Käfigeier verschwinden aus Regalen

Veröffentlicht am 4. Apr 2009

Käfigeier verschwinden aus deutschen Regalen. Foto: ralphbijker - flickr.comNeu: Negativliste ganz unten.

Es ist vollbracht! Praktisch alle deutschen Lebensmitteleinzelhändler haben uns gegenüber bestätigt, in Zukunft keine Käfigeier mehr zu verkaufen – auch nicht aus der »Kleingruppenhaltung«. Beinahe wöchentlich haben sich seit Ende 2008 Supermarktketten gemeldet, die bereit waren, einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz zu leisten und Käfigware aus dem Sortiment zu nehmen. Im Namen eines breiten Bündnisses von Tierschutzorganisationen haben wir mit den meisten Einzelhandelsunternehmen Gespräche geführt, und waren positiv überrascht, mit welcher Offenheit man unserem Anliegen begegnet ist.

Wirtschaftlich und politisch zeigt sich jetzt, dass es ein Fehler Horst Seehofers und der Großen Koalition war, das von Rot-Grün beschlossene Ende der Käfighaltung wieder aufzuheben. Bei der Wiedereinführung der Käfighaltung wurde nicht ausreichend bedacht, dass es bereits einen starken Trend weg von Käfigeiern gab. ALDI Nord hatte im Jahr 2003 nach intensiven Gesprächen mit uns und anderen Tierschutzorganisationen beschlossen, Käfigeier auszulisten und Lidl war in den Gebieten von Aldi Nord gefolgt. Auch bei anderen Supermarktketten nahm der Anteil an Käfigeiern nach und nach ab, weil die Verbraucher sich immer besser über die Grausamkeiten der Käfighaltung auskannten. Weitere Ketten wie Plus und Norma folgten mit der Auslistung. Dass die Käfighaltung trotz dieser klaren Signale wieder eingeführt wurde, war wahrscheinlich die Folge davon, dass politische Entscheidungsträger gezielt falsch informiert wurden.

Nun sind durch die Umrüstung der herkömmlichen Käfige auf die »Kleingruppenhaltung« Millionenbeträge in den Sand gesetzt worden, da die neuen Käfige jetzt praktisch überflüssig sind. Politik, Produzenten, Einzelhandel und Tierschützer hätten an einem Strang ziehen und Eier aus Deutschland als Premiumprodukt positionieren können. Dieser Wandel erfolgt jetzt nur mit der teilweisen Unterstützung der ersten zwei Gruppen, was durchaus bedauerlich ist. Wir hoffen, dass in Zukunft mehr Gebrauch von der Möglichkeit gemacht wird, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen.

Hier die lange Liste der Einzelhandelsunternehmen, die beschlossen haben, Käfigeier aus den Regalen zu nehmen. Oft wird die Umstellung wegen der knappen Verfügbarkeit von Eiern aus alternativen Haltungsformen noch bis Ostern 2010 dauern.

  • Aldi Nord und Süd
  • bela C+C
  • coop
  • Edeka
  • famila (außer famila Nordwest / Bünting!)
  • Globus
  • Handelshof
  • Hit
  • Kaiser’s Tengelmann
  • Karstadt Feinkost
  • Kaufhof
  • Kaufland
  • Lidl
  • Markant
  • Netto Marken-Discount
  • Netto Supermarkt (»Discounter mit Biss«)
  • Norma
  • Penny Markt
  • Plus (wird momentan von Netto und Penny Markt übernommen)
  • real,-
  • REWE
  • tegut…

Noch nicht gegen Käfigeier ausgesprochen haben sich uns gegenüber:

  • famila Nordwest
  • Metro Cash & Carry
  • V-Markt

Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Negativliste schnell auflöst. Wir arbeiten dran.

.
Siehe außerdem: Anteil der Käfighaltung bald im einstelligen Prozentbereich?

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44 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Obigen Artikel finde ich gut, ebenso, dass man sich gegen Käfighaltung ausgesprochen hat. Aber nachteilig für Endverbraucher ist der wahrscheinlich teurere Einkaufspreis als bisher.

  2. Ein Ei aus Bodenhaltung ist ca. 3 Cent teurer als ein Ei aus Käfighaltung. Da der durchschnittliche Deutsche pro Jahr etwa 100 Eier im Supermarkt kauft, geht es für den Normalverbraucher um jährliche Mehrkosten von ungefähr 3,- Euro pro Jahr.

