Fragen Sie!
Viele Tierfreunde kennen die wichtigsten Fakten über die Massentierhaltung und andere Formen der Tierausbeutung in- und auswendig. Mit ein bisschen Übung finden sie dann auch den richtigen Tonfall, um konstruktive Gespräche mit anderen Menschen zu führen. Trotzdem sind viele Aktivisten enttäuscht, dass oft nur ein kleiner Prozentsatz ihrer Gespräche zu tatsächlichen Verhaltensänderungen bei ihren Gesprächspartnern führt.
Ein Grund dafür ist, dass es das eine ist, über Tierquälerei informiert zu werden und das andere, die nötigen Schritte zu unternehmen, um selbst weniger Tierleid zu verursachen. Oder generell: Wissen und Handeln sind zwei unterschiedliche Dinge. Es ist daher wichtig, Menschen zu helfen, ihr neu erworbenes Wissen in Handeln umzusetzen. Am einfachsten funktioniert das, indem man sie bittet, einen ganz konkreten, einigermaßen leicht umsetzbaren Schritt zu gehen.
Wenn Sie daher in Zukunft mit anderen über Tierausbeutungsthemen sprechen, denken Sie daran, nicht nur Fakten zu vermitteln, sondern auch den Mut zusammenzunehmen, Ihr Gegenüber zu bitten, sein Verhalten zu ändern. Schlagen Sie Ihrem Gesprächspartner zum Beispiel vor, mit Hilfe eines guten Kochbuchs einen Monat lang ausschließlich vegetarisch oder vegan zu kochen, oder sich einen Film wie »Earthlings« anzuschauen bzw. ein Buch wie »Tiere essen« zu lesen und dann noch mal genau über sein Konsumverhalten nachzudenken und mit Ihnen über mögliche Schritte zu sprechen.
Genau wie es Übung bedarf, über Tierschutz- und Tierrechtsthemen zu referieren, ist auch Übung notwendig, beim Fragen den richtigen Ton und den jeweils richtigen Vorschlag zu finden. Bleiben Sie daher unbedingt am Ball, wenn Ihre ersten Bitten nicht erfüllt werden!
Haben Sie schon Erfahrungen damit gemacht, andere um konkrete Schritte zu bitten? Worum haben Sie gebeten? Was waren die Resultate? Wir freuen uns über einen Kommentar.
An dieser Stelle möchten wir uns bei den Betreibern von vegan.com bedanken, die dieses Thema in ihrem Blog aufgegriffen haben.






