Berliner Tierheim vegetarisch

Veröffentlicht am 28. Aug 2009

vorbild-vebuTierschutz- und Tierrechtsaktivisten haben das größte Tierheim Europas auf das Thema »Fleisch« angesprochen. Die Aktivisten sahen in dem Verkauf von Bockwürsten an Besucher des Berliner Tierheims eine gewisse Diskrepanz: Während man die einen Tiere schütze, könne man doch nicht die anderen Tiere essen.

Diese Logik stieß auf positive Resonanz, und die Betreiber des Tierheims haben sich entschlossen, Gästen ab sofort nur noch vegetarische Verpflegung anzubieten.

Für diesen Schritt überreichte der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) dem Tierheim eine »Auszeichnung für vorbildlich konsequenten Tierschutz«. Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBUs sagte in seiner Ansprache zur Gratulation: »Im Berliner Tierheim werden pro Jahr rund 12.000 Tiere aufgenommen, betreut und vermittelt. Genauso viele Tiere werden in Berlin jeden einzelnen Tag in weniger als fünf Stunden zu Currywürsten, Hamburgern, Schnitzel, Döner usw. verarbeitet. Wer konsequent das Leid der Tiere verringern will, muss sich für eine Umstellung auf pflanzenbetonte Ernährungsgewohnheiten einsetzen.«

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt schließt sich den Glückwünschen an und hofft, dass dieser Schritt viele weitere Tierheime inspiriert.

Nachtrag: Da in den Kommentaren eine Diskussion über die vegetarische Ernährung von Haustieren aufgekommen ist, möchten wir auf die Infoseiten zum Thema von die Tierfreunde e.V. hinweisen.


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48 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. absolut logisch, eigentlich …

  2. Das Tierheim in Siegen praktiziert dies schon seit einiger Zeit erfolgreich, umso erfreulicher, dass auch ein solch grosses Tierheim den Weg eines konsequenten Tierschutzes einschlägt.

    Vegetarische Tiernahrung ist “noch” ein Tabu-Thema für das man sich als Hundehalter einiges an Belehrungen anhören muss.
    Unserer Hündin bekommt es ausgezeichnet!

  3. Schade, dass “nur” den Menschen ab sofort vegetarische Verpflegung gereicht wird.
    Noch effektiver wäre zudem die vegetarische Tierernährung im Tierheim.

    Leider ist es wirklich ein Tabu Thema, selbst Siegen hat es nicht lange halten können, da der neue Vorstand das nicht wollte.

  4. Für das Tierheim Köln-Dellbrück ist es auch selbstverständlich am Tag der offenen Tür fleischfreie Gerichte anzubieten. Leider sehen das die meisten Tierheime anders- die Doppelmoral lässt mal wieder grüßen…….

  5. Bei jeden Fest in der Tierherberge in Donzdorf werden schon immer nur vegetarische Gerichte angeboten.
    Schön dass immer mehr Tierschützer Vegetarier werden.
    Tierschutz darf sich nicht nur auf die “normalen” Haustiere begrenzen sondern auch die sogenannten “Nutztiere” haben ein Recht auf ein Leben.
    LG
    Sibylle

  6. Wir waren auch bei einem Tierheimfest in Ulm und konnten es kaum glauben, es gab Schnitzelwecken und Wurst, natürlich Bier in rauhen Mengen. Das hat uns ziemlich abgestoßen. Es kam uns vor wie ein Freß- und Sauffest einer geschlossenen Gesellschaft. Natürlich kann ich nur für uns sprechen. Ich glaube nicht, dass dieser Kampf jemals aufhört. Solange es Events gibt wie das “Französische Dorf” in Ulm, dort werden (lt. Zeitungsinterview) Froschschenkel aus Bangladesh (??) verkauft, die natürlich, leicht vergast, bei lebendigem Leib geerntet werden. Dann noch von der Verkäuferin der Zusatz, ihr Großvater wäre der größte Pferdeschlächter in Belgien gewesen. Mir war zum Kotzen. Zum Glück haben das viele auch so gesehen und die Leserbriefe waren entsprechend.
    Wir essen nicht mal was, was tierisches Eiweiß enthält und alle unsere Werte sind topp. Die Mär, der Mensch braucht Fleisch, wird niemals aussterben, die Lobby ist zu stark – und die kommende Arthritis auch.

  7. Großes Lob!

    Endlich wachen immer Menschen auf und verstehen, dass es für die Spezie “Mensch” nicht (!!) artgerecht und damit nicht gesund ist, dass Fleisch, Fisch etc. Hauptbestandteil der Ernährung ist.

