Hubertustag
Zum heutigen Hubertustag feiern sich die Jäger für ihren angeblichen Beitrag zum Naturschutz. Dabei werden sie unverständlicherweise von den Kirchen unterstützt, denn der heilige Hubertus hatte der Jagd zu seinen Lebzeiten abgeschworen, um sich für den Schutz der Tiere einzusetzen. Es gibt also keinen Grund dafür, den armen Hubertus zum Schutzpatron der Jäger zu erklären.
Besonders skurril und respektlos erscheint uns die Äußerung von Pfarrer Willi Scheitz von der katholischen Gemeinde Leuchheim, nach der »die Jäger die Tiere mehr mit den Augen als mit Schrot [treffen]«. Jagdgegner beehrte der Pfarrer zusätzlich noch mit Fürbitten. An dieser Stelle kommt die Frage auf, ob der Pfarrer die Fürbitten nicht nötiger hätte als Kritiker der Jagd.
Deutlich wichtiger als die Frage zu klären, wer hier für wen beten sollte, erscheint es uns, Aufklärungsarbeit zu leisten. Besonders aufschlussreich finden wir das folgende Video.











Die Jagd ist für viele ein Freizeitvergnügen und sie betrachten es als besonderes Privileg, zu einer „Elite” zu gehören.
Die Freude am Töten der grünen Gewalttäter.
Rehe und Hirsche z.b. sind normalerweise Tagesaktive Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wiesen sieht. Erst durch den Jagddruck werden sie in die Wälder hineingetrieben, um sich zu verstecken und wo sie nichts zu essen finden. So entstehen Schäden an den Kulturen, weil sie vom Hunger geplagt sind.
Die Jäger nehmen also den friedlichen Tieren den Lebensraum und beschuldigen sie gleichzeitig, dass sie Schäden anrichten.
Man könnte ja auch die Jäger jagen, welche sich dann in unwegsame Gebiete verstecken und dort genaugleich Schäden anrichten, um zu überleben. Dies wäre dann Grund genug, wenn man der Jägerlogik folgt, sie militärisch zu dezimieren.
Moderner Erkenntnisstand in Ökologie und Wildbiologie zeigt auf, dass sich die Bestandesdichte von Wildtieren aufgrund von Nahrungsangebot, Terrirorialität sowie sozialen und physiologischen Faktoren ohne menschliches Zutun regelt. Der Jagddruck hingegen erhöht die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man sehr gut bei den Wildschweinen beobachten kann.
Jäger bezeichnen sich gerne als diejenigen, die die Verantwortung für Tier und Natur übernehmen. Doch ihre Praktiken stehen dazu im krassen Widerspruch; z.b. die tierquälerische Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren oder wenn das Tier als Zielscheibe herhalten muss.
Die heutige Jagd zerstört das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere, ökologische Gleichgewicht, ihre natürlichen Verhaltensweisen, Familienstrukturen und Sozialverbände, Benutzung von Bauen und Verstecken, wechsel von Tag– zur Nachtaktivität, verstärkte Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete, unnatürliche Tierkonzentrationen usw.
Bezeichender Weise sind es auch die Jäger, die sich an forderster Front gegen Nationalparks, Ruhezonen usw. einsetzen, um Tieren geschützten Lebensraum zur Verfügung zu stellen.
Neurologe, mehrfach ausgezeichneter Psychoanalytiker, Schriftsteller, Ehrendoktor der Universität Klagenfurt – und passionierter Jäger Paul Parin
in seinem Buch “Die Leidenschaft des Jägers:
“Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird. “Licence” hat eine radikalere Bedeutung als der deutsche Ausdruck Freibrief: Verbote gelten nicht mehr. Wenn man über Jagd schreibt, muss man über geschlechtliche Lust schreiben und über Grausamkeit und Verbrechen… Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten.
Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt… Und weil es sich um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt – um ein Fieber eben – geht es in diesem Buch um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.”
Prinzipiell ist ein Unterschied zwischen Berufsjägern und Freizeitjägern zu machen.
