Eierschwindel aufgedeckt

Veröffentlicht am 4. Nov 2009

freiland_3Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hat Bilder und Videoaufnahmen aus einem Betrieb erhalten, der vorgab, Freilandeier zu produzieren. Tatsächlich wurden die Legehennen aber über mehrere Wochen hinweg nicht nach draußen gelassen.

Üblicherweise gehen wir und andere Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen in solchen Fällen so vor, dass gegen den Produzenten eine Strafanzeige eingereicht wird. Außerdem geht der Fall in der Regel an die Medien, um zusätzlichen Druck zu erzeugen. Da die Übeltäter so aber leider oft gar nicht oder nur nach großen Anstrengungen bestraft werden (der Fall des Ferkelhoden-Herausreißens ist noch immer nicht beendet), haben wir in diesem Fall einen anderen Weg gewählt:

Nach einigen Recherchen stellte sich heraus, dass der Betrieb einen Vertrag mit dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) hatte. Ohne solch einen Vertrag kann kein Produzent Eier an deutsche Supermarktketten verkaufen. Wir haben also bei KAT angerufen und hatten schon wenige Tage später einen Termin mit dem KAT-Geschäftsführer. Noch am selben Tag wurde der Betrieb gesperrt. Am Montag fand dann eine mündliche Verhandlung mit dem Betreiber des Stalls statt, zu der auch wir mit einem Vertreter anwesend waren. Das Resultat: KAT hat den Vertrag für den fraglichen Stall mit sofortiger Wirkung gekündigt. Damit können aus diesem Betrieb nun dauerhaft keine Eier mehr an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden.

Aus unserer Sicht hat sich das Vorgehen damit gelohnt: Wir haben zwar darauf verzichtet, mit unserem Fall im Fernsehen und in Zeitungen präsent zu sein, dafür wurde der Eierproduzent aber schnell und hart bestraft, denn nun wird er deutlich weniger Geld für die Eier aus diesem Stall erhalten.

An dieser Stelle sei KAT für das entschiedene Vorgehen ausdrücklich gelobt. Im Gegenzug für unser kooperatives Vorgehen erwarten wir von KAT aber auch grundsätzliche Verbesserungen: Ställe und insbesondere Auslaufflächen müssen ständig mit Webcams gefilmt werden, und die Bilder müssen für den Verbraucher jederzeit aufrufbar sein, damit absolut sichergestellt ist, dass Freilandeier auch wirklich von Hühnern stammen, die Auslauf erhalten. Ansatzweise wird das Prinzip »Webcam« schon praktiziert; es muss aber noch ausgebaut und zur Pflicht gemacht werden.

Dieser Forderung werden wir in den nächsten Wochen in Gesprächen mit KAT Nachdruck verleihen.


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35 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Hallo,

    Ich habe mir heute zufällig die Auslaufflächen eines Freilandstalls angeschaut.
    Dort schaut es aus wie auf einem Schlachtfeld. Vor dem Stall ist alles vollgekackt und versifft,
    überall Kuhlen voller Wasser vom Regen. Die Hühner, die draußen waren, waren nass und schienen überhaupt nicht glücklich. Der Betreiber hat mir erklärt, dass er die Hühner aufgrund von Auflegen jeden Tag rauslassen muss, auch wenn es regnet, schneit oder kalt ist. Das soll tierfreundlich und hygienisch sein? Ich als Verbraucher fühle mich einfach nur verarscht. Für mich gehört eine solche Tierquälerei einfach nur verboten. Dann sollen die Betreiber eben ihre Hühner im Stall lassen, anstatt die Hühner ständig mit dieser versifften, bakterienverseuchten Brühe in in Ausläufen in Berührung kommen zu lassen.

  2. Was – man soll deswegen die Hühner im Stall lassen? Das kann nur eine Ausrede sein, die von mangelndem Sinn für artgerechte Tierhaltung zeugt.

    Richtig wäre es, wenn die Anzahl der Hühner in den einzelnen Hühnerhaltungen reduziert würde und es dafür mehr Freilauffläche gäbe.

    Nur durch zu viele Tiere auf zu engem Platz entstehen o.g. Probleme.

    Sinnvoll wäre auch ein Wintergarten, in dem sich die Hühner bei schlechtem Wetter aufhalten können.

    Im Idealfall sollten sie einen Wintergarten und eine Wiese haben.

    Übrigens: Super – das Engagement der Albert-Schweitzer-Stiftung in diesem Betrugsfall!

