Nach der Wahl

Veröffentlicht am 28. Sep 2009

Tigerente. Foto: crosathorian, flickr.comSchwarz-Gelb. Für den politischen Tierschutz stehen uns vier harte Jahre bevor. Aber schon die Große Koalition hat in Tierschutzfragen wenig Elan gezeigt, und trotzdem hat sich in jüngster Zeit viel bewegt. Kein Grund also, den Kopf hängen zu lassen. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam erfolgreich für die Tiere kämpfen!

Die wirklichen Fortschritte im Tierschutz werden ohnehin in der Wirtschaft und durch die Aufklärung von Verbrauchern gemacht. Was wir mit der Wirtschaft bewegen können, zeigen der Ausstieg der Supermarktketten aus dem Verkauf von Käfigeiern, unsere Fortschritte in der Käfigfrei-Kampagne und das absehbare Ende der Ferkelkastration.

Die Tierschutz- und Tierrechtsbewegung entwickelt außerdem ihre Fähigkeiten im Dialog mit Verbrauchern weiter, indem von konfrontativen Monologen immer mehr abgesehen und stattdessen auf verschiedenste Formen des konstruktiven Gesprächs gesetzt wird. Gerade hier stehen wir als Bewegung noch am Anfang einer hoffentlich steilen Lernkurve.

Was Sie jetzt tun können, damit es weiter voran geht: Werden Sie aktiv, unterzeichnen Sie unsere Petitionen, spenden Sie, vertiefen Sie Ihr Hintergrundwissen. Und vor allem: Lassen Sie sich von einer Tigerente nicht ins Bockshorn jagen!


Weitere Artikel zu: ,

20 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Die Tigerente gefällt mir als Symbol! Das wofür sie steht leider eher weniger.

  2. Hallo Mahi,
    gestern haben fast eine viertel Millionen Menschen in Deutschland für den politisch organisierten Tierschutz gewählt und der Tierschutzpartei ihre Stimme gegeben.
    Interessant zu wissen, dass Du bzw. Deine Stiftung nicht zu den Unterstützern gehört hast, sondern, im Gegenteil, die wichtige Arbeit der Partei Mensch Umwelt Tierschutz sogar gezielt behindert hast.
    Gern bitte ich Dich hierzu um eine kurze Stellungnahme.

    Viele Grüße, Christian

    PS: Deine heutige Aussage “Die wirklichen Fortschritte im Tierschutz werden ohnehin in der Wirtschaft gemacht” sind erschreckend offen!

  3. Hallo Christian,

    wir haben auf unserer Webseite und in unseren Flyern erwähnt, dass Tierschutzpartei und ÖDP mehr fordern als die Parteien im Bundestag: http://albert-schweitzer-stiftung.de/bundestagswahl

    Außerdem haben wir kurz von Barbara Rüttings Unterstützung der Tierschutzpartei berichtet: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/kuenast-erschlaegt-fisch

    Dass das vielen Unterstützern der Tierschutzpartei nicht weit genug ging, kann ich nachvollziehen. Ich möchte aber daran erinnern, dass die anderen Organisationen mit Parteien-Vergleichen (Tierschutzbund, Vier Pfoten, Menschen für Tierrechte, bmt) die Tierschutzpartei weder erwähnt haben, noch (soweit ich weiß) von Barbara Rüttings Unterstützung der Tierschutzpartei berichtet haben.

    Für die nächste Wahl werden wir sehr wahrscheinlich eine eigene Seite für die Kleinparteien einrichten.

  4. Für den wirklichen Fortschritt im Tierschutz ist nur der Mensch verantwortlich. Tierschutz muss in den Köpfen der Menschen tief verankert sein. Er muss in den eigenen 4-Wänden bestand haben und er fängt an bei einem lederfreien Haushalt, artgerechter “Haustier”-Haltung, tierfreier Ernährung und solange der MENSCH das Tier sich zum Untertanen macht, solange wird es eben auch keinen erfolgreichen Tierschutz geben. Was bringt der Stopp vom Verkauf von Käfigeiern, wenn trotzdem weiterhin Bodenhaltung und Freilandhaltung gekauft wird? Natürlich ist es wichtiger Schritt ABER im Bewusstsein das Menschen hat sich nichts verändert, er kauft schließlich weiterhin die Eier der Hennen.

