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EU-Kommission hält an Käfigverbot fest

Veröffentlicht am 18. Dez 2009

huehner-himmer_fo_Grafik Design HoltzIn den letzten Monaten gab es immer wieder Anlass zur Sorge, ob das europaweite Verbot herkömmlicher Legebatterien im Jahr 2012 aufrechterhalten wird. Die Lobbyverbände der Käfigbarone haben massiv auf eine Verschiebung gedrängt, und auch in Regierungskreisen einzelner Länder wurden immer wieder Stimmen laut, die sich für eine Aufweichung des Verbots aussprachen.

Eine andere Front war die Frage, ob Eier aus modifizierten Käfigen (»ausgestaltete« Käfige und »Kleingruppenhaltungen«) gesondert gekennzeichnet werden dürfen – mit einer »3+« oder einer »4« statt der bislang üblichen »3« für Käfighaltung.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hat sich in Brüssel mehrfach gegen eine Verschiebung der Frist sowie gegen eine Sonderkennzeichnung ausgesprochen. Nun hat die Kommission ihre ursprüngliche Position ganz in unserem Sinne bekräftigt: Es wird keine Verschiebung der Frist geben, es wird keine Sonderkennzeichnung geben und gegen Mitgliedsstaaten, die das Verbot ab Januar 2012 nicht einhalten werden, werden Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet werden.

Wir freuen uns über diese klaren Worte, befürchten aber gleichzeitig, dass einige Länder wie Spanien und Italien das Verbot trotzdem nicht umsetzen werden.

Nichtsdestotrotz birgt das Verbot große Chancen: Dass praktisch alle deutschen Supermarktketten Käfigeier aus den Regalen nehmen (die Umstellung dürfte bis Ostern 2010 vollendet sein) und dass wir auch in Verhandlungen mit der verarbeitenden Industrie jede Woche neue Erfolge feiern können, wäre ohne das Verbot herkömmlicher Käfige so nicht möglich gewesen.

Im nächsten Jahr werden wir unseren europäischen Partnerorganisationen im Rahmen diverser Workshops aufzeigen, wie die deutschen Erfolge zustande kamen, damit in Zukunft möglichst vielen der 300 Millionen Legehennen in Europa ein Leben in herkömmlichen und modifizierten Käfigen erspart bleibt.

Wenn Sie dabei helfen möchten, dann unterstützen Sie unsere Projekte bitte als SpenderIn oder FörderIn. Wir arbeiten hart dafür, dass jeder gespendete Euro möglichst viel Tierleid vermeidet.