Über letztere Gruppe braucht man nicht mehr zu diskutieren, da sie sehr eindrucksvoll von der “Dame” am Anfang des Films dargestellt wird: Machtgier und die Lust am Töten! Selbstdarstellung in Vollendung.
Erstere Gruppe hat nicht nur die Pflege und den Abschuß zu regulieren, sondern auch den Wald als solches, mit allem Drum und Dran zu hegen, wobei das Schießen den geringsten Teil des Berufes bildet.
Ich glaube nicht, daß es ein Berufsjäger gerne sieht, mit einem Freizeitjäger über einen Kamm geschoren zu werden! Und das kann ich sehr gut nachvolziehen!!!
Ich erinnere mich noch, wie mühseelig alle Diskussionen noch Anfang/Mitte der 90iger waren… Dieses Video spircht eine klare Sprache und ist für alle zugänglich.
Die hagere, adrett geschminkte Dame zu Beginn des Videos müsste man man als Werbespot zu besten Sendezeiten buchen…
Ohne Frage, die Jagd gehört abgeschafft, die Jäger bestraft (die Waffen beschlagnahmt), die Straßen sind durch Schutzzäune/-brücken zu sichern und der Wald muss den Tieren und der Allgemeinheit als friedlicher Erholungs- oder Lebensraum zurück gegeben werden.
..der alte Hubertus und das kirchliche Kasperle-Theater.
Was ist eigentlich eine „Hubertusmesse“? …fragt sich der „Stadtmensch“ verwundert.
Nun, hier ist die Antwort:
Eine Hubertusmesse ist ein schlechtes kirchliches Theaterstück, in dem sich die Jäger des Landes, die selbsternannten Heger und Pfleger also, ihren Segen abholen. Nur das dieses Theaterstück von den Jägern in allen Summen der Erkenntnis umgeschrieben wurde und sogar die Kirche darauf hereinfällt.
Ein immer wieder, von vielen verwirrten Naturschändern gut besuchtes Kasperle-Theater, in dem unterschiedlichste Charaktere mitsamt ihrer Waffen gesegnet werden.
Die Kirche führt hier Regie, mit Weihrauch und Orgelmusik. Unter Zuhilfenahme des üblichen Brimboriums werden unter anderem auch im Vorfeld ermordete Tiere gesegnet.
Dabei wird die Legende um Hubertus leider völlig falsch interpretiert.
Somit stellt die, durch Kirchenvertreter immer wieder gern unternommene Segnung der Jäger, ihrer Waffen und der zum Spaß ermordeten Tiere nicht nur einen Widerspruch in sich dar, sondern scheint auch eine von wenigen Möglichkeiten zu sein, das jeweilige Gotteshaus noch einmal in das Licht der Öffentlichkeit zu stellen.
Würde dieser Tag als Ehrentag des „ersten Jagdgegners“ gefeiert, hätte man ein besseres Logo auf der göttlichen Fahne, denn allein in Deutschland stehen fast 80 % der Menschen der Jagd sehr ablehnend gegenüber. Und mit diesen 80% bekommt man eine Kirche wirklich voll. Die Jäger, aber auch die Kirche sollten den heiligen Hubertus einmal richtig verstehen, sich zum Vorbild nehmen und unsere Restnatur nicht weiter vergewaltigen bzw. dieses Unrecht noch „absegnen“.
Hier helfen keine Profilierungsversuche. Hier helfen nur Erkenntnisse und eine Anpassung an den „Mehrheitsbeschluss“ der öffentlichen Meinung, dass die Jagd nicht nötig ist.
Durch das alberne öffentliche Pfaffenspiel auf kirchlicher Bühne wird es nicht anders.
Rudi Pohlenz NATUR OHNE JAGD e.V.
Was sind Berufsjäger? Ist das nicht eine veraltete Berufsbezeichnung? Was sind Freizeitjäger? Ist damit die große Gruppe derer gemeint, die einen Jagdschein erworben haben?
