Jäger um ein Argument ärmer
Jäger behaupten gerne, das Erschießen von Tieren sei notwendig, um Schäden an landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verhindern. Da vor allem Wildschweine jedes Jahr Verursacher erheblicher Verluste sind, wird dieses Argument gerne benutzt, um die Jagd auf sie zu rechtfertigen. Diese Behauptung ist überholt, denn es gibt tierfreundliche Alternativen zur Abwehr von Schwarzwild.
Schon seit mehreren Jahren ist das Mittel »Repelan« auf dem Markt, ein völlig ungiftiges, biologisch abbaubares Produkt. Es handelt sich um Pellets auf Weizen- und Maisbasis, denen natürliche Aromastoffe beigemischt werden, die einen sauren Nachgeschmack hinterlassen. Die Pellets werden z.B. am Rand eines Feldes ausgelegt. Bei Wildschweinen führen sie zu einer kurzzeitigen Desorientierung in der Rangordnung. Da geregelte Sozialstrukturen für die Wildschweine sehr wichtig sind und sie intelligent genug sind, um zu verstehen, dass diese Störung erst aufgetreten ist, seitdem sie die behandelte Fläche betreten haben, werden sie diese für einen längeren Zeitraum meiden.
Es gibt auch noch andere sanfte Möglichkeiten, die dafür sorgen, dass wilde Tiere von bestimmten Orten fernbleiben: so sind das Verteilen von Menschenhaar oder das Ausbringen von menschlichem Urin wirksame Mittel, da der Geruch die Tiere abschreckt.
Wieder einmal konnte gezeigt werden, dass es gegen Wildschäden auch andere Mittel gibt als das phantasielose »Lösung« des Abschießens von Tieren.
Anmerkung: Dies ist die überarbeitete Version eines Artikels von Januar 2009.