  3. Solche Meldungen zeigen doch, dass sich der Einsatz der Aufklärung in dem Bereich gelohnt hat! Wunderbar! :-)

  4. Großes Kompliment an alle Menschen, die für ihre Lebensmittel keine qualvolle Intensiv-Tierhaltung mehr in Kauf nehmen wollen: Das ist Ihr Erfolg!

  5. Ein wunderbarer Erfolg für Mensch und Tier. Auf allen Gebieten gehört die Massentierhaltung abgeschafft.

  6. Ich bin froh und erleichtert, daß endlich unser jahrelanger Kampf um das Aus der Käfigeier von Erfolg gekrönt ist. Jetzt muß noch ein weiterer wichtiger Schritt gemacht werden: Keine Käfigeier in Fertigprodukten (Birkel, Coppenrath & Wiese u.a.)! Hier werden weiterhin Milliarden von Qual-Eiern verarbeitet, was leider nur wenige Menschen bedenken. Ganz sicher ist auch hier: Bio-Produkte

  7. Ich finde es großartig, dass Käfigeier auf dem Rückzug sind.
    Niemand kann wirklich wollen, dass es den Hühnern in Käfighaltung
    derartig schlecht geht.
    Also, mein Apell an alle: Kauft Bio-Eier! Sie schmecken ja auch viel besser…..
    Auch mein Wunsch wäre es, wenn in Fertigprodukten keine Käfigeier verwendet
    würden. Aber das ist sicher noch ein langer Weg. Bleibt nur, diese Produkte zu
    ignorieren und sich auf Bio-Produkte zu konzentrieren.

  8. Ich kann Ingrid Doll nur zustimmen und das noch erweitern: Eier aus Käfighaltung gehören nicht nur aus den Supermärkten verbannt sondern gehören auch nicht als Zutat in verarbeitete Produkte wie Nudeln, Fertiggerichte, Salate u.v.m.
    Solange sich die Hersteller dagegen weigern, wäre eine Kennzeichnungspflicht hilfreich!

  9. Hat jemand an das Schicksal der Hühner gedacht,
    wenn sie nicht mehr genügend eier legen?

  10. Guter Punkt: Für 10-15 Cent pro kg “Althenne” geht es in die Suppe oder ins Tierfutter – unabhängig von der Haltungsform.

  11. Im Sinne des Tierschutzes ist die Beseitigung der Käfighaltung kein solcher Erfolg, um vor Begeisterung außer sich zu geraten, wenn die Tiere
    dafür, daß sie den Menschen eine Menge Leistung erbracht haben, zum Dank umgebracht werden.

  12. Eier aus “artgerechter” Hennenhaltung sind das geringere Übel. Natürlich ist es für das Huhn per se schon einmal besser als in kleinen Volieren zu sitzen. Wirklich artgerecht ist es aber nur, Tiere nicht zu züchten und für den Konsum des Menschen auszubeuten und dann zu schlachten. Mit der Initiative gegen Käfigeier kann man den Leidensweg vorher aber vielleicht zumindest etwas verringern.

    Lieber gar keine Eier kaufen und auf Alternativprodukte wie “No-Egg” oder “Egg-Replacer” umsteigen ist mein Tipp. Und die Italiener z.B. schaffen es ja auch, Nudeln ohne Eier herzustellen. Warum Eiernudeln in Deutschland als besonders gut gelten ist mir ein Rätsel!

  13. Für mich kommt nur Freilandhaltung in Frage, ich habe immer dafür gestimmt. Ein größerer Käfig war mir nie genug. Gerne gebe ich ewas mehr Geld für ein Ei aus.

  14. [...] wurde die Entwicklung dadurch, dass nahezu alle Supermarktketten sich entschieden haben, auf den Verkauf von Käfigeiern zu verzichten. Da es sich nicht lohnt, die [...]

  15. Was sind schon ein paar Cent für ein frei laufendes Huhn. Ich esse keine Tiere und bin gerade dabei ganz auf tierische Produkte zu verzichten.
    Wozu braucht der Mensch ein Ei – oder gar ein Huhn? Das wirkt sich schlecht auf unsere Arterien aus.
    Jeder muss auch bei sich selbst anfangen das Leid anderer zu sehen und es dann versuchen zu vermeiden.

  16. Ich finde es gut, das Käfigeier aus Regalen verschwinden. Es wird ja auch mal Zeit. Und es geht ja auch um die Tiere, also muss man dann auch den Preis leben.