Wieviele Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland? Und zu welcher Kategorie gehören sie? Es gibt heute Revierjäger, deren Aufgaben und Ziele nicht viel anders sind, als die der anderen Jagdscheininhaber. Und es gibt Forstwirte, die zwar eine andere Ausrichtung haben als Jäger, die aber ebenso den Wald zum menschlichen Nutzen bewirtschaften (müssen).Wenn sich etwas ändern soll, dann heißt das, dass die Gegner der Jagd (wie sie heute praktiziert wird) sich so gut über die heute praktizierte Jagd informieren müssen, wie die Jäger selbst, sonst gelingt es nicht diese gewachsene Macht zu aufzubrechen. Das ist noch viel Arbeit!
„Jagd ist Bewahren des Schöpfungsgutes“
… Pfarrer stellte fest: „Die Jäger treffen die Tiere mehr mit ihren Augen als mit Schrot“. Er sagte auch, die Jagd sei kein Verstoß gegen das fünfte Gebot, vielmehr eine Handlung im „Bewahren des wichtigsten Schöpfungsgutes, der Natur“. …
Die “Schwäbischen-Post” hat den Link zu ihrer Veröffentlichung über diesen Dorfpfarrer Willi Scheitz gesperrt, d.h. nur als Abonnent dieser “Dorf”-Zeitung darf man weiterlesen….
Wenn eine Zeitung einen solch hirnverbohrten Schwachfug eines Dorfpfarrers veröffentlicht und keine weiteren journalistische Recherchen für notwendig erachtet ist diese Zeitung keinen Cent Wert. Gute Pressearbeit sieht anderes vor, aber dieser Artikel ist auch NUR in diesem Dorfblatt erschienen – andere Zeitungen haben von diesem Mist mit keinem Wort erwähnt. Jedem Abonnent sollte dies genügend Zündstoff einer Kündigung sein.
Zum Thema Jagd, kann ich mich dem Beitrag von: Rudi Polenz – NATUR OHNE JAGD, unisono anschliessen.
Es ist schon schlimm, welch üble Fehler der liebe Gott bei seiner Schöpfung gemacht hat und neben bösartigem, konkurrierendem Raubzeug, wie Füchsen, streunenden Hunden, und Katzen, Grünzeug äsendem Rehwild, gar auch wühlende Wildschweine und andere störende Tiere schuf.
All dieses Versagen muß die “Dornen-Krone der Schöpfung im grünen Metzgergewand”, nun mühsam mit Fallen, Schießeisen und vielen Tonnen Blei und Eisen ausbügeln !?
Oder ist es nur die pure Lust am Töten, ein Überbleibsel unbewältigter, Neandertal-Mentalität ? Mit im Jagdfieber zitternder Hand, werden so Tiere umgemäht, krüppelig geschossen – sterben qualvoll mit zerfetzten Läufen und durchlöchertem Torso oft erst nach Tagen, Wochen oder Monaten.
“Gewehr in der Hand, Hund an der Seite, dies verleiht dem Waidmann das Gefühl der Macht über Leben und Tod. Jäger haben im Gegensatz zu nicht jagenden Menschen ein großes Machtstreben, sie sind aggressiver und sadistischer. In Ermangelung anderer Bestätigungen findet der Jäger im Jagen persönlichen Stolz, Erfüllung und Selbstbestätigung” – so nachzulesen in der Dokumentation “Die Sache mit dem Waidwerk” von Horst Hagen.
Der seinen Killerinstinkt mittlerweile beherrschende Normalbürger, steht absolut verständnislos vor dieser, mit viel Brimbrium verbrämten Lust und Freude am Töten.-
Die Empörung wächst. Immer mehr Bürger sind aufgeklärt, wissen um das anachronistische , lebensverachtende Tun der Grünröcke – und deshalb protestieren auch immer mehr Menschen, gegen dieses unsinnige groteske Abmurksen von Tieren in Wald und Flur!
Ulrich Dittmann – Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.
