können, dass auch ein Tier Gefühle hat und leiden kann und dass das z.B. auch auf Hühner zutrifft.

  46. Also, warum sollte es ein Name sein, der nur ein Euphemismus ist und die Wirklichkeit verschleiert.

    Mir ist spontan Opfertiere eingefallen, aber Ausnutztiere trifft es noch besser!

    Mein Favorit!
    Auch wenn ein neuer Name nichts an der Situation ändern wird. Solange es Menschen auf diesem Planeten gibt, werden sie alles foltern und töten, wenn es ihnen nur etwas bringt und sei es nur Spass.

  47. Zwangsopfer für industriell verarbeitete Lebewesen

    kurz: ZOFIVL

  48. Tiere sind nicht nur unsere Mitgeschöpfe, sondern auch unsere älteren Brüdern und Schwestern auf dem Planet Erde. So würde sich auch Franziskus äußern.
    Manche Tierarten wurden gezüchtet, damit der Mensch sie als Fleischlieferant hat und als Nutztier abdegradiert.
    Einige der älteren Brüder und Schwestern haben die dienende Haltung gegenüber dem Menschen eingenommen, die sog. Nutztiere sind unsere Helfer auf besondere Art und Weise. Helfer in der Landwirtschaft, Helfer in der Wegbegleitgung behinderter Menschen, gerade auch Schweine, die dem Menschen sehr ähnlich sind und ihm nahestehen können zu großen Freunden behinderter und nichtbehinderter Kinder werden.

  49. Der Begriff der VERANTWORTLICKEIT des Menschen für die Tiere muss in den Namen gelegt werden, damit es keinerlei Rechtfertigung für Menschen gibt ,Tiere auch in Zukunft schlecht zu behandeln.
    Gleichzeitig muss darauf hingewiesen werden , dass die Tiere etwas für den Menschen produzieren , um die ABHÄNGIGKEIT DES MENSCHEN vom Tier darzustellen.
    Und der Begriff muss immer wieder klar machen, dass das Tier etwas Lebendiges ist , wir also meist junge Tiere zu Tode befördern, um daraus Leberwurst und Schnitzel zu machen .
    Und das ist eigentlich unethisch, denn wir klugen Menschen könnten auch überleben ohne Tiere zu quälen und zu töten. Wir fliegen zum Mond und essen Tierfleisch wie in der Steinzeit.
    Mein Begriff wäre ” Schutzbefohlenes Erzeugertier “.

  50. lebendes Fleisch

    Industrietiere

    Fließbandtiere

    Qualzeug (siehe Artikel oben)

    Fabriktiere (siehe Artikel oben)

  51. Seit mehr als 30 Jahren kämpfe ich einen verzweifelten Kampf für die geschundenen Tiere und bin dabei alt und müde geworden.Wir haben in unseren Tierrechtsorganisationen alles versucht, unsere Konsumgesellschaft von ihrer masslosen Ignoranz gegen das Tierleid abzubringen: erfolglos!
    Wenn die ganzen Horrorscenarien aus Schlachthöfen, Tierfabriken und Transporten, Pelzfarmen und Laboren usw usw keine Konsequenzen auslösen, ist es fragwürdig, ob eine Umbenennung der Nutztiere etwas bewirken wird. Setzen wir wie bei allen dubiosen Begriffen das Attribut ” sogenannte” davor. Wir müssten eigentlich zuerst einmal unsere Umgangssprache von all den unsäglichen Tierausdrücken für menschliche Unzulänglichkeiten ausräumen:Hier ein Beispiel von Greenpeaceleuten bezgl.Nanotechnik bei KFZ: Dieselschweine!
    Unsere Einteilung in Nützlinge und Schädlinge ist allgemein bekannt; die Natur würde den Menschen zu den Schädlingen zählen.

  52. Stummes Lebendobjekt!

    wir könnten hier noch unendlich aufzeigen, wieviele Humanisten es gegeben hat bzw. gibt. Der Wunsch dieses erdenweit zu erreichen, bleibt bei Menschen guten Willens immer vorhanden.

    Ewald und Maria Tange, München

    “Ich würde fortfahren, vegetarisch zu leben, selbst wenn die ganze Welt begänne, Fleisch zu essen. Dies ist mein Protest gegen den Zustand der Welt. Atomkraft, Hungersnöte, Grausamkeit – wir müssen Schritte dagegen unternehmen. Vegetarismus ist mein Schritt. Und ich glaube, es ist ein sehr wichtiger.” Isaac Bashevis Singer, Nobelpreis 1978 – Infos dazu: http://video.google.com/videoplay?docid=3664359489218547625

    “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.” Mahatma Gandhi (1869 – 1948) indischer Rechtsanwalt, Pazifist, Menschenrechtler, Tierrechtler und politischer sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung

  53. Nach längerem Nachdenken fällt mir nur eine Bezeichnung ein, die passend kurz ist, nicht abwertend und halbwegs das zum Ausdruck bringt, was sie erdulden müssen: “Leidtiere”!