    Tiere, wie Katzen, Hunde sollten ebenfalls, entsprechend der Spezie auf artgerechte Ernährung umgestellt werden. Hier wäre artgerecht und gesund jedoch: Fleisch, Fisch etc. wenn möglich roh, zzgl. entsprechende geringe (!!) aufgeschlossene pflanzliche Bestandteile.Kein Raubtier in der freien Natur würde sich von ausschließlich Pflanzennahrung ernähren.

  8. Super die Entscheidung des Berliner Tierheims. Eigentlich sollte es für jeden Tierschützer selbstverständlich sein, weder fleischliche Produkte zu essen noch sie anzubieten. Viele der Tierheime in Schleswig-Holstein und auch in Mecklenburg glauben allerdings, daß der Umsatz sinkt, wenn auf den Sommerfesten etc. nicht die obligatorischen Würstchen etc. angeboten werden. Gegen diese doppelte Moral habe ich bisher vergeblich angekämpft. Da es, wie man lesen kann, aber offenbar viele Tierheime gibt, die mit vegetarischer Kost erfolgreich sind, hoffe ich auch hier auf ein baldiges Umdenken.

  9. Vegetarische Ernährung für Menschen, erst recht bei Tierheim-Festen – das kann ich nur begrüßen. Mir sind Grillwürstchen vom Schwein im Tierheim auch schon aufgestossen. Wer seinen Hund vegetarisch ernährt, verletzt die Tierschutzgesetze. Artgerecht ist für einen Abkömmling von Wölfen nur die Ernährung mit Fleischanteil. Alles andere ist Ideologie. Wer so handelt, hat den Unterschied zwischen Natur und der nur dem Menschen eigenen kulturellen Evolution, die auch mit Fleischverzicht einhergehen kann, nicht verstanden.

  10. es ist schon immer der einfachere Weg gewesen, sich den Normen der Masse anzupassen. Die “Leichenessenden” möchten auch gar nicht auf ihr Würstchen verzichten. Heutzutage gehört die besondere Zubereitung und Präsentation der Leichenteile unserer Artgenossen zu unserer Kultur. – Ein Holocaust der noch mit Rezepten gesteuert und ausgezeichnet wird.
    Das mit den vegetarischen Gerichten in Tierheimen ist ja ganz schön, doch nur für einen Tag und am nächsten und nächsten geht es weiter wie gehabt. Aufklärungsarbeit sollte an solch einen Tag auf jeden Fall auch betrieben werden.

    Liebe Grüsse
    Evelyn Fischer, Ortenberg

  11. Selbstverständlich ist das nur zu begrüssen, dass ein solch grosses Tierheim eine Vorbildfunktion übernimmt. Konsequenz in Sachen Tierschutz sieht aber anders aus. Hinter den Toren werden die Tiere trotzdem verfüttert. Und es hat absolut nichts mit Ideologie oder Artenwidrigkeit zu tun, wenn man Hunde und Katzen vegetarisch ernährt. Das ist nur eine logische Konsequenz aus Tierschutzsicht. Wer das anders sieht, hat noch nicht begriffen, dass auch das Tier in der Büchse leben wollte, gekämpft und gelitten hat, sowie gequält, missbraucht und verachtet wurde! So jemand soll sich erst einmal einen veganen Hund ansehen, bevor er den Tieren vollkommen artwidrig das krankmachende, vergiftete Zeug füttert, welches nur gegessen wird, weil es auch voll mit Farb-, Aroma-, Duft,- und Geschmacksstoffen ist. Es wurde schon zu oft festgestellt, dass die vegetarisch ernährten Hunde gesund sind und viel älter werden, als Hunde, die zeitlebens diesen Dreck essen mussten, den noch nicht mal ihr Besitzer vorkosten würde, irgendwann wegen Krebs eingeschläfert werden mussten, um ignoriert zu werden. Wer das auch noch für Evolutionär und normal hält, die eigenen Zivilisationskrankheiten auch den Tieren zugute kommen zu lassen, ist wohl als gemeingefährlich zu betrachten.

  12. Auch ich möchte mich mit einem dicken GLÜCKWUNSCH
    an das Berliner Tierheim anschließen ! – Wunderbar – hoffentlich
    nehmen sich viele ähnliche Institutionen ein Beispiel daran !
    Freundliche Grüße – Bärbel Bach aus Lübeck

  13. Ich bin seit mehreren Jahren Mitglied des Tierschutzvereins Wermelskirchen und Umgebung e.V.mit angeschlossenem Tierheim und habe bei den zahlreichen Festen, die zugunsten des Tierheims ausgerichtet wurden, niemals erlebt, dass fleischhaltige Gerichte angeboten wurden.Es gab nur vegetarische Kost, und die wurde auch von den immer wiederkehrenden Besuchern gerne gegessen.

  14. ein sehr begrüssenswerter schritt, mitleid ist
    nicht teilbar…..

