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Diskussion zur Reform der EU-Agrarpolitik – beteiligen Sie sich!

Veröffentlicht am 29. Mai 2010

Die europäische Agrarpolitik wird bis zum Jahr 2013 reformiert. Die EU-Kommission möchte dazu Ihre Meinung wissen und stellt Ihnen vier Fragen.

Da die Reform weitreichende Folgen für den Tierschutz in der EU haben kann, bitten wir Sie, sich an der Diskussion zu beteiligen. Da Massensendungen nicht sonderlich erwünscht sind, geben wir nur in Stichwortform einige Anregungen für mögliche Antworten. Ihre Antworten können gerne kurz ausfallen. Wichtig ist, dass Sie nicht bloß unsere Stichworte kopieren, sondern eigene Worte für Ihre Forderungen finden und ggf. Ihre eigenen Akzente setzen.

1. Warum brauchen wir eine gemeinsame Agrarpolitik?

  • Hohe gemeinsame Standards im Umwelt- und Tierschutz müssen sichergestellt werden.
  • Eine nachhaltige Landwirtschaft, die den Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger in den Punkten Umwelt- und Tierschutz entspricht, ist nicht zu den niedrigen Weltmarktpreisen zu haben. Daher muss die Einhaltung dieser gesellschaftlichen Güter politisch unterstützt werden.

2. Was erwarten die Bürger von der Landwirtschaft?

  • Eine artgerechte Tierhaltung, die weit über die aktuellen Standards hinausgeht.
  • Eine verständliche Kennzeichnung der Produkte.
  • Die Produktion von nachhaltigen und gesunden Lebensmitteln.
  • Die Beendigung der Verschwendung von Lebensmitteln für die massenhafte Herstellung von Produkten tierischer Herkunft.

3. Warum muss die Gemeinsame Agrarpolitik reformiert werden?

  • Die teilweise pauschale Subventionierung der (industriellen) Landwirtschaft ohne konkrete Gegenleistungen im Umwelt- und Tierschutz ist nicht länger hinnehmbar.
  • Es müssen bessere Möglichkeiten geschaffen werden, die Einhaltung höherer Tierschutzstandards finanziell zu fördern.
  • Es müssen Wege gefunden werden, die ausufernde industrielle Massentierhaltung mit ihren vielen negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt in den Griff zu kriegen.

4. Welches Instrumentarium benötigen wir in Zukunft für die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik?

  • Es kann nicht sein, dass Dialoge vor allen mit Interessensvertretern der Lebensmittel- und Agrarindustrie geführt werden. Die Organe der EU müssen daher in einen intensiven Dialog mit Tierschutz- und Umweltschutzorganisationen treten.
  • Gesetzliche Standards müssen angehoben werden.
  • Subventionen müssen so umverteilt werden, dass sie streng an die Einhaltung besonders hoher Tierschutz- und Umweltschutzstandards gekoppelt sind.
  • Es muss eine transparente Kennzeichnung von Lebensmitteln erfolgen – insbesondere zu den Haltungsformen von Tieren.

Die Befragung ist inzwischen beendet. Wir halten Sie über unseren Newsletter auf dem Laufenden.

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