Die Jagt ist kein Freizeitvergnügen, sondern bestialische hinschlachten von wehrlosen Kreaturen. Die Jagt steht im Widersinn und die Kirchen unterstützen dieses treiben. Die Geschichte sollte unser Lehrmeister sein, sie zeigt was im Namen der Kirche bereits seit Jahrhunderten angerichte wurde und immer noch wird. Jesus hat beim Abendmahl Brot und Wein verteilt und kein Fleisch. Kommt endlich zur Besinnung und hört auf euch zu an der Kreatur versündigen
Rund fünf Millionen Wildtiere werden jedes Jahr durch Jäger erlegt. Neben Wildschweinen oder Rehen werden beispielsweise auch Enten, Wildgänse oder Kormorane geschossen. Die Jäger argumentieren, sie müssten die Tierbestände regulieren und den Wald schützen. Neue wissenschaftliche Studien zeigen aber eindeutig: Jagd löst keine ökologischen Probleme sondern schafft sie erst…
Für fast 300.000 passionierte Jäger in Deutschland noch immer eine wunderbare Möglichkeit, die schöne Naturerfahrung mit dem Nützlichen zu verbinden. Dass das Töten von Tieren auch Spaß macht, solch eine Aussage wird man von einem Jäger nicht bekommen. Allerdings: so ganz von der Hand zu weisen ist dieser Thrill für die Jäger offenbar doch nicht: Eine Waidfrau aus der Gesellschaft gibt zu: „Ich finde es für mich sehr schön, dass ich mit einer geladenen Waffe auf einem Hochsitz sitzen kann und es in meinem Ermessen liegt, ob ich schieße oder nicht.“ Ihre Antwort auf die Nachfrage, welche Gefühle da bei ihr aufkommen: „Ah! Machtgefühle, irgendwie.“
Offiziell sprechen die Jäger aber lieber von der Regelung des Bestandes. So auch Bundestagsmitglied Jochen Borchert, Präsident des größten deutschen Jagdverbands. Unter Helmut Kohl war er sogar Landwirtschaftsminister. Also wirklich vom Fach, sollte man meinen. Die Vorstellung, man könnte die Jagd einschränken oder gar ganz auf sie verzichten, ist für ihn eine romantische Illusion: „Wir leben in einer Kulturlandschaft die intensiv genutzt wird und in der viele Raubtiere verschwunden sind. Wenn hier der Jäger nicht regulierend eingreifen würde, dann würden sich bestimmte Wildarten, die mit der Kulturlandschaft, mit der Besiedelung durch die Menschen besser fertig werden, außerordentlich stark vermehren und andere Wildarten würden Opfer dieser Arten und würden am Ende ganz verschwinden. Und ich denke, insofern leistet die Jagd eine wichtige Aufgabe beim Erhalt der Artenvielfalt und bei der Begrenzung und Regulierung der Wildbestände.“
Auf den ersten Blick leuchtet das vollkommen ein: Wölfe im Wald, die den Wildbestand regulieren – das wollen doch nur Naturromantiker. Die Mehrheit der Menschen hat – seit den Märchen der Kindheitstage – Angst vor dem bösen Wolf. Da sind Leute mit Flinten und grünen Mützen im Wald doch angenehmer. Kann daran etwas falsch sein?
Ja, alles! Sagt der Zoologe Professor Josef Reichholf, der an der TU München 30 Jahre lang Naturschutz lehrte und zahlreiche Preise für seine Publikationen erhielt. Der Jäger als Ersatz für fehlende Raubtiere? Für ihn ein Märchen: „Das ist eine falsche Vorstellung. Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren schaltet der Jäger systematisch aus. Und die Raubtiere hat er auch ausgeschaltet. Die Winterfütterung und die Wildpflege soll ja auch bewirken, dass der Bestand besonders hoch wird. Und das haben die Jäger ja auch erreicht.“
Eigentlich verboten: die Winterfütterung von Rotwild ist laut Jagdrecht eigentlich gar nicht erlaubt – dennoch;
Tatsächlich ist es aber eher die Regel als die Ausnahme. Winterfütterung lässt die Zahl der Tiere steigen. Besonders gerne päppeln die Jäger Hirsche – also das Rotwild, wegen der beeindruckenden Trophäen. Seltsam, denn gleichzeitig erklären die Jäger, dass sie mit der Jagd den Bestand des Rotwildes klein halten müssen, um den Wald zu schonen.
