English
Albert Schweitzer Stiftung bei Facebook Albert Schweitzer Stiftung auf Twitter Albert Schweitzer Sitftung bei YouTube RSS-Feed der Albert Schweitzer Sitftung

Durchbrüche bei tierversuchsfreier Forschung

Veröffentlicht am 4. Aug 2010

Wie unsere Kollegen vom Bundesverband Menschen für Tierrechte berichten, hat die OECD endlich ein tierversuchsfreies Verfahren zur Ermittlung von Hautreizungen in ihre Prüfvorschriften aufgenommen. Damit gilt das Verfahren weltweit als behördlich anerkannt. In vielen OECD-Ländern wird der In-vitro-Test (in vitro = »im Glas«) damit zur Pflicht, und der entsprechende Tierversuch wird nicht mehr genehmigt werden. Dieser Schritt wird etlichen Kaninchen die Leiden von Tierversuchen ersparen!

Weiterhin berichtet der Bundesverband, dass ein Durchbruch bei der Untersuchung von Chemikalien auf zu erwartende Fruchtbarkeitsstörungen gelungen ist. Hier ist ein In-vitro-Verfahren entwickelt worden, das Auswirkungen auf die Fortpflanzung zuverlässig feststellen kann. Selbstverständlich schließen wir uns der Forderung des Bundesverbands an, dass das neue Verfahren umgehend von der Politik als Alternative zum Tierversuch akzeptiert und vorgeschrieben wird. Bis zu 90 Prozent der in diesem Jahr für das EU-Chemikalientestprogramm REACH vorgesehenen 94 Millionen Tiere sollen in (bzw. nach) Fruchtbarkeitstests ihr Leben verlieren.

Bemerkenswert ist, dass diese Durchbrüche trotz einer nur stiefmütterlichen Förderung durch die öffentliche Hand gelungen sind. Es ist kaum auszudenken, wie viele Tiere wie schnell von Tierversuchen verschont bleiben könnten, wenn Politiker ihre Lippenbekenntnisse zur tierversuchsfreien Forschung mit entsprechenden finanziellen Mitteln untermauern würden.

Auch interessant:

  1. EU-Tierversuchsrichtlinie verabschiedet
  2. Weiterer Anstieg der Tierversuchszahlen
  3. Tierversuche blockieren den Fortschritt