Berliner Tierheim vegetarisch
Tierschutz- und Tierrechtsaktivisten haben das größte Tierheim Europas auf das Thema »Fleisch« angesprochen. Die Aktivisten sahen in dem Verkauf von Bockwürsten an Besucher des Berliner Tierheims eine gewisse Diskrepanz: Während man die einen Tiere schütze, könne man doch nicht die anderen Tiere essen.
Diese Logik stieß auf positive Resonanz, und die Betreiber des Tierheims haben sich entschlossen, Gästen ab sofort nur noch vegetarische Verpflegung anzubieten.
Für diesen Schritt überreichte der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) dem Tierheim eine »Auszeichnung für vorbildlich konsequenten Tierschutz«. Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBUs sagte in seiner Ansprache zur Gratulation: »Im Berliner Tierheim werden pro Jahr rund 12.000 Tiere aufgenommen, betreut und vermittelt. Genauso viele Tiere werden in Berlin jeden einzelnen Tag in weniger als fünf Stunden zu Currywürsten, Hamburgern, Schnitzel, Döner usw. verarbeitet. Wer konsequent das Leid der Tiere verringern will, muss sich für eine Umstellung auf pflanzenbetonte Ernährungsgewohnheiten einsetzen.«
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt schließt sich den Glückwünschen an und hofft, dass dieser Schritt viele weitere Tierheime inspiriert.
Nachtrag: Da in den Kommentaren eine Diskussion über die vegetarische Ernährung von Haustieren aufgekommen ist, möchten wir auf die Infoseiten zum Thema von die Tierfreunde e.V. hinweisen.
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