    Und eine wirkliche Aufklärung von Verbrauchern ist Wunschdenken. Jede Supermarktkette hat sein eigenes V-Label mit verschiedenen Richtlinien bei der Herstellung und Herkunft, Produkte werden als 100% pflanzlich ausgeschrieben und plötzlich ist doch Wollfett enthalten. Tiere werben (!) überall für Ihren eigenen Tod (schön zu sehen auf der soylent-network Seite) und mit Gesichtswurst ist sowieso das letzte Tabu gebrochen.

    Tierschutz fängt beim Menschen an. Im Kopf und im Herzen und wenn die Menschen nicht zusammen dafür kämpfen wird es niemandem helfen.

  5. Hallo Mahi,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Frage ist doch nur die, warum Deine Organisation überhaupt z.B. mit “Menschen für Tierrechte” gemeinsam “Wahlprüfsteine” herausgibt? Von denen gab es übrigens nicht einmal eine sachlich-erläuternde Antwort, nur eine Ausrede.
    Der kleine Zusatz “ÖDP und Tierschutzpartei” ist ein Witz und er erhärtet eher die Frage, weshalb die einzige deutsche Partei, die kompromisslos für Tierschutz und Tierrechte eintritt hier so degradiert wird? Auch das kurze Berichten über Frau Rüttings Rücktritt (2 Zeilen!) ist keine befriedigende Antwort auf die Frage, warum Du bzw. Deine Stiftung die Tierschutzpartei eben eher nicht unterstützt habt! Dass die anderen Organisationen sich noch mehr abschotten, ist aufschlussreich.
    Beim nächsten Mal eine eigene Seite “für die kleinen Parteien” einzurichten ist lächerlich – und offenbart leider die nächste Ausrede! Vor allem aus dem Mund einer so kleinen Organisation wie Deiner Stiftung. ;-)
    Und verlass Dich drauf: Die Tierschutzpartei wird so groß werden, dass sie in das kleine Format Deiner großzügig zur Verfügung gestellten Extraseite “für Kleinparteien” dann nicht mehr hineinpasst. Dafür haben gestern Abend fast eine viertel Millionen tierfreundlicher WählerInnen den Weg geebnet!

  6. Marcel, Du sprichst mir aus der Seele!
    Genau darum ging es mir ja. DANKE.

  7. Hallo Christian,

    ich beobachte die Arbeit der Albert-Schweitzer Stiftung jetzt seit längerem und kann nicht umhin festzustellen, dass Du meiner Meinung nach mit deiner Aussage Mahi und der ASSFUM unrecht tust. Ich selbst lebe auch vegan, aber ich muss auch feststellen, dass es die meisten Menschen, die eben (noch) nicht vegan leben, es nicht packen, wenn man ihnen von heut auf morgen eine Option hinknallen möchte, die eher einer ‘Steilwand’ entspricht.

    Die ASSFUM versucht den Gipfel einer tierfreundlichen Gesellschaft von einer flacheren und offenbar gut begehbaren Seite anzupacken und hat damit zumindest Erfolge erzielt, die kein existierender Politiker bisher erreicht hat.

    Dein Zitat: “PS: Deine heutige Aussage “Die wirklichen Fortschritte im Tierschutz werden ohnehin in der Wirtschaft gemacht” sind erschreckend offen!”

    Was ist daran so falsch, so negativ? Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass wenn man privat und freundlich zum Beispiel Handelsketten oder auch Hersteller von Produkten anschreibt und seine tierfreundlichen veganen oder vegetarischen Wünsche vorträgt, diese durchaus beachtet und irgendwann oft sogar mit fortschrittlichen Änderungen bedient werden. Je mehr sich “der Wirtschaft” in punkto Tierschutz mitteilen, desto weniger wird ‘die Wirtschaft’ die Wünsche ihrer Kunden ignorieren können. Die Wirtschaft muss mit den Kunden kooperieren und reagieren, um auf Dauer überleben zu können, während die Mühlen der Parteienpolitik langsam mahlen, wenn überhaupt. Was ich sagen will, ist dass der Effekt, um Änderungen in der Wirtschaft zu erzielen, fast schon der gleiche ist wie bei einer Volksabstimmung, nur schneller und mit weniger Menschen. So was bekommst Du im Bundestag nicht so schnell hin, was z.B Mahi/ASSFUM mit den ‘Käfigeiern’ in der Wirtschaft erreicht hat. Ich finde, dass solche Forschritte für die Tiere respektiert und gewürdigt werden sollten, denn jeder, ob in der Tierschutzpartei, in der ASSFUM, bei den Grünen oder in einer anderen Organisation oder Partei versucht auf seine Weise sein Bestes und jedesmal, wenn es in die richtige Richtung geht, ist das ein Gewinn für alle.