  3. Ist das Konsens, das hier webcams der richtige Weg ist? Sind nicht freundlichere Vertrauen bildenden Mittel möglich?

    Ich möchte keinen Überachungsstaat.

  4. Das beste wäre es, völlig auf Eier zu verzichten.

  5. ich finde das vorgehen der albert-schweitzer-stiftung gut und vor allem die idee mit den webcams! das muss es in jeder kommerziellen tierhaltung geben! wenn ein freilandhof anständig geführt ist, laufen die hühner da auch nicht “in einer brühe rum”, außerdem heißt freilandhaltung ja auch nicht, dass sie rausgescheucht werden, sondern, dass sie raus können, wenn sie wollen (würde ich jedenfalls hoffen). am besten ist natürlich trotzdem kein oder eingeschränkter eierkonsum.

  6. Also ich finde das das alles nichts bringt. Die einzigste Möglichkeit dern Tieren zu helfen ist keine Eier mehr zu kaufen.Ich esse keine Eier, weil ich Veganer bin. Damit kann man den Tieren viel mehr helfen.

  7. !. Wenn ich Freilandeier kaufe, dann müssen sie auch aus dem Freilauf stammen.
    2. Freilauf heißt jedoch nicht, daß die Tiere bei Schnee, Regen, Unwetter usw. draußen sein müssen! Dazu sind die heutigen Tiere nicht mehr geeignet, da überzüchtet.
    3. Sie müssen als Ausgleich einen Innenstall haben, wo sie genügend Platz zum Scharren und “Baden”, d. h. Federnpflege, haben.
    4. Die Auslaufflächen müssen gewechselt werden können, denn sonst entsteht genau das, was Herr Feuerstein anprangert, zu Recht! Die geschilderte Art ist ein Bakterien- und Krankheitsherd pur.
    Man merkt doch, daß hier einige von der Sache wenig Ahnung haben. Ich bin gelernte Geflügelzüchterin, allerdings noch unter den Bedingungen einer wirklichen Zucht und keiner Vermehrungsbetriebe!

  8. GO VEGAN! der ultimative weg all das leid der tiere zu beenden! dazu die umweltprobleme zu verringern und den hunger zu bekämpfen!

    das handeln im geschilderten fall war richtig und webcams? klar doch, den tierausbeutern kann man niemals vertrauen – für geld machen die alles!

  9. Der Eikonsum aus Freilandhaltung kann nur eine Alternative darstellen, nicht aber das eigentliche Ziel. Wer die Tiere und ihr Wohl tatsächlich im Sinn hat, der kommt nicht umhin, irgendwann auf Eier gänzlich zu “verzichten”. Denn auch in der Freilandhaltung “müssen” ja die männlichen Küken selektiert werden . Weiterhin zwingt man die Hühner zu einem eigentlich unnatürlichen Legeverhalten. Kein Huhn würde täglich ein Ei legen. Es tut dies deshalb, weil ihm das Ei weggenommen und dem Tier damit suggeriert wird, das Gelege sei unvollständig. Ebenso dürfen auch diese Hühner kein Leben bis zu ihrem natürlichen Tod führen, sondern landen auch irgendwann am Schlachtfliessband.
    Freilandhaltung darf/ sollte daher nicht das Ende des Tierschutzgedankens sein.
    Grüße
    Julia Holzmann

  10. Ja, ich finde diese Aktion gut. Es zeigt leider, daß es ohne Überwachung nicht geht. Solche Betriebe müßten in gewissen Zeitabständen von der KAT kontrolliert werden, ohne Voranmeldung!
    Grundsätzlich sieht ein Hühnerfreilauf recht schnell fürs Auge nicht sonderlich ansprechend aus und dann muß selbstredend eine Auslauffläche zum wechseln vorhanden sein, bevor die Tiere im Morast stecken bleiben.
    Die Hühner sollten bei der unten erwähnten Auflage die Möglichkeit haben von drinnen nach draußen zu wechseln und natürlich nicht einfach ausgesperrt werden!
    Leider ist es mit den Eiern dieselbe Geschichte, wie mit Schweinefleisch, Milch, etc. , wir werden zugeschmissen mit Billigangeboten, weil es heißt, die Nachfrage der Verbraucher sei so groß!!
    Als ich in den 70gern meine erste Wohnung hatte, bekam man Fleisch beim Metzger, das konnte man sich dann am Wochenende mal leisten und es gab Samstage, da war die Milch um 11.00 Uhr ausverkauft und die Eier waren alle!!! Habe ich schon ewig nicht mehr erlebt, da der Profitgier keine Grenzen gesetzt sind.

