EU verbietet Robbenimporte

Veröffentlicht am 5. Mai 2009

EU verbietet Robbenimporte. Foto: flickr.com - lawmurrayHeute hat die EU die Einfuhr von Robbenprodukten ab 2010 verboten. Damit ist das Schicksal der grausamen Robbenjagd in Kanada praktisch besiegelt: Der Markt für Robbenprodukte aus Kanada umfasst einen »Wert« von 7 Mio. kanadischen Dollar (CAD). 6,6 Millionen davon wurden bislang in Europa umgesetzt.

Bis zuletzt hatte die kanadische Regierungen mit allen Mitteln versucht, die EU umzustimmen. Aber selbst massives Lobbying, Fehlinformationen und die Androhung von Sanktionen konnten die EU nicht davon abbringen, die Anliegen der BürgerInnen ernst zu nehmen. Dazu gratuliert die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt herzlich!

Was heißt das konkret?

Die Preise für Robbenfelle sind kurzerhand von über 100 CAD auf 15 CAD gefallen. Bei diesen Preisen bleiben die meisten Robbenjäger zuhause. Ursprünglich war geplant, in diesem Jahr 280.000 Sattelrobben zu töten. Bislang ist der Stand bei unter 60.000 und wird hoffentlich nicht mehr stark wachsen. Eine Gefahr, die allerdings noch besteht, ist, dass andere Länder die Robbenfelle importieren.

Das folgende Video unserer Freunde von der HSUS dokumentiert die Robbenjagd (englisch, Achtung: blutig!)


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3 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Mich wundert der Beschluß der EU sehr, denn sie sind normaler weise nicht sehr zimperlich in bezug auf Lebendtransporte in Europa, wenn es um Subventionen geht. Aber bei den Robbenprodukten können sie nicht mitverdienen – also abschaffen. Wie viele Hintertüren bleiben dabei offen, denn es gibt ja, wie erwartet, wieder Einschränkungen. Deutschland gehört zudem, was der Einfuhr und Eigenproduktion von Fellen anbelangt, mit zu den Hauptakteuren.
    Ich kann den kleinen Robben nur wünschen, daß dieses Gesetz wirklich vom Erfolg gekrönt wird! Was sind das für widerwärtige und abartig veranlagte Kreaturen, die sich für so ein Gemetzel hergeben!

  2. ich erwarte vor allem von den Kirchen,die alles aLeben als von Gott geschaffen wissen,dass sie im Namen dieses Gottes für das Leben eintreten,statt bei der tierquälerischen Massentierhaltung und massentötung der Tiere zu schweigen oder gar unterstützend mitzumachen,m.futterschneider

  3. Die Kirchen? Die haben sich um Tierbelange noch nie gekümmert. Sie handelt getreu des Bibelauftrags mit dem Motto: Mache Dir die Welt untertan. Und das macht sie wortwörtlich. Ich möchte hier nicht zynisch sein, aber Tatsache ist, daß gerade in den Ländern, in denen die Kirchen (egal welche!) noch die Oberhand haben, die Menschen besonders widerlich mit Tieren umgehen. Angefangen bei Spanien, Italien, Griechenland, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Polen, Tschechien um nur die in Europa befindlichen zu nennen. Die Chinesen sind von allen die Krönung, aber die haben auch vor Menschenleben keinen Respekt und gehen über Leichen.

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