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Massentierhaltung von Fröschen?

Veröffentlicht am 8. Sep 2009

Seefrosch. Foto: Rictor Norton & David Allen, flickr.comAm Französischen Nationalinstitut für Agrarwissenschaften in Rennes entwickelt laut der Zeitschrift New Scientist der Wissenschaftler André Neveu ein System für die Massentierhaltung von Fröschen. In seinen Versuchen hat sich herausgestellt, dass sich kaum eine Froschart für die Massentierhaltung eignet: Die Todesraten bei Besatzdichten von bis zu 1.000 Fröschen pro Quadratmeter lagen teilweise über 90%. Beim Seefrosch (siehe Foto) erreichte Neveu Überlebensraten von 50% und zeigt sich zufrieden, dass sich so 29kg Froschfleisch pro Quadratmeter erzeugen lassen.

New Scientist hat verschiedene Wissenschaftler zum Thema befragt, und sehr gemischte Reaktionen erhalten. In Asien werden Frösche für den Verzehr in der Wildbahn gefangen. Dies führt dazu, dass mehrere Arten vor dem Aussterben bedroht sind. Daher wird zum einen prinzipiell begrüßt, dass die Massentierhaltung dazu beitragen kann, diverse Arten zu schützen.

Zum anderen wird kritisiert, dass das Futter für die Frösche zu einem Teil aus Fischmehl besteht. Bei der ohnehin schon gefährlichen Überfischung sei jeder Mehrverbrauch von Fisch abzulehnen.

Auf Tierschutzaspekte geht leider keiner der Wissenschaftler ein. Offensichtlich ist für Tierleid in den Berechnungen der meisten Wissenschaftler noch immer kein Platz. Das ist sehr zu bedauern, denn wer als Forscher zur Lösung gewichtiger Probleme beitragen möchte, sollte ein ganzheitlicheres Weltbild haben.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt rät generell davon ab, Frösche zu essen.

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