  15. wie verbohrt und krank im Kopf muss man eigentlich sein um domestizierte Raubtiere wie Hund und Katze vegetarisch oder gar vegan zu ernähren.Menschen können wählen,aber unsere Hunde und Katzen nicht und sie sind was sie sind RAUBTIERE.
    Ich habe einen Gnadenhof seit 15 Jahren,bei uns leben Pferde,HUnde,Katzen und eine Kuh(von Kalb an).Mir würde es nicht im Traum einfallen denen vegetarische Kost vorzusetzen.Sie(die Hunde und Katzen) bekommen Fleisch(roh oder gekocht) und Gemüse.Ich habe absolut kein Problem ein verendetes Kalb eines Bauern zu holen,abzuziehen und zu verteilen,ebensowenig wenn ein Pferd sterben würde oder die Kuh.
    Eine bei uns lebende Dogge wurde 15,5 Jahre alt,2 Dobermänner 16 und 17,ein Dackel 19

  16. Ich lobe auch die Einsicht des Tierheims, ein weiterer und erstrebenswerter Schritt wäre die vegane Ernährung. Denn gerade Tierheime, die auch “Nutztiere” aufnehmen, wissen, woher sie stammen und welche Qualen sie durch litten haben. Deshalb auch ein klares nein an die Nutzung von Tieren für Speisen, die zwar nicht direkt getötet werden, aber eben ein gleiches qualvolles Leben haben. Nur weil bei den einen die Tötung am Ende steht, heißt dies nicht, dass das andere weniger schlimm ist. Zumal auch bei Nutztieren im Allgemeinen eine Tötung, wenn sie denn nicht mehr ie Erzeugnisse bringen, ansteht. Deshalb ja auch die Einrichtung “Gnadenhof”.

    Also weiteren nachdenken und reagieren.

  17. zu malu, es geht hier um das Essen, welches die Menschen zu sich nehmen, bei Tierheimfesten, etc. Und desweiteren sind Hunde keine reinen Fleischessen. Hunde können ohne Probleme vegan ernährt werden. Da musst du dich einmal reinlesen. Es gibt sehr viele Hunde, die von sich aus vegan leben. Zumal deine Logik nicht ganz stimmt. Diese Hunde sind von uns abhänig und sie essen, was wir ihnen hinstellen. Mein verstorbener Hund liebte zum Beispiel Karotten und musste aufgrund eines Stoffwechselproblems vegan Leben und tat dies gesund und munter. Bei Katzen ist dies natürlich etwas anderes. man kann es versuchen, doch meist lehnen sie eine vegane Ernährung ab. Da gebe ich dir recht.

  18. zu malu nr.15 ich kannte einen hund,der 21 jahre alt wurde ,und der nur vegetarisch ernährt wurde.mein dackel bekommt auch nur vegetarisches futter seit 3 jahren.er wird jetzt 14 jahre alt und ist gesund und munter.das futter gibt es im bio-laden. das beispiel des berliner tierheims werde ich an das hannoversche tierheim weiterleiten,dort gibt es nämlich grillfleisch und würstchen beim haus der offenen tür.

  19. aloso malu reagiert vollkommen übertrieben erstmal gehtes darum was die menschen dort bekommen und nich die tiere. natürlich hast du recht das sie raubtiere sind aber das heißt nicht das sie nich auf flleisch verzichten können. viele tiere blieben nur so am leben. eine bekannte von mir hatte einen schwer kranken hund aus dem ausland gehabt. er war 11/2 jahre jung doch sein zustand war so schlimm das die ärzte ihn einschläfern wollte doch die frau blieb hartnäckig und hat alles versucht damit benno wieder gesund wird. nur der schritt zur fleischfreien ernährung hat benno das leben gerettet. das zeogt doch das es gar nich so schlecht is sein tier so bestmöglich wie es nur geh zu ernähren. und hast du eigentlich mal nachgedacht das du deinen tieren nich nur FLEISCH vorsetzt sondern auch ANTIBIOTIKA HORMONZEUGS und dieser ganze scheiß mit dem die kühe etc vollgepumpt werden??????is das deine vorstellung von ARTGERECHT??????????????

  20. Unser Tierheim in München bietet schon lange nur vegetarische Speisen bei den Tierheimfesten an.Das ist immerhin ein gutes Zeichen. Fleisch essende “Tierfreunde” gibt es noch jede Menge – unverständlicherweise

  21. Dass Wurst oder Fleisch bei einem Tierheimfest verkauft wird, finde ich schon seit Jahren mehr als grausam, denn auch Schweine und Rinder und Kühe sowie alle anderen Lebewesen haben ein Recht darauf, geschützt zu werden und wenn man sich “Tierschützer” nennt, dann sollte man auch alle anderen Tiere schützen, nicht nur Hunde und Katzen. Auch mir ist vor kurzem auf einem Fest aufgefallen, dass es Wurst und Fleisch gab. Ich habe die Vorsitzende darauf angesprochen. Doch das Argument war mehr als mager. Wir machen seit Jahren Feste ohne Fleisch und sind bis jetzt sehr gut damit gefahren.
    Leider ist eine vegetarische Ernährung in Tierheimen ein Problem, da es so teuer ist, dass man es sich wirklich nicht leisten kann. Hier wäre es von Vorteil, wenn hier mehr getan würde, damit auch hier kein Fleisch mehr verfüttert werden muß.