  8. Marcel schreibt: „Da werden Produkte als 100 % pflanzlich bezeichnet und dann ist doch Wollfett enthalten … “

    Ha, ha, ha, ha! Daran können sich höchstens fanatische Veganer stören, aber nicht die Schafe! Die sind heilfroh, wenn sie im Sommer geschoren werden, damit sie nicht schwitzen brauchen! Was wir Menschen mit ihrer Wolle und ihrem Wollfett machen, ist denen egal. Ich glaube aber eher, dass sie lachen würden, wenn sie wüssten, dass gewisse Leute Wolle und Wollfett lieber weggeworfen sehen würden als in Produkten sinnvoll verwendet.

    Übrigens finde ich auch schade, dass sämtliche Tierschutzverbände der Tierschutzpartei bei ihren Wahlvorschlägen wenig bzw. gar keine Beachtung schenkten.

    Mahi hat erwähnt, dass Tierschutzpartei und ÖDP höhere Tierschutzziele haben, als die übrigen Parteien. Man kann daher nicht sagen, er hätte die Tierschutzpartei behindert.

    Und ich glaube, dass Barbara Rüttings Entschluss, die Grünen zu verlassen und die Tierschutzpartei zu wählen, in Tierschutzkreisen ein gewisses Aufsehen erregt hat und künftig Nachahmer finden wird.

  9. Wieso werden hier eigentlich nahezu alle Tierschutzverbände kritisiert, sie hätten nicht genug über die Tierschutzpartei, Ödp, berichtet? Wie wäre es denn, wenn sich jeder dieser Tierfreunde einmal selbst über die Parteien in seinem Wahlkreis informiert und selber damit auseinander setzt, anstatt auf eine vorgefertigte Meinung anderer zu warten? Wie wäre es, wenn diese Tierfreunde z.B. die Tierschutzpartei alleine schon in ihrem Umfeld bekannter machen würden? Was jede einzelne Tierschutzorganisation leistet und auf die Beine stellt gehört gewürdigt.

    Ich habe die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt als vertrauenswürdig, brandaktuell und konsequent kennengelernt. Macht weiter so!

  10. Möchte Sabine hier zustimmen. Darüber hinaus ist meine Feststellung, dass es im Grunde eher Einzelpersonen und weniger Parteien sind, die sich positiv in ihrer Arbeit um Tierschutz und Gewaltlosigkeit verdient machen. Solche Menschen widerum findet man bei (fast) allen Parteien. Jeder sollte sich bei einer Wahl nicht nur mit dem Programm einer Partei sondern lokal auch mit den Menschen beschäftigen, die für den Einzug in den den Bundestag kandidieren (Stichwort ‘Erststimme’).

    Mein Vorschlag an die ASSFUM für die Zukunft:
    Warum nicht mal eine Liste aller Wahlkandidaten zusammenstellen, die sich in irgendeiner Weise positiv und herausragend für Tiere eingesetzt haben oder zumindest Tierschutz und/oder vegetarisch/vegane Ernährung in ihrer persönlichen Einstellung auf ihre Fahne geschrieben haben?

  11. Ja, das stimmt – in allen Parteien gibt es vereinzelte Tierschützer – z.B. die Münchner CSU-Stadträtin Evelyn Menges hat einen Notarztdienst für verunglückte Tiere gegründet, den man rund um die Uhr anrufen kann. Das sollte man würdigen – allerdings mag ich Frau Menges trotzdem nicht, weil sie sich voriges Jahr massiv für den weiteren Hundefreilauf im Englischen Garten einsetzte – ohne Rücksicht auf die regelmäßig von Hunden angefallenen Schafe.

    Abgesehen davon finde ich es erstaunlich, dass die Tierschutzpartei nicht schon seit ihrer Gründung viel mehr Stimmen erhielt. Sie steht doch in etlichen Bundesländern auf den Stimmzetteln und jeder logisch denkende Mensch muss erkennen, dass sie diejenige Partei ist, die sich am meisten für Tierschutz einsetzt.

    Aber die meisten Leute nehmen offenbar andere Themen wichtiger.

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich bisher überhaupt nicht mit Politik beschäftigt habe und daher auch fast nie zum Wählen ging, weil ich gar nicht wusste, welchen Einfluss die Politik auf den Tierschutz hat.

    Das ist mir erst seit ein paar Monaten klar – Dank der Albert-Schweitzer-Stiftung!

    Künftig werde ich immer zum Wählen gehen und die Tierschutzpartei wählen.