  17. Ich finde, das ist ein wahnsinngig toller erster Erfolg! Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für den Einsatz und das Engagement, das dahinter steckt!
    Auch wenn ich als mich größtenteils vegan ernährender Mensch keine Eier oder Ei-Produkte mehr kaufe, glaube ich, dass eine tierschutzgemäße Entwicklung nur über solche “Steps” zu machen ist.
    Natürlich macht es mir dabei nach wie vor Bauchschmerzen, dass Massen von Küken tagein tagaus für den Ei-Konsum der Menschheit bei vollem Bewusstsein im Schredder zerhäckselt oder vergast werden (Stichwort “Kükensexen”). Aber das ist eben ein ANDERER Step, genauso wie das Schicksal der “ausgereizten” Legehennen – und deshalb sollte man DIESEN ERFOLG so achten, wie er es verdient hat! Ganz großartig!! :)

  18. Viele Jahrzehnte hat es gedauert, bis es zu diesem großen Teilerfolg gekommen ist.
    Bereits Mitte der 70-er Jahre standen wir mit Informationsständen auf den Geschäftsstraßen der
    Großstädte, um auf das Leid der Hühner in ihren engen Drahtkäfigen hinzuweisen.
    Milliarden von Hühnern mußten diese “Haltungsform” ertragen und wurden danach grausam umgebracht. Jetzt zeichnet sich eine Verbesserung ab, die leider an den deutschen Grenzen ihr
    Ende nimmt. Wichtig aber, daß in Deutschland kein Käfigeierankauf mehr im großen Stil von
    Handelsketten betrieben wird und so auch der ignorante Verbraucher kaum noch Käfigeier kaufen kann.
    Beispiel: als wir eine junge Frau, die in einem Supermarkt vor uns eine deutlich als Käfigeier ausgewiesene Packung Eier auf das Band legte, darauf hinwiesen, daß diese Eier aus Qualhaltung stammen würden, sagte sie: “ja, das weiß ich, aber genau diese will ich haben, denn die sind hygienischer und geprüfter als die aus den Nestern. Für die Haltung kann ich ja nichts!”
    Dem ist nichts als Kommentar hinzuzufügen.

    Die Frage, die man sich ständig stellen muß, ist, warum nicht alle Intensivhaltungen verboten werden, denn sie widersprechen alle jedem einzelnen Punkt des Tierschutzgesetzes.

    Und abschließend: jeden morgen um 6.00 h werden in Betrieben Laufbänder angestellt, auf denen sich Hunderttausende von Küken befinden, und Frauen werfen sie sortierend auf andere Bänder, in Eimer oder Säcke oder direkt in den Shredder. Viele der Küken fallen auch neben die Arbeitsplätze
    auf den Boden und sterben dort über Stunden, weil es den Frauen egal ist!

  19. ich glaube auch das es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist! Solch ein Erbebnis wünsche ich mir für all die anderen Tiere die so täglich auf unseren Tellern landen.
    Ich kaufe schon lange Freilandeier und wenn es keine gibt, wie letztes Jahr Ostern, dann gibt es halt keine gefärbten Eier.
    Nun muß nur doch der Druck größer werden das die Industrie für Nudeln usw, auch darauf verzichtet.

  20. Ich finde diesen Schritt auch unglaublich groß für unser beschränktes Bewußtsein, obwohl er doch im Vergleich zu dem Leid was wir Menschen, auch wenn wir uns Tierfreunde nennen, täglich produzieren, unglaublich klein ist, denn alles was wir kaufen, bezahlen wir und was wir bezahlen wird auch gemacht. So, wie es bei den Hennen ist, ist es auch bei den Kühen und allen anderen so genannten Nutztieren: aussortieren, ausbeuten, dann ermorden. Die Tiere sind unsere Sklaven. Wenn alle Tierfreunde keine Tiere essen würden und auch nicht deren Produkte, Alternativen gibt es in Massen, gäbe es viel weniger Gewalt gegen Tiere. Nur bei sich selbst anzufangen, ist anstrengend und so schrecklich unbequem, nicht wahr?!