So auch der Präsident des größten deutschen Jagdverbandes, Jochen Borchert: „Natürlich gibt es Schäden durch das Rotwild. Das kommt, weil das Wild in Revieren, in denen viele Besucher im Wald unterwegs sind, kaum noch aus der Dickung hervorkommt um auf den Wiesen zu grasen – um es mal nicht fachmännisch auszudrücken. Und dann bleibt dem Wild gar nichts anderes übrig, als die Bäume zu verbeißen.“
Auch hier widerspricht der Zoologe Reichholf. Die Jäger lösen nicht das Problem, sie verursachen es: „Das Rotwild wird bei uns durch die typische Form der Hege in die Wälder gelockt und gedrückt. Gedrückt, weil es scheu gemacht worden ist durch die lange Bejagung. Gelockt durch die Fütterungen gerade auch mit den Wintergattern. Dadurch wird ein Bestand aufgepäppelt, künstlich hochgehalten auf einem Niveau das die Wälder natürlich schädigt. Wir haben derzeit die dreifache Menge des Wildes in unseren Wäldern wie das vor der Zeit der gezielten Hege der Fall war.“
So sind Jäger auch mitverantwortlich für die hohe Zahl der Wildunfälle in Deutschland. Obwohl die Waidleute natürlich sagen, dass sie ihren Job machen um genau dieses Problem so klein wie möglich zu halten. Augenwischerei. Fast schon Zynismus. Auf jeden Fall: Jägerlatein.
Hintergründe – Wirtschaftliche Interessen;
Der Wald ist die Schießbude der Jäger. Dort haben sie das Wild optimal für sich aufgestellt. Für Schießspaß und für einen anständigen Ertrag. Schließlich kostet die Pacht ja auch einen Batzen, da muss der Jäger schon irgendwie auf seine Kosten kommen. Mit Spaß, Wildbret und Trophäen.
Jochen Borchert weist dies weit von sich: „Also der Vorwurf, dass Jäger zu viel jagen und zu viel Wild erlegen, trifft ganz sicher nicht zu. Dazu wird Jagd heute von allen Jägern nachhaltig ausgeübt, das heißt, es wird immer nur so viel Wild abgeschossen, wie wieder nachwächst, ohne dass der Bestand gefährdet wird.“
Natürlich muss das alles wieder nachwachsen. Sonst hätten die Jäger ja im nächsten Jahr kaum Spaß an ihrem Hobby. Darin besteht ja die Kunst der „Hege und Pflege“: Das Wild so zu halten, dass sich das teuere Revier lohnt, sagt auch Prof. Reichholf: „Bei den hohen Wildpachtzinsen haben die Jäger ein Interesse, einen hohen Wildbestand zu haben und diesen auch so hoch wie möglich zu halten. Also gibt es einen Zweikampf zwischen denen, die die Wildschäden beklagen und den Jägern, die einen Wildbestand haben möchten, auf hohem Niveau. Und zwar seit Jahrzehnten anhaltend auf hohem Niveau.“
Und das wird LEIDER wahrscheinlich vorerst auch so bleiben, denn die deutschen Jäger haben eine starke Lobby. Und nutzen die Wälder als Wildzuchtanlage für ihren privilegierten Freizeitspaß.
http://anonym.to/?http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/did=4745794/r92hvw/index.ht
In vielen Kirchengemeinden ist die Hubertusmesse der Hit, gleich nach Weihnachten. Das folkloristische Ambiente scheint Besucher und Geistliche blind zu machen für das blutige Treiben, das hinter dieser archaischen Tradition steckt.
Wie wäre es, wenn in einem “Gotteshaus” statt der wohlklingenden Jagdhörner die gesamte grausame Akustik einer Jagd – die Schreie eines angeschossenen Tieres, das Keuchen eines flüchtenden Tieres, die Schüsse der Jäger, etc. – eingespielt würde?
