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Gutachten für britische Regierung rät zu reduziertem Fleischkonsum

Veröffentlicht am 16. Dez 2009

salatDie Sustainable Development Commission (SDC) hat im Auftrag des britischen Ministeriums für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft (Defra) ein Gutachten angefertigt, das Empfehlungen darüber abgibt, wie die Regierung für mehr Nachhaltigkeit in der Ernährung sorgen kann.

Die Ergebnisse sind insofern nicht verblüffend, als dass sie den aktuellen Stand der Wissenschaft wiedergeben. Immer wieder wird betont, dass der Konsum von Fleisch- und Milch ein großes Umweltproblem darstellt. Wichtig ist das Gutachten trotzdem, denn in den meisten europäischen Ländern hat die Agrarlobby die Regierung fest in ihrer Hand. Nur wenn von wissenschaftlicher Seite wieder und wieder aufgezeigt wird, wie gefährlich das ist, kann sich die Situation ändern.

Im Gutachten wird bemängelt, dass die Regierung bislang nicht aktiv geworden ist, um den Milch- und Fleischkonsum zu reduzieren. Außerdem wird das Thema der externen Kosten angesprochen. Darunter ist zu verstehen, dass Landwirte für große Umweltschäden verantwortlich sind, dafür aber nicht aufkommen müssen. Zu diesen Schäden zählen beispielsweise die Abholzung von Regelwald (z.B. für den Sojaanbau), die Verschmutzung des Grundwassers (durch Gülle) und Methanemissionen. Die SDC schlägt vor, diese Kosten zu internalisieren – also die Schäden von den Verursachern bezahlen zu lassen.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt unterstützt das Prinzip der Internalisierung von externen Kosten und fordert es auch für Deutschland. Außerdem darf hierzulande das Thema »weniger Fleisch für den Umweltschutz« nicht länger ein Tabuthema bleiben.

Weitere Schlüsse aus dem Gutachten beinhalten die Empfehlungen, weniger Limonaden / zuckerhaltige Getränke zu konsumieren, weniger Lebensmittel wegzuwerfen und auf lokale sowie saisonale Produkte zurückzugreifen.