    Petra von Kopp
    Gnadenhof Garscha
    Tierschutzgruppe Rüppurr e.V.
    http://www.gnadenhof-garscha.de

  22. Fleischlose Gerichte statt Steaks und Würstchen begrüße ich sehr im Tierschutz.
    Allerdings vegane Ernährung für Raubtiere, außer wenn sie medizinisch notwendig ist, geht mir persönlich zu weit.
    Der Mensch hat nicht das Recht einem Tier seinen Willen aufzuzwingen und schon gar nicht das Recht die Natur nach seinen Vorstellungen zu manipulieren. Und, genau das versuchen wieder einige Menschen zu praktizieren.
    Hat der Mensch nicht schon genug Schaden angerichtet? Und, kann man nicht einfach mal Tier Tier sein lassen?
    Wird Zeit, dass die Menschheit ins Nirwana verschwindet, denn die Natur braucht uns nicht.

  23. Ich bin ein Leichenesser – die Pflanzen, aus denen meine Nahrung überwiegend besteht sind schließlich auch tot. Und ich störe mich an der Bezeichnung “Raubtier”, denn ein Tier begeht keinen Raub, also die widerrechtliche Aneignung einer fremden Sache. Für mich sind Tiere, die andere Tier erjagen und essen Beutegreifer.

    Und schlußendlich mache ich aus meinem weitgehenden Verzicht auf Fleisch kein Dogma. Dogmatiker gehen Andersdenkenden meist schnell auf die Nerven. Wer von mir genervt ist, tut sich meist schwer, sich an mir ein Vorbild zu nehmen.

  24. Dies ist ja eigentlich nur logisch und konsequent.
    Aber so lange die Bratwurst ja gemütlich am
    Stand gekauft werden kann und man nicht selbst morden muss, wird sich bei den meisten nicht viel ändern…

  25. Liebe(r) Malu,

    seit ich hier in diesem Forum bin, stelle ich fest, dass fast alle Beitragsschreiber Vegetarier und Veganer sind, was wohl vor allem auf die Betreiber des Forums und die Themen zurückzuführen ist.

    Deshalb sollten wir wenige Nicht-Vegetarier und Nicht-Veganer uns überlegen, ob wir hier überhaupt weiterhin noch die Beiträge lesen und etwas schreiben wollen? Mir vergeht eigentlich immer mehr die Lust dazu.

    Doch möchte ich heute noch etwas Wichtiges mitteilen:

    Ich war am Freitag auf einem Ausflug im Gut Aiderbichl Deggendorf. Dort gibt es nun nur noch vegetarisches Essen, als Hauptgerichte Sojagulasch mit Spätzle und Spaghetti Bolognese vegetarisch. Es hat wirklich super geschmeckt, obwohl ich normalerweise keine Freundin von solchem Ersatzzeugs bin. Aber Herr Aufhauser hat nicht gelogen, als er vor einigen Wochen in „Akte Tier“ schrieb, dass die Aiderbichler Köchin diese Gerichte großartig zubereiten kann.

    Der „Zufall“ wollte es, dass trotzdem etwas ganz „Unveganes“ geschah: Ausgerechnet, als ich den Restaurantgarten betrat, lag dort ein toter Singvogel! Als ich es drinnen meldete, sagte mir die Bedienung, den habe gerade eine der Gnadenhofkatzen erlegt.

    Da frage ich mich: Müssten die fanatischen Vegetarier und Veganer, die Herrn Aufhauser so lange anfeindeten, bis er die Speisekarte vegetarisch gestaltete, dann nicht auch verbieten, dass Katzen in seinem Gnadenhof Singvögel töten und nicht mal fressen, sondern einfach liegen lassen? Noch dazu im vegetarischen Restaurantgarten?

    Dieses Erlebnis war auch wieder mal ein Beweis für die Tatsache, die ich immer erwähne: Alle Raubtiere, einschließlich Hunde und Katzen, jagen und töten, wann immer sie Gelegenheit haben, auch wenn sie gar nicht hungrig sind!