Hat es sich bei Geistlichen und Kirchenmitgliedern noch immer nicht herumgesprochen, was in der Hubertuslegende wirklich geschah?
Hubertus wurde in der Tat bekehrt. Bekehrt von seiner Jagdleidenschaft.
Bärbel 8.November 2009
Die Kirche ist seit Jahrhunderten gegen die Tiere – und dies, obwohl Jesus und die ersten Christen Vegetarier waren. Dies wusste übrigens auch noch Kirchenvater Hieronymus, welcher bekanntlich die Bibel zusammenstellte: »Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt… Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.« (Adversus Jovianianum I, 30)
Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Erich Grässer, Ordinarius für Neues Testament an der Universiät Bonn: »Was ist mit Kirche und Tierschutz? Ich muss an dieser Stelle deutlich werden: Wenn einst die Geschichte unserer Kirche geschrieben wird, dann wird das Thema »Kirche und Tierschutz« im 20. Jahrhundert dann ein ebenso schwarzes Kapitel darstellen wie das Thema »Kirche und Hexenverbrennung« im Mittelalter.«
Papst Johannes Paul II in einer Rede vor Biologen 1985: »Es ist gewiss, dass Tiere zum Nutzen des Menschen geschaffen wurden; das heißt, dass sie auch für Experimente benutzt werden können.«
Die evangelische Theologin Christa Blanke, zum Thema Hubertusmessen (in: DER SPIEGEL 44/2001):
»Die Geschichte einer Umkehr wird von beiden Konfessionen verfälscht und missbraucht«, beklagt Christa Blanke, langjährige Pfarrerin in Glauberg bei Offenbach. Hubertus sei eher zum Patron des Wildes als der Jäger berufen. Obwohl tief als Protestantin verwurzelt, ist die 53jährige Theologin – ein bisher einmaliger Fall – im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten: »Die segnet diejenigen, die Tiere töten. Diejenigen, hingegen, die Tiere schützen, werden beargwöhnt.«
Seine Konsequenzen daraus muss jede/r Tierschützer/in selbst ziehen!
es ist doch ein mekwürdiges
VERNGüGEN
ein tier zu töten!
wolf-dieter krieg
… übrigens über 90 % der gewaltverbrecher haben
als tierquäler angefangen.
tierschutz ist menschenschutz!
Jäger sind Mörder, die durch das Töten – in diesem Fall von schwächeren und v.a. wehrlosen Tieren – sich Machtgefühle verschaffen. Immer diese Komplexe! Und diese Lügen! Von wegen Wildschäden und Regulierung der Wild-Population! Warum muss man Wildschweinen denn Mais und Kraftfutter geben und sie an Futterstellen gewöhnen? Damit die weiblichen Frischlinge gleich wieder Junge im Bauch haben??? Genau, ein Grund, auf lebende Ziele zu ballern, am besten mit ein paar Schluck Schnapps, damit man ja nicht gleich mit dem ersten Schuss das Tier tödlich trifft. Für diese niedrigen Beweggründe, Falschheit und die Heuchelei; solche Bluttaten auch noch unter dem Deckmantel der Kirche zu glorifizieren, habe ich nichts als Verachtung übrig.
Es ist allerhöchste Zeit für ein Volksbegehren:
Keine Jagdscheine, keine Jagdwaffen und keine Jagden mehr.
Was bildet der dumme Mensch sich ein, klüger als Mutter Natur zu sein. Es reicht, wenn er in seinen eigenen Reihen so himmelschreiende tödliche Unordnung anrichtet.
Nach viel schlimmer ist das die herren jäger ja unzählige waffen zuhause haben. eben so wie die sportschützen…und wer konntrolliert die abgesperrten schränke und verschloßenen waffen!? keiner, es ist meiner meinung nur eine frage der zeit bis der nächste jugendliche amok läuft, weil er aus vatis nachttisch die knarre und munition unbemerkt entwendet… Waldmanns heil… gabs da nicht schon mal jemand dem mit heil gehuldigt wurde!?