  11. Optimal wäre natürlich der Verzicht auf Eier, ist aber unrealistisch, man denke nur an die Lust am Kuchen/Tortenessen. Am besten wäre, die Hühner liefen auf den Bauernhöfen frei herum, legen ihre Eier in Nester (z.B. mit Torfmull), die Bauern sammeln sie ein und Aufkäufer fahren regelmäßig von Hof zu Hof und kaufen sie ab.

  12. Kuchen und Torten… Das geht doch alles auch vegan. Hat sich einfach nur noch nicht so herumgesprochen bei der allgemeinen Bevölkerung. Tolle Rezeptseite hierzu übrigens rezeptfuchs.de
    Grüße
    Julia Holzmann

  13. Um wirklich das Elend der Tiere einzudämmen, ist ein Weg wirklich vegan zu leben .
    Da dass leider nicht alle Menschen schaffen – wäre auch die Industrie gefragt, Produkte tierfrei herzustellen,
    die zum Beispiel die Vorzüge des Ei (Bindung, Lockerung) in Nahrungsmitteln ersetzen können.

    Glückwunsch für die gelungene Strategie und Danke für Ihre gute Arbeit und Aufklärung.

    In Verbundenheit
    Gerty Kuch-Jenne

  14. Großes Lob an Euch, finde es sehr gut, das dieser Eierproduzent sofort seine Strafe bekommen hat. Denn es ist wie Ihr es sagt, das die Betrüger und Tierquäler trotz Berichten der Medien und Kontrollen der Veterinärämter oft trotzdem keine Strafe bekommen.

  15. Wo Menschen mit Tieren Profit machen wollen, ist Betrug vorprogrammiert. Wenn nicht gegenüber dem sogenannten Verbraucher, dann gegenüber den Tieren, die hochmanipuliert sind und werden. Die vegane Lebensweise stellt das alles auf einfache Art und Weise ab. Aber vielleicht ist das manchen zu einfach und sie lieben den Selbstbetrug vom idyllischen Bauernhof, wo Tiere noch als Kinder totgestreichelt werden? So müssen also Betriebe mit Tieren überwacht werden. Eine andere Möglichkeit zur Aufdeckung von “Mißständen” gibt es nicht, solange das “Ebenbild Gottes” eben so ist wie es ist. Leider!

  16. Auch von mir ein Lob. Ich finde es gut neue Wege auszuprobieren, wenn die alten denn nicht helfen. Leider trifft man am ehesten über die finanziellen Einbußen, anstatt über die Vernunft. Zu der Haltungsdiskussion möchte ich Folgendes hinzufügen: Ich halte Freilauf-Hühner nicht für derart überzüchtet, dass sie nicht auch bei schlechtem Wetter draußen sein können. Wichtig ist die Form des Auslaufs. Gibt es Schutzmöglichkeiten (Büsche, Bäume, Unterstände etc.), dann haben die Tiere Ausweichmöglichkeiten und der Stall sollte doch sowieso zur Verfügung stehen. Meine Erfahrung ist, dass die Hühner bei schlechtem Wetter draußen Schutz suchen und lediglich morgens später aus dem Stall und abends früher hinein gehen.
    Probleme entstehen doch erst, wenn der Hühnerbestand im Verhältnis zur Fläche sehr hoch ist. Wer Hühner hat, weiß wie schnell sie eine grüne Fläche schwarz bekommen und damit ist auch Matsch vorprogrammiert.

  17. Hi, habe Ihre Mitteilung von den Videoaufnahmen
    für Hühner in Freilauf gelesen! Finde die Idee natürlich großartig!
    Der Tierschutz sollte sich aber bemühen auch auf den Schlachthöfen solche Videokameras einzusetzen, die von Tierschützern überwacht werden- um möglichst bald die schrecklichen Mißstände auf den Schlachhöfen abzustellen!!!!
    Lg Sylvia S.

  18. Wie steht es mit den sog. “Ökoeiern”?
    Kann man sich da auf artgerechte Freilandhaltung und Ernährung (der Hennen) verlassen?
    Werden dort Kontrollen duchgeführt?
    Denn leider kennt nicht jeder einen Bauern mit eigenem Hühnerhof.