  54. “Ausnutzlebewesen” würde ich treffend finden (nach Anregung durch alle Kommentare vor mir)

  55. Evtl. beflügelt es unsere Phantasie etwas wenn wir uns vorstellen, dass wir im nächsten Leben als “Nutzvieh” auf die Welt kommen.
    Welche Bezeichnung hätten wir dann gerne??

  56. lebende Nahrungsmittelproduzenten…

  57. Tiergeschwister

  58. Eine Kuh ist eine Kuh, ein Mensch ist ein Mensch, ein Schwein ist ein Schwein und ein Huhn ist ein Huhn. Ist doch ganz einfach. Zusammen wären das dann einfach Tiere.

    Natürlich könnte man den status quo auch einfach wieder mit Sklavenhaltung bezeichnen. Auf der einen Seite haben wir Kühe, Schweine etc. – die Sklaven – auf der anderen Seite haben wir die Sklavenhalter – die Menschen.

  59. ich verstehe nicht ganz, was das bringen soll, den Tieren einen würdevolleren Namen bzw. Beschreibung zu geben. Für wirklich tierliebende Menschen, denen die so genannten Nutztiere genauso viel bedeuten, wie die restlichen Lebewesen, ist es doch piepegal, wie man diese bezeichnen soll. Für mich sind “Nutztiere” einfach fühlende Lebewesen, wie alle anderen auch. Der Begriff “Nutztiere” wiederspiegelt genau das, was diese Tiere für die Mehrheit der Menschen eben sind: Lebewesen, die man für eigene Zwecke benutzen/ausnutzen kann. Beschönigt man diesen Begriff, verliert er seine abschreckende Wirkung und noch weniger Leute werden sich Gedanken über das Schicksal der “Nutztiere” machen.

  60. Wenn ich die Überschrift für ein neues “Tierschutzgesetz” suchte, würde ich wahrscheinlich schreiben:
    “Gesetz zum Schutz nichtmenschlicher Tiere”.
    Wenn ich allerdings die “Nutztiere” benennen müsste, würde ich sie tatsächlich lieber “augenutzte Tiere” oder sogar “Sklaventiere” nennen, um schon mit dem Namen deutlich zu machen, was sie TATSÄCHLICH sind.
    Ich sehe diese Tiere für mich natürlich als Lebewesen an, die das Recht auf ein leidfreies Leben haben bei Menschen, die ihnen nur Gutes tun und sie so frei wie möglich ihrer Art gemäß leben lassen, ohne sie am Ende zum Schlachter zu schleifen.
    Wenn es nach mir ginge, würden all diese armen Wesen gar nicht geboren werden.

  61. Zum gegebenen Zeitpunkt ergeben sich für mich vor allem zwei Möglichkeiten, mit dem Problem umzugehen:

    1)
    Man setzt distanzierende Anführungszeichen und schreibt von “Nutztieren” bzw. “Nutz”tieren.

    2)
    Eine weniger ökonomische, aber sicherlich adäquate Lösung stellen Wendungen dar wie “für die menschliche Nahrungsmittelproduktion verbrauchte (missbrauchte) Tiere” oder “industriell verwertete (misshandelte) Tiere”.

    Man sollte sich beim Nachdenken über dieses Problem meines Erachtens über dreierlei Tatsachen im Klaren sein:

    a) Die menschliche Sprache ist naturgemäß anthropozentrisch. Das menschliche Tier ist in der Regel das unmarkierte, das nichtmenschliche Tier das markierte Wesen.

    b) Die Sprache lebt und ist veränderlich. Diese Veränderungen geschehen innerhalb eines Spannungsverhältnisses, nämlich zwischen den Polen des subjektiven (oder auf eine bestimmte gesellschaftliche Gruppierung bezogenen) Sprachgebrauchs und der intersubjektiven (auf eine Allgemeinheit bezogenen) Kommunikation auf der anderen Seite. Mit anderen Worten: Beim Gebrauch der Sprache als Kommunikationsmittel sollte man wissen, was man mit einer sprachlichen Neuschöpfung transportieren will — aber ebenso, inwiefern sich diese Neuschöpfung zum Sprachgebrauch des Gegenübers bzw. der Allgemeinheit verhält.

    c) Es existieren zu einem gewissen Maße ökonomische Prinzipien im Sprachgebrauch, denen man bisweilen, aber nicht beständig zuwider laufen kann.

  62. Für mich klingt das Problem als solches wie das bei der Benennung von Trisomie 21. (Ich hoffe der Name hat sich nicht noch einmal geändert)

    Vor 10 Jahren nannte man die Betroffenen mongolid, einige Jahre später sprach man politisch korrekt vom Down-Syndrom, jetzt heißt es soweit ich informiert bin gerade Trisomie 21; An der Diskriminierung der Betroffenen hat die Namensänderung aber nichts geändert. Auch der Rassismus wurde durch die Umbenennung dunkelhäutiger Menschen von Negern zu Schwarzen zu Afro-Amerikanern nicht deutlich verringert.