    Deshalb sind mir ehrlich gesagt die Pflanzen fressenden Tiere lieber. Mir sind auch Leute lieber, die Fleisch von artgerecht gehaltenen und human getöteten Tieren essen, als Veganer und Vegetarier, die ihre Hunde und Katzen überall frei herumlaufen und andere Tiere schwer verletzen oder qualvoll töten lassen. Gestern erfuhr ich auf einer Schafschau vom Geschäftsführer des Landesschafzuchtverbandes, dass allein in Bayern mindestens ein- bis zweimal monatlich Schafe von frei laufenden Hunden angefallen werden!

    Ich halte es aber auch für artwidrig, Hunde und Katzen vegetarisch oder gar vegan zu ernähren! Sollte es Hunde oder Katzen geben, die sowas freiwillig fressen, kann es vielleicht daran liegen, dass sie vorher minderwertiges Dosenfutter bekamen (Whiskas etc.), das ohnehin fast ausschließlich aus pflanzlichen Nebenprodukten sowie ein wenig tierischen Schlachtabfällen besteht, aufgepeppt mit künstlichen Vitaminen und Aromastoffen.

    Denjenigen Besitzern von Hunden und Katzen, welche diese vegetarisch oder vegan ernähren, möchte ich einen Tipp geben: Kauft mal frisches Biofleisch (das Kilo kostet ca. 20 €) und stellt es Euren Tieren vor, daneben einen Napf mit vegetarischen oder veganem Futter. Wenn das Tier dann freiwillig das Fleisch liegen lässt und das pflanzliche Futter bevorzugt, könnt ihr ja ruhigen Gewissens bei dieser Fütterungsweise bleiben.

    Außerdem möchte ich allen Vegetariern und Veganern empfehlen, etwas dafür zu tun, dass Rinder, Schweine, Hühner, Schafe, Ziegen etc. weiterhin hier auf dieser Erde leben können, ohne durch Eure Lebensweise auszusterben! Übernehmt doch mal Patenschaften auf Gnadenhöfen für diese Tiere! Wenn Ihr Aiderbichl und Aufhauser nicht mögt, so sei erwähnt, dass es auch noch andere Gnadenhöfe gibt.

    Ich habe eine Patenschaft für zwei Schafe beim Gnadenhof des Deutschen Tierschutzbundes, eine Kuh im Gnadenhof der Animals Angels e.V. und nun noch eine Ziege auf Gut Aiderbichl.

    Ich möchte aber auch, dass diese Tiere nicht nur auf Gnadenhöfen leben können, sondern ebenso auf Biobauernhöfen, weshalb ich bewusst biologische Tierprodukte konsumiere. Ich möchte, dass man weiterhin Tiere auf Weiden sieht und es weiterhin möglich ist, Urlaub auf Biobauernhöfen mit Tieren zu erleben, statt künftig auf tierlosen Gemüsebauernhöfen!

  26. @ malu und andere:

    Ich schätze dieses Forum und freue mich immer, wenn ich ideologiefreie, undogmatische und sachliche Biträge lese. Jede(r) hat das Recht, eine eigene Meinung zu haben und sie zu vertreten. Aber leider haben einige Mitdiskutant(inn)en es noch nicht begriffen, daß sich niemand gerne “missionieren” oder zu einer neuen Meinung zwingen läßt. Schade! Solche Beiträge verleiden mir die Freude am mitdiskutieren!

  27. Hallo Lämmlein,

    wir freuen uns über ernst gemeinte Beiträge von Vegetariern, Veganern und Fleischessern.

    Die Problematik des eventuellen Aussterbens von “Nutz”tieren sehen wir nicht. Selbst wenn der Fleischkonsum um 99% fallen würde, würden jährlich weltweit noch 600 Mio. dieser Tiere gemästet und geschlachtet werden.

  28. @ Sabine B.

    schon mal gehört, dass hunde fleischfresser sind?

    mit einem kopfschütteln…

    m. b.

  29. Hallo Mahi Klosterhalfen,

    auch mir ist klar, dass die sogenannten Nutztiere gegenwärtig weit davon entfernt sind, auszusterben. Ich meine nur, wenn künftig jeder vegan leben würde, außerdem niemand Patenschaften für diese Tiere auf Gnadenhöfe übernähme und auch niemand sie als Freunde und Schmusetiere im Garten halten möchte, dann wären sie wohl irgendwann vom Aussterben bedroht.

    Wie schon früher erwähnt, ist es eben nach meiner Erfahrung eine typische Eigenart der meisten Veganer, dass sie nicht nur den Konsum tierischer Produkte ablehnen, sondern auch jegliche Hobbyhaltung von Rindern, Schweinen Schafen etc. kritisieren, oft sogar Gnadenhöfe ablehnen.