  19. Es ist mal weider der Mensch der einfachn icht genug Profit machen kann in dem seine Spezies Tier quält und andere auf gut deutsch hinters Licht führt.
    Meine Devise heißt deswegen, keine Eier essen, dann hört der Wahnsinn auf. Es gibt viele Gerichte und vorallem Kuchen und torten die keine Eier zum herstellen benötigen. Deshalb hört auf Kreaturen zu quälen.

  20. Auch von mri ein Lob an die AS, ein solches Vorgehen wählte auch ich früher bei der Kontrolle von Neuland-Schlachtern als Kundin (für meinen Fleisch essenden Ehemann). Dies brachte leider damals nur den “Erfolg”, dass der Schlachter, der wohl verwarnt wrude, sich einen anderen Lieferanten suchte und irreführende Werbung betrieb. Dann dauerte es jehrelang, bis mit Hilfe der Verbraucherzentrale wenigstens eine Unterlassungserklärung erwirkt und abgemahnt werden konnte – aber immerhin haben wir die irreführende Werbung dort abgestellt, anderswo (Gutfleisch) konnte ich die irreführende Werbung leider nicht verhindern. Es ist eine mühselige Arbeit, die viele offene Augen, viele Menschen, die informationen weitergeben, nachfragen, hinfahren, anschauen – und kreative Lösungen braucht, so wie hier!

    Zu Bioeiern: Diese sind besser kontrolliert als Freilandeier, obgleich es auch dort z. T. schon 3.000er Ställe gibt. Für weniger empfehlenswert halte ich Naturland, die von allen die schlechtesten Richtlinien haben, besser sind Demeter oder Bioland. Oft gibt es Höhe in der Nähe, wo man auch hinfahren kann, die Biobranche hat zudem ihre Kontrollen jetzt nach eigenem Bekunden noch verstärkt, um Skandalen vorzubeugen. Fakt ist, dass konventionelle Betriebe nur sehr selten kontrolliert werden, da Amtstierärzte überlastet sind. Webcams könenn hilfreich sein. Zusätzlich ist gute Beratung nötig, die leider auch fehlt.

    Über gutes Auslaufmanagement gibt es eine gute Arbeit in der neuesten Publikation der IGN (Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung http://www.ign-nutztierhaltung.ch). Eine vielfältige Struktur der Ausläufe ist demnach wichtig. die Tiere müsen Bereiche dort haben, wo sei unterschlupf und Schatten und solche wo sie scharren, picken sandbaden können. So kann der Auslauf auf ganzer Fläche genutzt werden. Eine andere lösung ist das “Hühnermobil” in Verbindung mit Luzerne-Aussaat, in der sich Tiere verstecken können: http://www.huehnermobil.de.

    Ich selbst versuche auf Eier zu verzichten, außer wenn einer seine Küken selbst aufzieht. Vergasen dauert lange, denn auch im Ei bekommt das Küken wenig Luft. Es ist einfach pervers. Dennoch ist es natürlich wichtig, auch Verbesserungen am System zu erwirken.

    Daher freue ich mich über diesen Erfolg!

  21. Sehr geehrtes Team,
    ich weiß schon seit einigen Jahren, dass Bioeier bei Durchleuchten mit einer bestimmten Lampe die typischen Rillen von Käfigeiern aufweisen. Es ist also nicht das drin, was draufsteht. Dessenungeachtet habe ich meinen Eierkonsum drastisch reduziert und kaufe nur Bioeier. Wenn ich dabei betrogen werde, finde ich das als schweren Betrug und mehr als ärgerlich.Aber ich kann trotzdem nicht wissentlich ein Ei aus Käfighaltung essen, das müßte ich wahrscheinlich erbrechen.
    Ich bin für wesentlich umfangreichere Kontrollen, damit der Verbraucher geschützt wird und nicht zuletzt natürlich die gequälten Tiere.
    Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  22. Mir gefällt die Lösung. Dennoch, sollte der Produzent nicht auch rechtlich zur Rechenschaft gezogen werden?
    Es wird wohl weiterlaufen wie vorher, wenn er einen anderen Supermarkt findet (was zugegebenermaßen schwierig werden dürfte, aber nicht unmöglich, schon allein, weil seine Praktiken ja nicht öffentlich gemacht werden).

  23. Es ging mir bei einigen Discountern u.Ketten zu schnell ,die Umbennenung der Eierkartons (außer ALDI u.Netto)natürlich-auf Freiland /Bodenhaltung etc.kontrollieren lassen sich diese Betriebe kaum.

