Jetzt helfen Ferkel

Medien über Vegetarismus – Fleischindustrie in Panik

In dieser Woche berichten gleich drei weit verbreitete Printmedien ausführlich und positiv über den Vegetarismus. Dies und der Dioxinskandal versetzen die Fleischindustrie in Alarmbereitschaft: Sie will Millionenbeträge in die Werbung investieren.

Der Stern macht den Vegetarismus in der heute erschienenen Ausgabe zum Titelthema: »Fleischlos glücklich – warum es heute hip ist, vegetarisch zu essen«. Dieser Frage geht der Stern ausführlich (12 Seiten) und weitestgehend sehr kompetent nach. »Wir wissen doch längst alle, wie es zu Billigfleisch kommt: Schweine, die sich in der Enge gegenseitig die Schwänze abbeißen, Hähnchen, die an etwa 20 ihrer 32 Lebenstage Antibiotika verabreicht bekommen, … schlecht betäubte Schlachttiere, die beim Brühen und Zerteilen noch bei Bewusstsein sind. Wir brauchen keinen neuen Gammelfleisch-Skandal. Unser Fleisch ist ein Skandal«, lautet eine von vielen starken Passagen. Einzelne Schwächen zeigt die Wochenzeitung allerdings bei der Besprechung des Veganismus.

Ebenfalls Patzer beim Veganismus (und eine völlig unnötige Verspottung der frutarischen Ernährung) leistet sich der Spiegel, was aber nur bedingt die Freude trübt, dass er in dieser Woche auf acht Seiten zum Thema »Eine Welt ohne Wurst« schreibt. Eine von vielen kraftvollen Passagen lautet: »…was das deutsche Tierschutzgesetz Zwei- und Vierbeinern zumutet: Ferkeln dürfen kurz nach der Geburt ohne Betäubung die Schwänze kupiert und die Eckzähne abgeschliffen werden. Rindern, Schafen und Ziegen werden, ebenfalls ohne Betäubung, die Hoden herausgerissen, damit ihr Fleisch besser schmeckt. … Wer ein Stück vom Schweinenacken grillt oder in einen knusprigen Hähnchenschenkel beißt, ist zweifellos ein Nutznießer dieser Grausamkeiten. Immer mehr Menschen möchten diese Schuld nicht auf sich laden und lehnen den Verzehr von Fleisch und Fisch ab«.

Und auch die BILD-Zeitung leistet Aufklärungsarbeit, indem sie die Frage beantwortet: »Lebe ich als Vegetarier wirklich gesünder?« Die Antwort finden Sie in der heutigen Ausgabe sowie hier.

Zusammen mit dem Dioxinskandal versetzt dieser Dreifachschlag die Fleischindustrie regelrecht in Panik. Aktuell werden daher Pläne entwickelt, ein sieben- bis achtstelliges Budget zur Verfügung zu stellen, um den Ruf des Schnitzels zu retten. Nachgedacht wird über eine Abgabe pro geschlachtetem Schwein von 20 Cent, über die die millionenschwere Medienkampagne finanziert werden soll.

Unser kostenloser Tipp an die Fleischbranche (die bekanntermaßen unsere Artikel aufmerksam liest) lautet: Investieren Sie lieber in die Weiterentwicklung von pflanzlichen Fleischalternativen. Ein Markt, der in den nächsten Jahren und Jahrzehnten massiv wachsen und zukünftige Umsatzverluste des Geschäfts mit dem toten Tier auffangen wird. Den aktuellen Stand der Entwicklung Ihrer pflanzlichen Konkurrenz finden Sie hier, und mit dem Couponcode »Schweitzer2011« bekommen Sie bis zum Ende des Monats sogar 11% Rabatt auf Ihre Bestellung (gilt auch für EndverbraucherInnen).

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