    Allerdings ist auch die Tierschutzpartei meiner Ansicht nach NICHT optimal, da (nach ihren eigenen Aussagen) zu ihren letztendlichen Zielen die Abschaffung jeglicher Tierhaltung gehört!

    Da würden sich die vielen Schafe, mit denen ich befreundet bin und die vom Streicheln gar nicht genug bekommen können, aber gar nicht freuen, wenn sie wüssten, dass ausgerechnet die Tierschutzpartei unsere Freundschaft abschaffen will! Na, ja, typisch vegan …. !

  12. Na na na, … deinen Kommentar zu ‘vegan’ will ich jetzt mal großzügig überhört haben (Weiters darauf eingehen, welche Konsequenzen jeder Einzelne für seinen eigenen persönlichen Lebensstil zieht werde ich nicht und das gehört auch gar nicht zu diesem Thema, gell ?) ;-))

  13. @Lämmlein: In meinem Wahlkreis hier in SA stand die Tierschutzpartei nicht auf dem Stimmzettel. Ich vermute mal, dann wohl auch in ganz SA nicht.

    Ich kenne sicherlich nicht alle Hintergründe, verstehe aber nicht, wie man politisch erfolgreich sein will, wenn man gar nicht kandidiert.

    Vielleicht liegt’s an bisherigen schlechten Ergebnissen hier in SA, denn selbst die Grünen schneiden bei uns leider immer sehr mies ab. Aber ein Grund kann das für mich nicht sein.

  14. Hallo Sabine,
    ich vertrete Deine Meinung und stimme Dir voll und ganz zu.
    Wir sind doch mündige Bürger und sollten uns nicht von Verbänden beeinflußen lassen, beraten ja aber die Entscheidung treffe ich.
    Wir Tierschützer müßen eben weiterkämpfen egal wer regiert, in jeder Partei gibt es Tierfreunde, wir müssen diese Politiker finden und um Hilfe bitten. Wie Euch allen sicherlich bekannt ist kämpfen wir gerade für die Katzenschutzverordnung und Kastrationspflicht.
    Was ich da für Antworten von manchen Politikern bekomme ist unglaublich. Die Bundestagsabgeordneten außer die Grünen haben mir nicht geantwortet.
    Mal sehen wie es weiter geht, wir setzten uns nach wie vor für eine Kastrationspflicht bei freilaufenden Katzen ein. Denn das Elend unserer “Bauernkatzen” ist groß.
    Es wäre schön wenn wir für eine Katze je einen Paten finden würden der mindestens eine Kastraionen übernehmen würde.
    Somit könnten wir den Tieren großes Leid ersparen.

  15. Hallo,
    habe vor der Bundestagswahl an die FDP geschieben. Man hat mir erstaunlicher Weise geantwortet.
    Man teilte mir mit das die FDP immer für den Tierschutz sei. Das werde ich jetzt beobachten und sie mit meinen Schreiben nerven bis sich was bewet.

  16. Dies zeigt wieder einmal, dass die Lobbisten die Macht in unserem Land bekommen haben. Für diese Menschen zählt die Kreatur nichts, sondern nur der Pofit, der mit s.g. Nutztieren erwirtschaftet werden kann. Das ist meiner Meinung nach armsehlig. Unsere Denkweise muss sich nachhaltig ändern, denn ohne Veränderung gibt es keine Zukunft für unseren Planeten. Ich denke, dass wir alle weiter aktiv bleiben sollten, uns für die Rechte der Tiere einzusetzen.

  17. Veganer, die – sonst wären sie ja keine Veganer- keine Produkte unter anderem vom Schaf ( Lanolin oder Kleidung aus Schafwolle) konsumieren, als fanatisch zu bezeichnen, finde ich, vor allem hier , mehr als daneben.
    Jemand wie Lämmlein will uns hier wohl ein Bild der Idylle von weidenden Schafen vorgaukeln, die auch noch froh sein sollen, dass Mensch sie ihrer Wolle entledigt? Was haben wohl die “armen” Schafe gemacht,als der Mensch sie noch nicht geschoren hat, um sich daraus Kleidung herzustellen? Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben- und sicherlich nicht, das Schaf als Wolllieferanten für den Menschen. Vergessen wird hier wohl auch, dass ein Großteil der Schafwolle aus Australien importiert wird, wo das sogenannte Molusing üblich ist. Aus diesem Grunde schon abzulehnen.
    Weiterhin das geforderte Verbot der Tierhaltung und hier die Nutztierhaltung abzulehnen, weil eigene, persönliche “Freundschaftsbeziehungen” zu den Tieren dann unmöglich würden, kann ich nur als egoistisch bezeichen.
    Aus allen Beiträgen von Lämmlein wird ersichtlich, dass hier die eigene bevorzugte Tierart in den Fokus gestellt wird, statt hier einen Konsens versuchen, herzustellen. Freilaufverbot für die Münchner Hunde im Englischen Garten? Wegen der Schafe? Wo werden hier die Interessen und Bedürfnisse der Hunde berücksichtigt, die es auch und gerade in einer Großstadt ins Auge zu fassen gilt?