  21. Klarzustellen ist, dass die Darstellung, der Handel habe Käfigeier ausgelistet so nicht korrekt ist, da etwa 50% der Eier als Flüssigeier in Fertigprodukten landen. Und das sind fast ausschließlich Käfigeier aus aller Herren Länder.
    Also werden weiterhin erhebliche Mengen Käfigeier, dann eben aus dem Ausland, in Form von Fertigprodukten durch den Handel gestützt.
    Bitte beachten: Bei allen Eiern bzw. eihaltigen Produkten, die nicht auf eine andere Haltungsform hinweisen handelt es sich um Eier aus Käfighaltung, egal ob in Deutschland verboten oder nicht.
    Und bitte liebe Tierschützer, es gibt Bioprodukte, die wesentlich tier- und umweltfreundlicher hergestellt wurden!

  22. Ich muss Herrn Höhne recht geben – der Einsatz von Käfigeiern in verarbeiteten Lebensmitteln ist immens. Der deutsche Tierschutzbund hat eine Liste veröffentlicht, die Firmen nach den Einsatz ihrer Eier aufschlüsselt.
    Quelle: http://www.tierschutzbund.de/02970.html

    Positiv zu nennen sind hierbei z.B. Dr. Oetker, die Eier aus Bodenhaltung einsetzen. Auf der Negativliste stehen z.B. Bahlsen, Brandt Zwieback oder Coppenrath u. Wiese.

    Ich würde mir eine Aktualisierung dieser Liste wünschen. Im Anschreiben an die Unternehmen könnte man nochmals auf die Meinung der Konsumenten hinweisen, die sich im privaten Einkauf immer mehr gegen Käfigeier entscheiden.

  23. [...] freuen uns, dass wie erhofft und prognostiziert nach dem Käfigei-Ausstieg der Supermärkte so schnell die ersten Großverbraucher Signale für ihre Branchen setzen. Dank der ersten [...]

  24. [...] noch nicht ganz so weit. Man sollte den hiesigen Supermarktketten aber zugute halten, dass der Ausstieg aus dem Verkauf von Schalen-Käfigeiern momentan im vollen Gange ist, und eine kurzfristige Umstellung bei versteckten Eiern schlichtweg [...]

  25. [...] stellte noch einmal klar, dass das Thema Käfighaltung (inkl. Kleingruppe) für den Einzelhandel erledigt sei. Herrn Dr. Lang und uns sind mit famila / Bünting und V-Markt nur zwei sehr kleine Ketten [...]

  26. Der bisherige Umfang des Protests gegen Legekäfige und “Kleinvolieren” ist bei weitem nicht ausreichend. Die deutsche Legislative lacht sich doch darüber im Stillen nur ins Fäustchen.

    Wo bleiben gut organisierte Großdemonstrationen, für die sich bestimmt auch TV-Anstalten im In- und Ausland interessieren würden?

  27. Käfigeier verschwinden aus den Regalen? Nein, das tun sie leider nicht. In jedem Keks, Kuchen, in Teigmischungen, vielen Nudelprodukten und und und sind Eier aus Käfighaltung der Standard, nur ohne Deklaration.
    Und wer sich “Bodenhaltung” mal angesehen hat (z. B. auf http://veg-tv.info/Hauptseite), weiß, dass es keinen Grund zu feiern gibt, selbst wenn die Käfighaltung ganz durch Bodenhaltung ersetzt würde.
    Freilandhaltung ist m.E. der einzige Weg, wenn man auf Eier nicht verzichten will.

  28. Ich glaube auch, dass die die ursprüngliche Freilandhaltung wie sie für den Eigenbedarf immer noch praktiziert wird – soll heißen die Hühner haben einen frei zugänglichen Stall/Hühnerhaus mit Stangen und Nestern, wo sie auch gefüttert werden und ihre Eier ablegen, und laufen sonst die meiste Zeit draußen rund ums Haus herum – nicht so schlecht ist, auch für die Hühner nicht. Ich glaube sogar dass die zwei Eier pro Person und Woche, die man höchstens essen sollte, auch mit dieser Haltung abgedeckt werden könnten.
    Nur wie kriegt man die Leute dazu auf die heißgeliebten Biskuitkuchen, Kekse, Torten, etc… zu verzichten? Selbst Ärzte schlagen ja schon lange Alarm wegen dieser konsequenten Fehlernährung. Wenn die Menschen schon auf ihr eigenes Wohlergehen keine Rücksicht nehmen, wie soll man sie da dazu kriegen auf das Wohl der Legehennen zu achten?

