Die Kleingruppenhaltung wird kein Erfolgsmodell
Was wir schon vor Monaten angekündigt haben, ist jetzt offiziell: Die »Kleingruppenhaltung« wird sich in Deutschland nicht durchsetzen, das Bodenei wird zum Standardei. Sogar die erbittertsten Gegner dieser Entwicklung, Bauernverband und Bundesverband Deutsches Ei, sehen dies inzwischen ein.
Die zwei Interessensgruppen beklagen sich zwar noch immer über die sich minimal erhöhenden Endpreise, aber nüchtern betrachtet ist dies vollkommen zu vernachlässigen: Ein Ei aus der Kleingruppe ist ca. ein Cent günstiger als ein Bodenei. Bei etwa 100 Eiern, die der durchschnittliche Verbraucher pro Jahr im Supermarkt kauft, beträgt die Preisdifferenz selbst für Sparfüchse, die immer das billigste Ei kaufen, gerade einmal einen Euro pro Jahr.
Ermöglicht wurde die Entwicklung dadurch, dass nahezu alle Supermarktketten sich entschieden haben, auf den Verkauf von Käfigeiern zu verzichten. Da es sich nicht lohnt, die Kleingruppenhaltung ausschließlich für Eiprodukte (in Keksen, Nudeln etc.) zu betreiben, ist das Schicksal dieser unsäglichen Haltungsform damit besiegelt.
Jetzt verlagert sich der Fokus der Tierschützer auf die letzten Einzelhändler, die sich noch nicht gegen Käfigeier ausgesprochen haben – und auf die Industrie, die Eiprodukte als Zutat verwendet. Da auch bei den Verarbeitern momentan einiges in Bewegung gerät, wagen wir erneut eine Prognose: In Deutschland werden Käfigeier in wenigen Jahren auch als versteckte Zutat und in der Gastronomie die Ausnahme und nicht mehr die Regel sein.
Begründung: Was Tierschützer zuletzt fast ganz allein erkämpfen mussten, wird in Zukunft auch von der deutschen Landwirtschaft und damit wohl auch von der Regierung unterstützt werden.











[...] beim besten Willen nicht vorstellen, dass im Jahr 2012 noch irgendein Landwirt Interesse an diesem zum Scheitern verurteilten Käfigsystem haben könnte. Die grundsätzliche Gefahr, dass Haltungssysteme eine Art Ritterschlag bekommen [...]
Die Kleingruppenhaltung ist ebenso tierquälerisch wie die herkömmliche Legebatteriehaltung. Die Tiere sind weiterhin in einem Käfig eingesperrt. Auch die angeblichen Verbesserungen wie Sitzstangen, Gemeinschaftsnester und Bereiche zum Scharren sind wenig überzeugend.
So besteht der Scharrbereich lediglich aus einer grünen Matte, die eher an einen Fußabtreter erinnert als an eine saftige, grüne Wiese. Auch die Sitzstangen verfehlen ihre Wirkung: Die Hühner rutschen mit ihren Krallen von den viel zu kleinen Stangen ab. Schaleneier, die den Aufdruck 3 tragen
(also Käfighaltung), werden unter solchen Bedingungen »produziert«.
Ich denk das man wirkich die Menschen die auf dem Land leben wieder dazu bringen sollte sich selbst ein Paar Hühner und einen Hahn zu halten.
Des weiteren sollte man immer wieder Fragen muss jeden Tag ein Frühsrücksei auf dem Tisch sein .
das größte Problem ist das heute immer alles da sein muss und dann noch billig.