Civet-Kaffee aus Tierfabriken

Beim Civet-Kaffee, der vor allem unter den Markennamen »Kopi Luwak« und »Coffee Alamid« bekannt ist, handelt es sich um eine asiatische Kaffeespezialität der besonderen Sorte:

Eine bestimmte Schleichkatzenart frisst Kaffeekirschen (Kaffebohnen inkl. Fruchtfleisch), verdaut das Fruchtfleisch und scheidet die Bohnen wieder aus. Während des Verdauungsprozesses fermentieren die Kaffeebohnen, was ihnen ein besonderes Aroma verleiht. Die ausgeschiedenen Bohnen werden aufgesammelt und zu Kaffee verarbeitet, der in Europa Marktpreise von bis zu 1.000 Euro pro Kilogramm erzielt.

Während wir an dieser Form der Nutzung eines Tierprodukt aus ethischer Sicht nichts auszusetzen haben, möchten wir auf eine Begleiterscheinung aufmerksam machen, die typisch dafür ist, wenn Menschen an Tieren Geld verdienen können: Es entstehen Tierfabriken, um zu minimalen Kosten produzieren zu können. So entstehen beispielsweise auf den Philippinen legebatterieähnliche Haltungssysteme für Schleichkatzen, in denen die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können. Die Drahtgitterböten erzeugen zusätzliche Schmerzen und Leiden.

Auch wenn das Thema »Civet-Kaffee« ein Randthema bleiben wird, ist zu befürchten, dass durch die neuen Tierfabriken die Verbreitung des Kaffees zunehmen wird. Insofern ist es für Tierschützer wichtig, zu wissen, aus welchen Haltungsbedingungen der »Katzenkaffee« stammen kann, um Freunde und Bekannte bei Bedarf darüber informieren zu können.

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