  29. Obwohl man von Nicht-Bioprodukten, bei denen “Eier”, “Vollei”, “Eiweiß” etc. in den Zutaten gelistet sind tunlichst die Finger lassen sollte, weil sich dahinter “KZ-Eier” verbergen, bin ich sehr froh darüber, dass diese schlimmen Zehnerpacks an Eiern aus Legebatterien teilweise ganz aus den Supermärkten verschwunden sind, das sind immerhin deutschlandweit täglich Millionen von NICHT MEHR VERFÜGBAREN “KZ-Eiern”.

  30. Die meisten Menschen meinen wahrscheinlich wirklich, dass es keine Käfighaltung mehr gibt, weil entsprechende Eier nicht mehr zu kaufen sind – Hauptsache, politsich korrekt, blöd macht ja nichts.
    Ich bin für Käfigeier, weil Hartz IV-Empfänger auch Eier essen wollen und sie die einzigen Eier sind, bei denen man hinsichtlich der angegebenen Erzeugungsform nicht beschissen wird.

  31. Ja … was lese ich denn da? Es gibt hier jemand, der Käfigeier befürwortet!!!

    Nein, ich finde, niemand hat das Recht Käfigeier zu kaufen!

    Hartz IV-Empfänger sollen auf Eier verzichten, wenn Sie sich keine Freilandeier leisten können!

  32. Das Hartz IV-Argument greift m.E. ohnehin nicht: 10 Freilandeier sind im Schnitt ca. 50 Cent teurer als 10 Käfigeier. Der durchschnittliche Konsument kauft ca. 100 Eier im Jahr. Das ergibt eine Preisdifferenz von 5 Euro pro Jahr. Auch mit Hartz IV kann man sich das leisten, wenn man will.

    Und nein: Die Käfige sind nicht automatisch weg, wenn es keine Käfigeier mehr im Supermarkt gibt, aber ist gibt einen starken Zusammenhang: Wenn der Lebensmitteleinzelhandel keine Käfigeier mehr kauft, wird die Produktion dieser Eier massiv abgebaut.

  33. ach wie putzig das kleine Entlein und in der Ecke ist… was für eine Meinungsbeeinflussung!
    Ich befürworte auch die Käfighaltung. Es ist die ökonomischste Art Eier zu produzieren. Nicht nur wegen des Preises, aber auch weil Sauberkeit und die geringere Ansteckung mit Krankheiten von außerhalb eine wichtige Rolle spielen.
    Und immer wieder diese Doppelmoral: Solange sie Eier legen, sollen sie lieb und nett behandelt werden; aber dass sie getötet werden müssen, damit sie als ChickenMcNugget auf unseren Tellern landen, ist dann egal…

  34. Hallo Anni,

    das in der Ecke ist ein Hühner-Küken, keine Ente. Ja, wir wollen Menschen dazu bewegen, sich weniger tierfeindlich zu ernähren. Dafür Küken-Fotos zu verwenden, finde ich legitim. Nicht legitim ist es dagegen m.E., wenn Verpackungen landwirtschaftliche Idylle vorgaukeln, während die Produkte in Wahrheit aus der industriellen Massentierhaltung stammen.

    Sauberkeit und Ansteckung: Da sind die neuen Bodenhaltungs-Systeme mit den Käfigen gleichauf. Dafür ist die Bodenhaltung nicht so tierquälerisch (allerdings auch nicht artgerecht).

    Doppelmoral: Wir sind gegen das Töten. Ich sehe da keine Doppelmoral.
    Aus Legehennen werden übrigens keine McNuggets. Eher Suppenhühner oder Tierfutter. Aber auch das befürworten wir nicht.

  35. Hi,

    eier aus käfighaltung gehen garnicht. und der mensch muß auch nicht jeden tag ein ei oder mehr essen. oft ißt er sowieso schon produkte, wo eier enthalten sind und er weiß es überhaupt nicht, weil er darauf nicht achtet.
    ich bin der meinung, dass jedes tier grundsetzlich anspruch hat respektvoll zu leben und auch zu sterben. wer kennt nicht die bilder von den schreddermaschinen mit denen z.B. puten getötet werden. das dann zu essen mehr als grausam sich ihren tod vorzustellen.
    wenn einfach mehr menschen mal darüber nachdenken würden, was sie eigentlich essen, wie oft sie manche sachen essen, wie dieses fleisch entsteht, das sie essen, könnten wir vielleicht wegkommen von dieser grausamen massentierhaltung.
    wenn schon fleisch, dann bitte wenigstens bio und bewußt damit umgehen. wenn auch das nicht wirklich toll ist.
    wer tiere liebt, sollte über kurz oder lang vegetarier bzw. veganer werden.
    wer würde schon seinen eigenen hund oder seine katze essen? aber was ist der unterschied zwischen einem hund, einer katze, einem pferd, einem schwein, einem rind, einer pute usw.? alles sind tiere, die leben wollen oder?
    wir regen uns über länder auf, wo hunde gegessen werden, aber selbst schieben wir uns das kalbsschnitzel rein. na vielen dank auch.
    ich weiß warum ich kein fleisch mehr esse.
    es wäre schön, wenn jeder, der fleisch ißt sich mal gedanken machen würde, wie diese tiere wohl leben, wenn der kg-preis bei nicht mal 5,00 euro liegt.