  24. Hier kann ich nur auf meinen Kommentar vom 14.10.09 zum Thema “Öl und Massentierhaltung” verweisen. Ich kaufe nur Eier aus bäuerlicher Tierhaltung und nehme in Kauf, daß ich keine Eier kaufen kann, wenn die Hühner witterungsbedingt schlecht legen.

  25. Hi
    Ich finde die Arbeit der AS richtig und absolut notwendig ….

    Wer ist eigendlich verantwortlich für den elenden
    Zustand der Tiere ..?
    Warum gibt es die tierquälerische Massentierhaltung überhaut?
    Ich bin wegen dieser Überlegungen seit 6 Jahren Veganer , und ich bereue es bis heute keinen einzigen Tag
    Das was ich für meine Person beanspruche , muss ich auch jedem anderen zugestehen..
    so einfach ist das , und schon sind wir bei der tierquälerischen Massentierhaltung .
    Muss der Mensch ” wirklich ” tierproduckte essen ..?
    Noch dazu gegen deren Willen ..?

    hawe

  26. Hallo Elisabeth Petras,

    mich würde interessieren, was Sie da bei Neuland-Schlachtern genau herausgefunden haben? Wurden die Tiere grob behandelt, nicht richtig betäubt etc.?

    Neuland ist doch in gewisser Weise dem Deutschen Tierschutzbund zugehörig. Dieser ist in der Regel recht seriös und gut in Tierschutzangelegenheiten, jedoch führt er leider viel zu wenige eigene Kontrollen in den verschiedensten Bereichen durch.

    Was die Hühner betrifft, so bin auch ich der Meinung, dass das Hochleistungshuhn abgeschafft gehört und das Vergasen der männlichen Küken verboten werden müsste.

    Dann hätten wir natürlich weniger Legehühner und es wäre nötig, dass der Verbraucher seinen Eierkonsum reduziert (z.B. finde ich Eiernudeln und Eierlikor überflüssig) sowie mehr für die Eier bezahlen würde. Das wäre aus Tierschutzsicht wirklich notwendig.

  27. Hallo Tierschützer und -freunde,

    immer wieder finde ich es prima, wenn die Organisationen aufdecken, dass sich die Tierhalter nicht an die Auflagen halten. Ich als Verbraucher habe in den letzten Monaten immer nur von einem Bauern die Eier bezogen wo ich weiß, dass die Hühner Freilauf haben, der auch gepflegt ist.
    Leider ist es so, dass ich auch manchmal im Supermarkt Eier kaufe, auf deren Kartons dann “Freilandhaltung” steht. Aber ist auch immer das drin, was draufsteht ??? Ich kann das dann leider nicht kontrollieren. Aber in dem heutigen Fall ist ja tatsächlich was passiert. Was passiert aber mit den Hühnern, wenn sie kein Geld mehr bringen? Ab in den Kochtopf ?
    Trotz allem, immer wieder Kontrollen und scharfe Strafen ist das Richtige, um diesen Tierquälern und -händlern endlich das Handwerk zu legen und immer wieder Aufrufe in den Medien. So kann doch einiges bewirkt werden.
    Schöne Grüße
    Gerlinde

  28. @ Johanna Voß: Sie wollen Leuten, die sich zum Beruf gemacht haben, Lebewesen auszubeuten vertrauen ??????

    @ Edgar Guhde: Leckere Kuchen und Torten können auch mit rein pflanzlichen Zutaten gebacken werden. Dazu ein (weiterer) Rezepte-Link (mit noch mehr veganen Rezepte-Links):
    http://www.vegetarismus.ch/rezepte/

    Danke @ Heike @ Julia Holzmann @ Barbara Hohensee @ Holger und @ Hawe für eure / Ihre Beiträge, denen ich zustimme. (Ich lebe ebenfalls seit 6 Jahren vegan und bin begeistert über den kulinarischen Zugewinn :-)

    Webcams:
    Vielleicht würden die “vertrauenden” bzw. nichts ahnen wollenden KonsumentInnen endlich einmal wach werden, wenn sie per Webcam das Tier dessen Ausscheidungen oder Körperteile sie verzehren wollen einmal eine Weile wirklich beobachten …? Und besser noch zum Vergleich ein verwandtes Tier in Freiheit erleben und beiden einmal wirklich in die Augen schauen würden …

    @ Sylvia Summerer: Ich stimme zu, dass Kameras auch auf Schlachthöfen aufgestellt werden sollten, allerdings nicht mit dem Ziel, Mißstände dort abzuschaffen, sondern die Schlachthöfe – aber vermutlich hätten die Betreiber ruckzuck raus, wie die Kameras manipuliert werden … Wie der Bericht von Elisabeth Petras zeigt, finden die immer wieder Schlupflöcher …

    Wir Verbraucher/innen müssen endlich selbst die Verantwortung für die Tiere übernehmen und nicht die Schuld ins System abschieben: Ein System, dass mit Tieren Geld verdient kann nicht gut für diese Tiere sein – ob Freiland, Bio oder konventionell – PUNKT!

