Milchoffensive

Veröffentlicht am 24. Mrz 2009

Milchoffensive. Foto: bilderbox - fotolia.comDie Milchwirtschaft lässt sich zurzeit einiges einfallen, um den Milchkonsum weiter anzukurbeln. Dazu biegt sie sich zum einen Studienergebnisse zurecht und setzt zum anderen auf die Unterstützung der Politik.

Zunächst wird die gesundheitsschädliche Wirkung von gesättigten Fettsäuren, die in Milch reichlich zu finden sind, ins Gegenteil verkehrt. Dazu werden Studien zitiert, die auf einem Symposium für Milchfett veröffentlicht wurden. Wer an ergebnisoffener Forschung interessiert ist, wird auf solchen Selbstvermarktungs-veranstaltungen allerdings selten fündig.

Weiterhin vermeldet die Milchwirtschaft, die Deutschen würden zu wenig Milch trinken. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung nehmen Kinder zu wenig Kalzium, Vitamin A und Folsäure auf. Allerdings kann man seinen Bedarf an diesen Nährstoffen auch mit Nüssen, Karotten, grünem Blattgemüse (Spinat etc.) und vielen anderen pflanzlichen Lebensmitteln decken.

Aus der Politik kommt Schützenhilfe: Staatssekretär Gerd Müller (CSU) fordert, das Schulmilchprogramm auszubauen und jedem Kind 500ml Milch pro Tag anzubieten. Ministerin Aigner fordert die Deutschen auf, mehr Milch zu trinken und möchte 90 Millionen Euro aus dem EU-Konjunkturpaket an Milchbauern ausgezahlt wissen.

Kühe, Steuerzahler, Verbraucher und Umwelt müssen sich also in den nächsten Monaten auf einiges gefasst machen.


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2 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. hallo!
    Trinke seit Jahren keine Milch mehr. Sie ist von ihrer Bestimmung und Information für Vierbeiner und vierbeinige Kälber von der Natur gedacht. In vielen Pflanzen sind alle Bestandteile enthalten. Selber bin ich Vegetarier mit Richtung auf Macrobiotik und Vegan. Meine Meinung ist demnach absolut persönlich und für die meisten nicht nachvollziehbar, dennoch für mich richtig.
    Meine Zielrichtung geht in die reine Information der Radionik. So wie ein Allergiker, der Tierhaarempfindlich ist, nicht nur auf reale Tierhaare reagiert, sondern auf die reine Information eines Bildes von einem haarigen Tier. Radionik in Reinnatur. Mehr dazu auf meiner Web-Site.
    Herzlichst Kurt Wolfram

  2. Milch – Ein unverzichtbares Lebensmittel?
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    Viele Nahrungsmittel basieren auf Milchprodukten wie z.B. Joghurt, Käse, Sahne, Teigwaren, Schokolade, Fertiggerichte, Chips uvm. In den Medien wird Milch vorbehaltlos beworben. Haben wir es hierbei mit einer einseitigen Verbraucherinformation zu tun?
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    Könnten folgende Behauptungen zutreffen?
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    * Pasteurisierte Milch verursache Herzkrankheiten?
    * Milchprodukte seien Hauptverursacher von Osteoporose?
    * Man könne getrost auf Milch als Kalciumquelle verzichten?
    * Kühe würden immer wieder geschwängert um Milch zu geben?
    * Kühe leiden bei einer Milchproduktion von 6000 Litern pro Jahr?
    * Milchproduktion benötige Unmengen an Futtermitteln und Wasser?
    * Tierische Exkremente belasten die Umwelt?
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    Vertrauen Sie nicht vorbehaltlos der Reklame und auch nicht Ihrem tradierten Denken. Üben Sie sich im “bewussten Denken”. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Dinge zu hinterfragen, nicht dem Augenschein zu trauen und nicht beim ersten Urteil zu bleiben.
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    PS: Auch in China wird Milch vorbehaltlos beworben.

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