Bremen rettet 20.000 Tiere pro Veggiday

Veröffentlicht am 29. Jan 2010

Pressemitteilung

Als erste deutsche Stadt führt Bremen einen vegetarischen Wochentag ein und übernimmt damit eine Vorbildfunktion in Deutschland. Mehr als 20.000 Tiere pro Woche können in der Hansestadt verschont werden.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt beglückwünscht die Bremer Bürgerstiftung zu ihrem Vorstoß, einen vegetarischen Wochentag einzuführen. Gleichzeitig bittet sie alle Bremerinnen und Bremer, die Aktion zu unterstützen. Dadurch würden mehr als 20.000 Tierleben pro Veggiday gerettet werden. So viele Tiere enden an einem normalen Tag auf Bremens Tellern.

Nachdem der vegetarische Donnerstag im Mai letzten Jahres im belgischen Gent eingeführt wurde, hat er nun den Sprung nach Deutschland geschafft. Nicht nur die Tiere dürfen sich freuen, sondern auch Umwelt und Gesundheit profitieren: Es kann genauso viel CO2 eingespart werden wie 40.000 Autos im Jahr verursachen, wenn alle BremerInnen ein Mal pro Woche auf Fleisch verzichten, rechnet die Bremische Bürgerstiftung vor. Außerdem werden die Gesundheitskassen entlastet, denn die Deutschen essen ca. drei Mal mehr Fleisch als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. Dadurch öffnen sie Volkskrankheiten wie Übergewicht, Herzinfarkt und Krebs Tür und Tor.

»Die Verantwortlichen in allen deutschen Städten sind nun aufgerufen, sich dem guten Beispiel Bremens anzuschließen – für die Gesundheit, für die Umwelt und für die Tiere«, so Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.


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30 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Klasse Bremen, ein super Anfang!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    So ein vegetarischer Wochentag ist ein effizientes Mittel, um das Umwelt- Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein der Bevölkerung zu schärfen.

    Der Veggiday kommt von “oben” und es gibt es in der ganzen Stadt teilnehmende Lokale, so ist der Vegetarismus nicht nur omnipräsent, sondern verliert gleichzeitig seine für manchen bedrohliche oder missionarische Eigenart.

    Die breite Masse kann über Schlemmereien den Zugang zur vegetarischen Ernährung finden und befasst sich zunächst mit den ökologischen Aspekten und früher oder später zwangsläufig auch mit den ethischen Motiven.

    Ich sehe hier ein immenses Potential, durch den Veggiday Neu-Vegetarier und Veganer zu finden.

    Hoffentlich folgen bald andere Städte und Bundesländer diesem wirklich guten Beispiel!!!!

  2. Super!!!
    Vielleicht kann sich ja so der eine oder andere mit der vegetarischen Ernährung anfreunden… Das wäre klasse…

  3. Der “Veggiday” ist auf jeden Fall ein sehr schöner Anfang, um den Menschen einmal aufzuzeigen, wie ein Leben ganz ohne Fleisch / Fisch möglich ist. Viele unterschätzen eine vegetarische oder vegane, also rein pflanzliche Ernährung nämlich enorm. Dabei kann man auch tierleidfrei so gut kochen… Sehr schöne Idee – ich hoffe, dass sich weitere Städte anschließen!

  4. Ich bin gerade durch Zufall über ein Umfrageergebnis von YouGov gestoßen, das besagt, dass ziemlich genau die Hälfte der Deutschen solche Kampagnen befürwortet: http://12nach12.blogspot.com/2010/01/jeder-zweite-wurde-kampagnen-fur.html

  5. Wow, man fasst es nicht. Hatte gar nichts von der Initiative mitbekommen. Auch in dieser Hinsicht ist Bremen also wieder besonders fortschrittlich. Nun müssen wir z.B. Berlin dazu bringen, nachzuziehen, das hätte dann nochmal eine große Vorbildwirkung.

  6. Da der übermässige Fleischkonsum einen Rattenschwanz von Krankheiten nach sich ziehen kann, hätte ich von den Krankenkassen und vom “Bundesministerium für Gesundheit” mehr Initiative in diese Richtung erwartet.

    Es ist ein guter Anfang, aber solange Fleisch subventioniert und zu Billigpreisen angeboten wird, und solange die Fleischhersteller nur kostsendeckend arbeiten können, wenn sie Massen von Tieren schlachten, wird sich an der Situation für die Tiere und für die Gesundheit der Menschen nicht viel ändern.

  7. Wow finde ich super,ein sehr guter anfang. Und wenn man sich überlegt das man allein dadurch so vielen Tieren Leid ersparen kann…..weiter so. Hoffe das noch mehr Städte sich dazu finden so einen Veggyday durchzuführen.