    Deshalb schließe ich mich Heikes Aufruf an: GO VEGAN!

  29. Die Aktion finde ich gut, aber ist es jetzt nicht denkbar das die eier, jetzt wo sie nicht in den einzelhandel gehen, zu firmen gehen, die flüssigei für fabriken produzieren, oder ähnliches damit machen… ich denke das die qualität/tierwertschätzung dort noch wesentlich geringen ist…. leider!!!

  30. ps. bei dem server steht die uhrzeit noch auf sommer… es ist jetzt 20.48h…das nur am rande ;-)

  31. Die Webcam idee mit einem Überwachungsstaat gleich zu setzen, finde ich in diesem zusammenhang stark übertrieben. das engagement und die ideen dieser stiftung finde ich kurz gesagt vorbildlich.
    es geht um das wohl derer, die nicht sprechen und nicht schreien können. deswegen wäre es geradezu ein meilenstein für den tierschutz, könnte diese idee durchgesetzt werden.

    lg
    Britta

  32. Ich finde, dass solche Webcamps in jedem Stall und jeder Schlachterei eingerichtet werden sollten, sowohl im konventionellen als auch im Biobereich. Amtstierärzte und Tierschützer sollten so regelmäßig kontrollieren können. Das hat nichts mit einem Überwachungsstaat zu tun, sondern mit Tierschutz. Leider kann man zu Tierhaltern, die man nicht persönlich kennt, kein Vertrauen haben, da immer wieder Berichte über Nachlässigkeiten und Betrügereien offenbar werden.

    Was den Beitrag von Elisabeth Petras betrifft, so habe ich diesen aber wohl falsch verstanden. Offenbar hat sie bei dem Neuland-Schlachter gar keinen Tierschutzverstoß festgestellt, sondern wollte nur seine Fleischwerbung verbieten lassen – obwohl sie dort regelmäßig Fleisch für ihren Mann kaufte?

  33. Es war ein Schlachter in Hamburg, der sehr viel Fleisch verkaufte. Bei Nahfragen bekam man unzureichende Informationen. Ich erhielt von einer Insiderin den Hinweis, so viel Fleisch würde der gar nicht bei Neuland bestellen. Wenn ich nachfragte war angeblich mal die eine, mal die andere Wurst von NEULAND, das kam mir komisch vor. Er verkaufte nebenbei auch konventionelle Ware, das ist immer problematisch. Zunächst sprach ich die Verkäufer dort an, dann wandte ich mich an NEULAND. Bald darauf war diese Schlachter kein NEULAND-Schlchter mehr. Das ist schade, doch nun wussten die Menschen wenigstens, woran sie waren.

  34. Sehr gut, Ihre Aufmerksamkeit und Engagement!

    So viel mir bekannt ist, gibt es leider gar keine speziellen NEULAND-Metzgereien. Es sind konventionelle Metzgereien, die unter anderem NEULAND-Fleisch anbieten, das mit Schildern ausgezeichnet ist. Da ist Betrug freilich leicht möglich – es brauchen ja nur Schilder verkehrt aufgestellt zu werden.

    Das müsste man auch dem Deutschen Tierschutzbund mitteilen, dem der NEULAND-Verband angehört. Sofern Sie das noch nicht getan haben, wäre es gut, wenn Sie das nachholen.

  35. Webcam´s installieren ?? Wie soll das funktionieren wenn Bedienstete oder der Betreiber am Hof agiert ?

    @Lämmlein
    dem Deutschen Tierschutzbund etwas mitteilen ?

    Sind sie sicher, dass die sich um so eine “Kleinigkeit” kümmern ?

    Ich habe einmal einen Pferdehalter beim Ordnungsamt und Tierschutzverein gemeldet, der seine Pferde dermaßen schlecht hielt, dass sie abgemagert und verdreckt waren.
    Die haben sich VOR DEM BESUCH ANGEMELDET !!! Warum sollte es also beim “D TSB anders sein ?

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