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Bilder aus der Brüterei

Veröffentlicht am 6. Sep 2009

hatcheryAus den USA erreicht uns eine Undercover-Recherche aus der weltweit größten Brüterei für angehende Legehennen und ihre nicht gewollten Brüder.

Wenn Ihr Englisch nicht ganz fließend ist, hier eine kurze Zusammenfassung: Die Bilder sind entstanden, indem sich ein Mitarbeiter der Tierrechtsorganisation Mercy for Animals von der Brüterei hat anstellen lassen. Für zwei Wochen hat er in dem Betrieb gearbeitet und mit einer versteckten Kamera gefilmt. Zu sehen ist, wie männliche Küken aussortiert und von einer Maschine zermahlen werden. So ergeht es in der Brüterei täglich fast 150.000 männlichen Küken.

Außerdem wird gezeigt, wie weiblichen Küken mit einem Laser die Schnabelspitzen betäubungslos entfernt werden, damit sich die Tiere später nicht gegenseitig verletzten. Die Schnabelspitzen sind mit Nerven durchsetzt. Daher ist die Prozedur für die Tiere sehr schmerzhaft – auch chronische Schmerzen können entstehen.

Zu sehen ist weiterhin, wie einzelne Küken, die sich in Kisten verfangen haben, in die Waschstraße für Kisten gelangen und dort zu Tode kommen. Weiterhin werden Küken grob von den Mitarbeitern angefasst, um schnell zu erkennen, welche Tiere geschwächt, missgebildet oder verletzt sind. Auch diese Küken werden getötet.

Die Bilder unterscheiden sich nicht grundlegend von dem, was in deutschen Brütereien vor sich geht. Wer Eier isst, unterstützt diese Praktiken wohl oder übel. Dies ist weitestgehend unabhängig davon, ob die weiblichen Küken später in einer Käfighaltung oder in einem alternativen Haltungssystem (auch Bio) ihre Eier legen.

Unser Tierschutzgesetz verbietet das Töten ohne vernünftigen Grund. Warum das Zermahlen von männlichen Küken vernünftig sein soll, erschließt sich uns nicht. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt fordert daher, schnellstmöglich Alternativen zum jetzigen System zu entwickeln.

Wer die Praktiken der Eierindustrie nicht unterstützen möchte, findet leckere Rezepte ohne Ei z.B. beim Rezeptefuchs.

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