    lg tina

  36. @Anni Söder:

    Ja, was lese ich denn da schon wieder … noch eine Befürworterin der Käfighühner!

    Mehr Sauberkeit dort als in der Freilandhaltung?

    Dass ich nicht lache … In der aktuellen Broschüre der „Animals Angels“ z.B. wird Näheres über die Hühnerkäfige berichtet, welche diese selber gesehen haben: Total verdreckt und ein bestialischer Gestank nach Ammoniak und verdorbenem Futter in den Hühnerhallen!

    “Guten Appetit” für Sie!

  37. Im Hertener Kaufland werden Eier aus Käfighaltung leider weiterhin wöchentlich zum Verkauf angeboten. Schade eigentlich…

  38. Werden Produkte der ÖLZ-Bäckereien eigentlich auch in Deutschland verkauft? Die bieten nämlich tatsächlich seit kurzem fertige Bäckereien mit Eiern aus Bodenhaltung an. Ist zwar nur ein Mini-Fortschritt, aber einer in die richtige Richtung!

  39. beim rewe bei mir um die ecke werden fast nur käfitg oder bodeneier verkauft. bioeier findet man gar nicht. dafür muss man zum nahegelegenem lidl der nur freilauf oder bioeier verkauft. ist schon seltsam.. naja ^^

  40. noch was ^^ i
    ch persönlich finde es unverantwortlich käfigeier zu kaufen. hat man sich einmal die bilder dieser armen wesen angesehen, weiss man doch das solch ein ei gar nicht gesund sein kann und der normal menschenverstand sagt – sowas darf nicht unterstützt werden.
    ich fände es zu schön endlich käfig / bodenhaltung usw aus allen regalen schwinden zu sehen. ebenso hoffe ich das sämtliche hersteller bei nudeln, salate, süßkram usw auf diese bösen eier verzichten. die hoffnung stirbt zuletzt.
    nicht weggucken sondern handeln.

  41. wie recht du hast! Ich wusste übrigens nicht, dass es in Deutschland im Handel noch so schlimm ist!! Keine Wahl zu haben und extra den Laden wechseln zu müssen, nur um nicht zum Ausbeuter zu werden, das kanns ja nun wirklich nicht sein. Fast lustig ist aber, dass Billa und Merkur in Österreich, die ja auch zum REWE-Konzern gehören, sogar Werbung mit Bio-Lebensmitteln (auch Freilauf-Eiern!) machen und ein gut sortiertes Sortiment an Ja!Natürlich Produkten anbieten.

  42. Hallo Team

    leider muss ich euch mitteilen dass ich letzte Woche im Kaufland, 67655 Kaiserslautern, D wieder viele Käfig-Eier gesehen habe.
    Preisunterschied – bei 10 Eiern – zu “Bodenhaltung: gerade mal 20 Cent!!!!! d.h. 2 Cent pro Ei!!!
    Pfui
    werde dieses Geschäft nur zur Kontrolle betreten und habe eine Nachricht an Kaufland geschickt.

    traurige Grüße

  43. Hallo Herr Doerr,

    die Umstellung ist bei mehreren Ketten noch nicht abgeschlossen. Es gibt – und das ist keine Ausrede – nicht genug Eier aus alternativen Haltungsformen, um das Thema “Käfigeier” innerhalb weniger Monate zu beenden. Zumindest, wie das im Einzelhandel der Fall ist, wenn man nicht komplett die Lieferanten wechseln will.

    Im Januar 2010 dürfte das Thema größtenteils erledigt sein.

  44. Bei Netto lagen heute Käfigeier aus NL in den Regalen. EU ziet ja erst 2012 nach . Als Augen auf.

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