  30. Wenn man konsequent Tierschutz und Tierrecht betreiben wolle, müsse jegliche Tierhaltung strikt abgelehnt und verboten werden. Daraus würde ein Austerben vieler menschlich beeinflusster Gattungen und Rassen zwangsläufig erfolgen, da viele Haus- und Nutztiere in der Natur nicht überlebensfähig wären. Andere würden sich wieder integrieren und evtl. würden sich neue Mischformen entwickeln (z.B. Hausrinder gekreuzt mit Wildrindern).
    Um ein Gleichgewicht zu erhalten müssten alleine schon in Deutschland Wölfe, Bären und andere Raubtiere angesiedelt werden.

    Man kann nicht nur A sagen, man muss auch B sagen und sich der Konsequenzen daraus bewusst sein.

  31. Ja, ich finde, Einzelkämpfer hat Recht.

    Man muss immer alles von jeder Seite betrachten, statt so einseitig wie die meisten Tierrechtler das tun.

    Raubtiere ansiedeln? Na ja – viele Braunbären z.B plündern heutzutage lieber Mülltonnen, als sich naturgemäß vorwiegend von frischen Pflanzen zu ernähren. Das tun sie nicht nur im dichtbesiedelten Europa, sondern auch in Amerika. Es liegt wohl zum einen daran, dass die Leute zu viel wegwerfen, zum anderen, dass die Bezeichnung “Saubär” wohl nicht ganz zu Unrecht besteht. Besser wäre aber die Bezeichnung “Müllbär”, da die “Sau” ein eher reinliches Tiere ist.

    “Allen Tieren wohl getan, ist eine Kunst, die niemand kann” sage ich mir.

  32. @Lämmlein- Du hast ja so Recht!
    Und auch ich habe inzwischen schon mehrfach überlegt ob ich hier überhaupt noch lesen und mitdiskutieren soll.
    Ich finde diese teilweise schon aggressive und an Besessenheit grenzende Missionierung durch einige Veganer einfach nur noch lächerlich und wenn es um “Beutegreifer” geht sowieso.
    @Isabell Siebert – nein unsere Hunde und Katzen bekommen ihr Futter von dem gleichen Biohof wo auch ich meine “Leichen” herbeziehe.
    Was ist denn wenn nun ganz Deutschlannd Vegetarisch leben würde-oder Vegan?
    Die Bauern züchten nicht mehr?Nein,sie züchten genauso weiter wie bisher nur sie werden mehr Tiere in den Export schicken,auf Lebendtransport.Was das bedeutet brauche ich denke ich nicht weiter ausführen.
    Wie jeder für sich leben will vegetarisch oder vegan – dies sollte jeder für sich entscheiden und man sollte diese Entscheidung auch jedem selbst überlassen.
    jeder der seinem Tier seine eigene Lebensweise aufzwingt dem sollte man das Tier wegnehmen.Wenn man nach artgerecht schreit sollte man das artgerechete wenigstens dem eigenen Tier zugestehen.

  33. Malu, daran habe ich noch gar nicht gedacht, dass die Bauern weiterzüchten würden, wenn niemand in Deutschland ihnen mehr ihre Produkte abkaufen würde, und dann noch mehr Tiere per Lebendtransport ins Ausland schicken!

    Deshalb ist es sehr wichtig, sich auch gegen Tiertransporte zu engagieren. Am meisten hiergegen tun die Animals Angels e.V., bei denen ich vor einigen Wochen Mitglied wurde.

    Die sind zwar auch sehr vegetarisch/vegan eingestellt, aber davon muss man sich ja als Fördermitglied nicht beeinflussen lassen. Mir imponiert der wirklich tolle Einsatz der Animals Angels, auf den Transportern, Schlachthöfen und Viehmärkten Missstände zu entdecken, diese bei Polizei und Behörden anzuzeigen und – soweit gesetzlicht möglich – zu verbessern bzw. abzuschaffen.

  34. Malu und Lämmlein,

    die Einschätzung, dass auch weiterhin in Deutschland Fleisch produziert werden würde, wenn alle Deutschen Vegetarier würden, ist sicherlich nicht ganz falsch. Dennoch greift das Argument zu kurz:

    Abgesehen davon, dass ein drastischer oder vollkommener Rückgang des Fleischkonsums nicht absehbar ist, ist es praktisch undenkbar, dass solch eine Entwicklung sich nur auf ein einziges Land begrenzen würde. Die Entwicklung würde mindestens auch Nachbarländer mit einbeziehen.

    Dadurch würde die Fleischproduktion insgesamt (nicht nur in einem Land) zurückgehen. Der Handel zwischen den Ländern würde damit nicht ansteigen – eher im Gegenteil.

    Die Hypothese, dass Fleischverzicht ein Ansteigen der Tiertransporte nach sich zieht, ist damit nicht haltbar.