  8. Natürlich ist es wunderbar, wenn pro Veggiday 20 000 Tiere gerettet werden!!!
    Wie viele Tiere könnten aber gerettet werden, wenn junge Menschen in Schulen über die Hintergründe ihres Schnitzels, Steaks, ihrer Milch u.s.w.informiert würden???? Ich erlebe es jeden Tag in meinem Unterricht wie empört und schockiert Schüler sind, wenn sie diese, wohl dosiert, erfahren.
    Auch meine Kollegen werden langsam wach:
    Vorige Woche hat eine Kollegin von mir einen längeren Ausschnitt aus Earthlings im 9. Schuljahr gezeigt. Die fast nur männlichen Schüler hatten das Thema TIERSCHUTZ nicht ganz ernst genommen – nach dem Film tiefes Schweigen und Betroffenheit.
    2 Dvds von Earthlings, neu natürlich, nicht gebrannt, kursieren mittlerweile in Schülerkreisen. Ich verleihe diese natürlich nur an ältere Schüler und auf Anfrage.
    Schule bietet insofern unglaubliche viele Möglichkeiten, etwas zu bewegen……….
    Aus diesem Grund bieten wir erstmalig in Deutschland Fortbildungen für Pädagogen, Erzieher, Leiter von Jugendtierschutzgruppen Seminare zum Thema MENSCH-TIER-BEZIEHUNG UND SCHULE an ( Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT http://www.achtung-mitwelt.de ).

    Ich bin davon überzeugt, der achtungsvolle Umgang der heutigen und nachfolgenden Generation miteinander und mit der Mitwelt ist eine wichtige Voraussetzung zur zukunftsfähigen Entwicklung unserer Gesellschaft und unserer Erde. Unsere Gesellschaft braucht sensible Menschen, die mit sich selbst, mit anderen Menschen, mit Tieren, mit Pflanzen und unserer Erde achtsam umgehen – mit Herz und Verstand.

  9. Hallo Regina,

    warum denn “aber” im zweiten Satz? Veggietag und Aufklärung im Unterricht sind doch keine konkurrierenden Ziele, sondern eher gegenseitig ergänzend. Also lieber “und” statt “aber”.

  10. Sam,bitte genau lesen und nicht Fronten schaffen, wo es keine gibt. Im ersten Satz habe ich es doch wohl unmissverständlich deutlich gemacht wie wunderbar es ist, 20 000 Tiere zu retten. Wenn es die Möglichkeit gibt, noch mehr Tiere zu retten, dann muss man sich doch nicht an einem anders gemeinten “aber” festmachen
    Ich denke, da sind wir uns einig :-) ?

  11. Hi Sam,
    du hast zwar Recht, was die „logischen Fakten“ angeht, aber das „aber“ von Regina war wahrscheinlich so gemeint (ich paraphrasiere):
    „…..wunderbar, wenn pro Veggiday 20 000 Tiere gerettet werden, aber beim Aufklärung im Unterricht könnten noch viele mehr gerettet werden“. Das „aber“ ist denn als Erinnerung (oder Vorwurf) gemeint, dass etwas, was auch extrem bedeutend & effektiv wäre, i.d.R. noch nicht gemacht wird. Also das „aber“ ist hier nur ein rhetorisches Werkzeug und kein logischer Konnektor. Sei nicht so kritisch gegenüber die Redaktion der Kommentaren! (auch nicht zu mir, da ich nicht mal Müttersprachlerin bin!)

  12. Bleibt nur zu hoffen, daß “dieses Gefährt” bald an Fahrt aufnimmt!

  13. Ich finde es auch super, dass Bremen jetzt einen veggi-Tag hat! Das müsste echt jede Stadt so machen!

  14. Herzlichen Glückwunsch Bremen..
    Berlin sollte jetzt auch einen fleischlosen Tag einlegen !!!! FRau Aigner sollte auch mal was tun und nicht immer nur labern und nichts bewegen !!!

  15. Danke Bremen!!!

  16. Das ist eine tolle Idee! Jede Stadt sollte sich ein Beispiel daran nehmen!

  17. Was genau bedeutet denn dieser Veggie Day? Wird in Bremen da nirgends Fleisch verkauft oder nur in den Mensen und öffentlichen Einrichtingen oder nur mehr vegetarisches oder wird nur dazu aufgerufen da veg. zu essen oder was??? Leider wurde das hier nicht erklärt!

  18. Jippieh :) Ganz toll, Hut ab vor Bremen!! Wann zieht Hamburg nach, Hamburg meine Perle??!!

  19. Ich freue mich sehr über die Verbreitung des vegetarischen Tages um damit das Bewusstsein für die vegetarische/vegane Ernährung zu wecken. Hoffentlich erkennen immer mehr Menschen, dass das Essen, Quälen von Tieren einfach nicht mit unserer Verantwortung für die Welt übereinstimmen!

  20. Das Bremer Beispiel macht Schule. Dem sollten unbedingt andere Städte folgen. Wenigstens einmal in der Woche fleischlos essen kommt Mensch und Tier zugute, und sicher senkt es die Kosten im Gesundheitswesen.
    Meine Devise: Fleisch in Maßen und nicht Massen.
    Es gibt ja auch leckere vegerarische Rezepte.