    Mitgefühl leitet sich weder aus Namen noch aus einer Aufhebung von Einteilungen ab. Ich persönlich glaube auch nicht, dass schockierende Bilder Langzeiterfolge haben, sonst gebe es kein AIDS mehr, und niemand würde mehr Heroin spritzen. Ich glaube aber, dass eine Art Dauerbeschuss sinnvoll wäre, ähnlich dem Zeckengefahr-ist-unsichtbar Impf-Werbe-Konzept.

    zB mit Schluss-mit-dem-Ausnutzen
    oder
    Leberkäse wächst nicht auf Bäumen, dafür sterben Jungtiere
    oder
    Jungstier heißt, dass ich noch nicht einmal erwachsen war

  63. Indem wir Menschen die Tiere würdelos behandelt, berauben wir uns selbst unserer eigenen Würde.

    Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen sich als Tierfreunde bezeichnen und doch selber Fleisch essen, Lederschuhe tragen, Milchprodukte verzehren, chemisch-pharmazeutische Mittelchen nehmen, mit den Kindern in den Zoo oder Zirkus gehen, etc….
    So, als würden sie von den lebendig gehäuteten China-Hunden und Katzen, von den Qualen der Versuchstiere, von den Mast- und Schlachtverfahren, etc. nichts wissen….

    Gelänge es, dass alle derzeitigen “Tierfreunde”
    sich auch konsequent tierfreundlich verhielten, so sähe es schon jetzt um ein Vielfaches besser aus.

    Konsequentes, aufrichtiges sprechen UND handeln halte ich für besonders wichtig. Auch auf die Gefahr (?) hin, dass sich der Freundes-/Bekanntenkreis schmälert bzw. ändert. Wer noch nicht einmal hören, geschweige denn ansehen kann, wofür er (mit-)verantwortlich ist, braucht nicht davon ausgehen, dass man sich durch das eigene Schweigen mitschuldig macht.

  64. Die Tränenlosen

  65. Erdlinge.

  66. ich finde die vorschläge von thomas heider ganz gut (“Mit-Tiere” oder auch “Mit-Geschöpfe”), sodass man die tiere auf eine ebene mit den menschen stellt.
    Auch (aus)nutztiere trifft es meiner Meinung nach sehr gut.

    Mein Vorschlag wäre noch Qualtiere.

    “kulturtiere” finde ich zu verharmlosend.

  67. s. Thomas und Monika = Mitgeschöpfe und vielleicht, hoffentlich wird uns einiges – dann bewusster !

  68. Liebe Leser,
    es gibt keine Nutztiere! Der Mensch hat sich das Recht genommen zu Töten und Töten zu lassen, es ist die Ursünde der Menschheit und solange sie dies tun, werden sie Elend, Krankheit und Kriege hinnehmen müssen, auch in Europa werden in den nächsten 20 Jahre Dinge geschehen, die auch den letzten aus seinem Schlaf aufschrecken werden. Es sind keine Nutztiere, sondern unsere Tierbrüder und nur die Zeit steht zwischen uns!
    Jesus sprach: “Was ihr einem meiner geringsten Brüder tut, das tut ihr mir”. Damit meinte Jesus unsere Tierbrüder, aber dies wurde aus der bibel gelöscht.

  69. Märtyrertier
    Lebensspendertier

  70. Schöpfungsgeschwister
    Mitgeschöpfe
    Erdenbewohner
    Mitweltbewohner
    Freunde

    Alles was ausdrückt, dass sie die Erde mit uns teilen und wir nicht das Recht haben, ihnen die Freiheit, Würde und das Leben zu nehmen!

  71. Ich wäre für Mit-Leidtiere

  72. Einfach das Tier beim Namen nennen, Kuh, Schwein u.s.w..
    Wenn es Nutztiere sein sollen, wenn nützen Sie was? Doch nur wer Sie in Massen hält. Doch bei den Bildern aus der Massentierhaltung, frage ich mich wenn es da noch schmeckt. Der Kunde freut sich weil es billig war. Was billig ist ist der Mensch der seine Tiere zerstört. Und wenn es einen Gott gäbe wo ist er, Der diesen der Tieren eine Ende setzt. Wer Fleisch möchte sollte mal zum Bio-Bauern gehen, den Unterschied merkt man.
    1. Das Tier wird nicht Stundenlang zum Schlachthof gekarrt,
    2. Es wird von Hand getötet.
    3. Die Tiere werden Artgerechtgehalten.
    4. Mit seinem Einkauf unterstützt man den Biohof und seine Arbeitskräfte.
    Danke. Katrin aus Dresden.

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