    Und selbst wenn sie es wäre: Unterm Strich würde trotzdem wohl weniger Tierleid entstehen, da deutlich weniger Tiere die industrielle Massentierhaltung über sich ergehen lassen müssten. Denn: Weniger Konsum führt zu weniger Produktion (meistens im eigenen Land, teilweise auch im Ausland – je nach Handelsbilanz des entsprechenden Landes).

    Zurück zum Kernthema: Wenn sich Vegetarier, Veganer und Biofleischesser auf den gemeinsamen Gegner (die Massentierhaltung) konzentrieren würden, anstatt sich gegenseitig anzufeinden, wäre sicherlich viel gewonnen. Dass sich hier niemand zu irgendeiner Ernährungsform bekehren lassen will, dürfte aus der Diskussion deutlich geworden sein.

  35. @ Mahi Klosterhalfen: Ich hoffe für die Tiere, dass Sie Recht haben, was die Transporte betrifft.

    @Malu: Ich glaube, dass für Leute wie uns die Internetseiten (oder Zeitschriften) vom Deutschen Tierschutzbund, Pro Vieh und Gut Aiderbichl am passendsten sind. Auch dort erfährt man regelmäßig Tierschutznachrichten, ohne dass ständig für Vegetarismus/Veganismus geworben wird. Es wird dort nur erwähnt, dass es wichtig ist, tierische Produkte aus artgerechter Haltung zu kaufen, auch nicht in zu großen Mengen zu konsumieren. Ich stimme darin voll zu – neben tierischen Produkten esse ich auch sehr gerne Obst, Salate, Gemüse, Nudeln, Nüsse oder Erdnusscreme als Brotaufstrich.

    Auch die Animals Angels e.V. missionieren nicht mit Vegetarismus/Veganismus, obwohl sie selber so leben.

    Schade nur, dass es bei keiner dieser Tierschutzorganisationen ein Forum gibt, wo man Beiträge lesen oder schreiben könnte.

    Abgesehen davon will ich hier natürlich weiterhin gerne die E-Mail-Protestaktionen an gewisse Firmen und Politiker mitmachen, welche sich tierschutzwidrig verhalten sowie auch die Broschüren für die Bundestagswahl weiter verteilen.

    Diese Idee mit den Broschüren ist wirklich Spitze von der Albert-Schweitzer-Stiftung!
    Auch das „Merkel-Wahlplakat“ unter der Rubrik „Kampagnen“ finde ich toll – ich habe es schon einige Mal ausgedruckt und an Bekannte als „Wahlwerbung“ versandt. Das macht richtig Spaß!

  36. …. ach ja, und übrigens:

    hab gerade die von der Albert-Schweitzer-Stiftung oben erwähnten Infoseiten der Tierfreunde e.V. zur vegetarischen Hundenahrung gelesen.

    Da frage ich mich: Wenn die Tierfreunde e.V. jegliches Töten von Tieren ablehnen, lassen sie dann auch Zecken oder Flöhe am Körper der Hunde leben?

    Am besten, ich schicke denen mal ein E-Mail mit dieser Frage. Ob da wohl Antwort kommt?

    ALLEN TIEREN RECHT GETAN IST EINE KUNST DIE NIEMAND KANN!

  37. Zum Ausgangspost zurückkehrend, möchte ich anmerken, dass ich den Entschluss zum vegetarischen Essen (für Menschen) der Tierheime befürworte. Wenn man sich als Tierfreund bezeichnet, darf die Tierliebe schließlich nicht bei Hund und Katze aufhören, sondern muss auch “Nutz”tiere mit erfassen.

    Im Zuge dessen würde für mich eine Umstellung anderer “grüner” Organisationen aus umweltschutz- oder tierschutzgründen auf vegetarisches Essen in den Kantinen oder bei Veranstaltungen auch Sinn machen, darunter z.B. die Partei der Grünen, Greenpeace, der WWF, Nabu etc.

    Vielleicht könnte man dafür mal gemeinsam mit dem Vebu eine Aktion starten?

  38. Ich finde, manche Kommentare sind direkt zynisch. Wer Tiere essen will, sollte sie auch selbst erjagen und töten.
    Aber unsere sogenannten Nutztiere ( ich verabscheue diesen Begriff ) haben keine Chance zu entkommen, ob sie in der Massentierhaltung gequält werden oder auf einem Ökohof leben. Das viel zu kurze Leben wird durch den Metzger beendet.
    Ich sage Nein zu jenem unsäglichen ” Recht “des Verzehrs unserer Tiergeschwister und bin froh bei dem Verein Pro animale Mitglied zu sein, hier wird konsequent dieser Standpunkt vertreten.
    Nun noch zu den Tierschutzvereinen: es ist zu begrüssen, dass einige umdenken und inzwischen vegetarisches Essen anbieten. Tierschutz heißt nämlich alle Tiere schützen und nicht nur unsere Lieblingstiere Hund, Katze usw., die wenn sie keine Lieblinge mehr sind ausgesetzt oder in die Tierheime abgeschoben werden. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich muss jetzt meine vielen Tiere versorgen.