  21. Ich finde diese Initiative beispielhaft – und hoffe, dass sich bald auch andere Großstädte, wie z.B. Frankfurt a.M. anschliessen – das Beispiel Schule macht. Es ist zwar nur ein Anfang für die geschundenen Tiere – aber alles hat einmal im Kleinen angefangen.

    Apropos Schule – finde ich es sehr, sehr wichtig, dass auch die Schulen dieses Thema aufgreifen und über unseren ethischen Umgang mit Tieren, besonder sog. “Nutzvieh” aufklären. Vielen Kindern fehlt es an Informationen, die sie von ihren Eltern nicht bekommen.

  22. GESTERN GENT, dann wurde es BALD BREMEN, und unter den nächsten Städten ist HOFFENTLICH HAMBURG. Um am 31.12.2009 in der wohl ersten teilzeitvegetarischen Stadt der Welt speisen zu können, musste ich viele Stunden mit dem Zug bis ins belgische Gent fahren, jetzt bin ich von HH aus in 50 Minuten in der Teilzeitvegetarierin Bremen. Hoffen wir auf Vollzeit!

  23. Eine tolle Sache-nur weiter so-ich bin begeistert!
    Ich bin keine echte Vegetarierin,aber Fleisch esse ich höchstens einmal in der Woche und dann auch nur Fleisch von zumindest artgerecht gehaltenen Tieren.Ich verstehe nicht,wie die Menschen solche Unmengen an Fleisch essen können und wollen… Mal davon abgesehen, dass ein Essen in aller Regel viel billiger ist ohne Fleisch. Und wenn man nur selten Fleisch isst,kann man sich das auch von artgerecht gehaltenen Tierern leisten.

  24. @Regina Kowalzick:
    ich finde es sehr ,sehr wichtig, dass in den Schulen das Thema Tierschutz,besonders Nutztierhaltung (was für ein schreckliches Wort!!), unterrichtet wird! Es ist längst überfällig, dass dieses ein Pflichtfach wird, damit den nachfolgenden Generationen die Augen über die tagtäglichen Verbrechen an den Tieren geöffnet werden!!

  25. Wenn Millionen von Hindus in Indien sich fleischlos ernähren können, warum schaffen wir das in Deutschland nicht?

  26. Hallo eMatt,

    der Veggiday bedeutet, dass die Stadt an einem Tag pro Woche dazu aufruft, sich vegetarisch zu ernähren. In Gent gibt es dazu z.B. eine Zusammenarbeit mit etlichen Restaurants, die an diesem Tag verstärkt vegetarische Kost anbieten usw.

    Wichtig ist, dass so viele Menschen ihre Berührungsängste mit der vegetarischen Idee verlieren.

  27. Wow, das klingt ja super!

    Gibt’s das hier in Österreich auch?

    Bin seit 24 J. Vegetarierin und hab es in Lokalen manchmal sehr schwer …

    Ach ja, kürzlich sagte eine Bekannte, sie wär keine echte Vegetarierin, ißt aber so gut wie täglich Fleisch …

  28. Einwandfrei. Albert-Schweitzer-Stiftung, könnt ihr bitte auch mal die Stadt Karlsruhe (Baden-Württemberg) anschreiben? Oberbürgermeister ist Herr Fenrich, die direkte Kontaktadresse findet man auf http://www.karlsruhe.de.
    Hier in Karlsruhe wäre eine solche Anregung ganz besonders von Nöten, da Edeka derzeit vor den Toren Karlsruhes eine riesige Fleischfabrik baut. Es gab erhebliche Proteste aus der Bevölkerung, hat aber alles leider nichts gebracht, Edeka hat trotzdem eine Baugenehmigung erhalten. Den beteiligten Planern werde ich jeweils noch eine Postkarte schicken mit einem freundlichen Hinweis, für was sie sich verkauft haben. Ich arbeite selbst in einem Planungsbüro und ich bin sicher, mein Chef hätte sich für so ein Bauvorhaben niemals hergegeben.

  29. Finde ich echt suuper! Vielleicht schaffen es ja auch noch mehr Städte…..? Wäre schön…LG, Dani

  30. Klasse, das hätte ich von Bremen nicht erwartet! Vorstellbar wäre doch glatt eine Verordnung aus den Ministerien, damit so etwas bundesweit vorgeschrieben wird. Leider wird das mit mit der Minderheitsregierung von CDU/CSU/FDP nicht funktionieren. Traurig ist, daß eine Mehrheit sich dagegen ausspricht. Doch Menschen, die aus verschiedenen Gründen (ihr Geld mit Tierleid verdienen, Dummheit, Arroganz, Egoismus, Esssucht etc.) gegen etwas sind, wird es immer geben. Das Interesse der Allgemeinheit (für eine bessere Umwelt, gegen Tierquälerei) muß den Ausschlag geben. Hoffentlich bleibt Bremen standhaft und das macht bundesweit Schule…

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