  18. Danke Marcel für Deine Ausführungen. Auch ich finde die Metzgereiwerbungen mit den süßen, lachenden Schweinen schrecklich. Oder radfahrende, strahlende Kühe auf Verpackungen für BIO-fleischwaren. Und wenn ich dann noch erlebe, wie eine Mutter ihr Kind fragt, warum es denn heute keine Gesichterwurst möchte, schwanke ich zwischen Ratlosigkeit und Wut.
    Ein Dankeschön auch an Sabine. Hier in SH kandidierte die Tierschutzpartei auch nicht. Ich kann dazu nur sagen: 1. Das war bekannt. 2. Ich informiere mich grundsätzlich selbst und entscheide dann. 3. Einen Teil der für mich wichtigen Informationen bekomme ich von der Albert-Schweitzer-Stiftung. Die hat vor den Wahlen alles richtig gemacht.
    Zum Schluß noch eines. ausgerechnet die friedlichen Veganer sehen sich immer irgendwelchen verbalen Attacken ausgesetzt. Können nicht wenigstens wir Tierschützer unter uns immer höflich sein?

  19. @ Julia Holzmann,

    letzte Woche hatte ich an anderer Stelle erwähnt, dass man nur Wolle von einheimischen Schafen kaufen soll – nicht diejenige von australischen Schafen, weil ja viele dieser Tiere durch das sog. „Mulesing“ gequält sowie auf wochenlange Schiffstransporte in den Nahen Osten zum Schächten geschickt werden. Man sollte die Schäfer, die ihren Tieren sowas zumuten, nicht finanziell unterstützen.

    Ich habe gestern ein Schafwollbett für den Winter bei einem Biolandschafhalter bestellt, dessen Schafhaltung ich persönlich kenne und weiß, dass es seinen Tieren gut geht. Es wäre schade, wenn er seine Wolle wegwerfen müsste und ich mir ein Kunststoffbett kaufen würde.

    Es gibt auch spezielle Geschäfte und Schäfereien, wo man Wollwaren ausschließlich von einheimischen Schafen bestellen und kaufen kann, z. B. Schäferei Finkhof oder Werdenfelser Schafwollprodukte.

    Was die Abschaffung jeglicher Tierhaltung betrifft, so ist das eine „Schnapsidee“ von gewissen fanatischen Veganern, die weder eigene Tiere haben, noch mit einem Tier befreundet sind.

    Es gibt unter den Veganern aber auch Tierbesitzer, die sicher nichts davon halten, ihre Tiere abzuschaffen. Diese sollten den „Tierhaltungsabschaffungs-Veganern“ mal gründlich ihre Meinung mitteilen!

    Dass alle Tierschützer und Tierfreunde miteinander harmonieren, ist wahrscheinlich eine Utopie, die nie durchführbar sein wird. Drum ist es ja auch in Tierschutzkreisen schwierig, gleichgesinnte Freunde zu finden.

    Was den Englischen Garten betrifft, so werden dort nicht nur die Schafe von den Hunden gejagt, sondern auch die Wildtiere. Früher gab es dort z.B. Rehe, die schon längst von freilaufenden Hunden ausgerottet wurden. Deshalb sind an den Eingängen auch schon seit längerem Schilder angebracht, dass es verboten ist, Hunde frei laufen zu lassen. Jedoch hält sich niemand daran.

    Was würden die Hundebesitzer wohl von der Idee halten, dass gewisse Veganer jegliche Tierhaltung, also auch die Hundehaltung, abschaffen wollen? Und die Katzenhaltung soll man wohl auch noch abschaffen? Was würden die Katzenbesitzer dazu sagen?

    Und nochmal zur Wahl: In Anbetracht dessen, dass die FDP nur für Unternehmer gut ist, muss man sich fragen, warum ausgerechnet in der Weltwirtschaftskrise viele Leute so dumm sind, sie zu wählen, dass sie so einen Stimmenzuwachs erhielt?

  20. Ich finde es wird viel zu wenig getan !!!

Was ist Ihre Meinung?

Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln.

CAPTCHA-Bild