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Bioeier-Betrug endgültig beendet

Veröffentlicht am 3. Aug 2010

Das Unternehmen Hennenberg produzierte in Velbert Bio-Eier, bis ihm das Öko-Siegel entzogen wurde. Um auf die gesetzlich vorgeschriebenen 80.000 m² Auslauf für 20.000 Legehennen zu kommen, hatte das Unternehmen einfach ohne Genehmigung eine angrenzende Waldfläche zur Auslauffläche hinzugerechnet. Besonders prekär: das Waldgebiet war für die Hennen noch nicht einmal zugänglich.

Die Bio-Kontrollstellen hatten diese Praxis sogar geduldet, doch das Forstamt untersagte die Nutzung des Waldgebiets, und so verlor der Betrieb nach einigem Hin und Her sein Siegel. Dagegen ging Hennenberg gerichtlich vor – und verlor jetzt in letzter Instanz: Das Oberverwaltungsgericht Münster hat in der vergangenen Woche u.a. festgehalten, dass die Produktionsbedingungen nicht den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen, weshalb die Produkte auch kein Bio-Siegel tragen dürfen.

Es ist interessant, dass für solche banalen Feststellungen ein Oberverwaltungsgericht bemüht werden musste. Dass das Unternehmen Hennenberg den Rechtsweg bis zur letzten Instanz ausschöpfte, lässt tief blicken.