Deutschlandradio über Massentierhaltung
In einem ausführlichen Beitrag berichtet das Deutschlandradio über die Folgen der industrialisierten Massentierhaltung für Mensch, Tier und Umwelt. Während der Massentierhaltung eine gerechte Kritik widerfährt, wird bei den Lösungswegen nicht weit genug gedacht.
Wolfgang Apel vom Deutschen Tierschutzbund macht ausführlich Werbung für Neuland-Fleisch, was ihm vergönnt sei, denn der Tierschutzbund ist bei Neuland involviert. Wolfgang Apel, Reinhild Benning vom BUND und Christina Selzer vom Deutschlandradio erwähnen allerdings mit keinem Wort, dass sich die Fleischmassen, die in Deutschland konsumiert werden, auch nicht nachhaltig nach Neuland- oder Biomethoden produzieren lassen. Schließlich sind die Treibhausgasemissionen und Güllemengen in der Bio-Mast mit denen der konventionellen Mast zumindest vergleichbar. (Wir bitten um Nachsicht, dass wir das Thema an dieser Stelle nur kurz anreißen.)
Rufen wir uns in Erinnerung, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung dazu rät, den Fleischkonsum in etwa zu fünfteln, und dass die Welternährungsorganisation FAO die Fleischproduktion als einen der größten Klimakiller identifiziert hat. In diesem Zusammenhang wirkt ein ausführlich recherchierter Radiobeitrag, der nicht auf das Problem des viel zu hohen Fleischkonsums eingeht – geschweige denn zu dessen Reduzierung aufruft – schlichtweg nicht zeitgemäß.
Wir bitten daher unsere Leser, sich den Beitrag hier anzuhören (einfach auf der Seite des Deutschlandradios auf die Überschrift klicken) und per E-Mail mit dem Hinweis auf »Auf engstem Raum« einen freundlichen Hörerbrief zu schreiben: hoererservice@dradio.de. Kopieren Sie bitte Ihren Text in das Kommentarfeld, damit andere Leser Anregungen finden. Das Gleiche gilt für eventuelle Antworten – mit Ausnahme der Standardnachricht, dass ihr Beitrag an die verantwortlichen Stellen weitergeleitet wurde. Vielen Dank!
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