  39. Da fällt mir noch etwas Wichtiges ein:

    Seit ich mich etwas näher mit Landwirtschaft beschäftige, erfuhr ich mehrfach davon, dass Hundekot im Gras und Heu Koliken und Totgeburten bei den Kühen verursachen kann – was auch immer wieder geschieht.

    Letztes Beispiel: Einer der vorige Woche von mir erwähnten Bauern, die mich telefonisch beschimpft hatten, erzählte mir, dass zum Teil auch die Hundebesitzer Schuld daran haben, wenn Rinder artwidrig im Stall gehalten werden, statt auf die Weide zu dürfen. Er kenne einen Bauern, der früher seine Kühe auf der Weide hatte, auf welcher jedoch so viele Hunde ihr „Geschäft“ verrichteten, dass acht Kälber tot geboren wurden!

    Abgesehen davon ist es auch unappetitlich für die Rinder, solch stinkendes Gras und Heu fressen zu müssen!

    Fazit: Wer seinen Hund überall frei herumlaufen und überall sein „Geschäft“ verrichten lässt (ohne dieses in einer Plastiktüte mitzunehmen) ist ein Rinderquäler und Kälbermörder – selbst wenn er ansonsten vegan lebt!

    „Viel Spaß“ bei einem langen Spaziergang mit einer Tüte Hundedreck in der Hand, wenn es weit und breit nirgends einen Abfalleimer gibt!

    ALLEN TIEREN (UND ALLEN MENSCHEN) RECHT GETAN
    IST EINE KUNST DIE NIEMAND KANN!

  40. Sehr gut, dass die Berliner Freunde vom Tierheim jetzt endlich auch konsequent und beispielhaft für viele andere sind. Für uns von der AG Tierschutz in Karlsruhe ist es schon immer selbstverständlich beim Tag der offenen Tür, in unserer Begegnungsstätte Mensch-Hund, nur vegetarisches Essen für die zweibeinigen Besucher anzubieten.

  41. Ich bin auch grundsätzlich der Meinung, dass nur der Mensch alleine sich für eine bestimmte Ernährungsform – welche auch immer – frei entscheiden kann. Tieren die vom Menschen in Abhängigkeit gehalten werden, Nahrung anzubieten, die sie in freier Wildbahn so nicht fressen würden, kann nicht als artgerechte Haltung gelten. Egal ob jetzt Kühe mit Tiermehl oder Katzen mit Gemüse gefüttert werden.

    Ich weiß, dass Katzen hin und wieder Gras fressen und auch daneben einen Anteil an pflanzlicher Kost benötigen (den sie normalerweise meines Wissens aus dem Magen ihrer Beute sozusagen mitfressen), aber keine verwilderte Katze würde sich freiwillig vegan ernähren. Allerdings erlegen Hauskatzen für gewöhnlich auch keine Rinder, Lämmer, kein Wild oder was sich sonst oft so im Katzenfutter befindet (laut Etikett befinden sollte) Hier frage ich mich wessen Geschmack bedient wird?

    Meine Katzen würden, wenn sie keine Lebendexemplare erwischen, sicher Katzenfutter von Maus, Singvogel und Forelle bevorzugen, auch Kaninchen und Huhn soll schon vorgekommen sein.

    Ja, es gibt Tiere die andere Tiere fressen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben! Ich selber mag weder Kalb noch Maus in meinem “Futter”, und obwohl ich kein Problem damit habe eine Ratte zu töten, wenn sie glaubt in meiner Küche wohnen zu müssen, werde ich sie nicht essen. (Sehen die Katzen übrigens einstimmig genauso).

    Die Katze lässt das mausen nicht, wussten schon unsere Vorväter, und waren davon so überzeugt, dass diese einfache Wahrheit sogar zum geflügelten Wort wurde.

    Ich glaube nicht, dass man es als Tierschützer verantworten kann, einen Beutegreifer in geschlossene Räume zu sperren, und ihn mit Pflanzen zu füttern. Auch wenn er es überleben und dabei gesund bleiben kann, ist es meiner Meinung nach artgerecht.

    Könnt ihr alle euch eigentlich vorstellen, wieviele Mäuse, Ratten, etc. es in besiedelten Gebieten gäbe, wenn die Katzen und andere Beutegreifer sie nicht mit solchem Eifer und Enthusiasmus verfolgen, töten und an der Brutpflege hindern würden? Danke Shadow, für deinen unermüdlichen Einsatz!

  42. Liebe Romana,

    nur Deinetwegen schreibe ich hier nochmal was, weil mir Deine Beiträge (schon in der Zeit vorher) immer so gut gefallen.

    Wie Recht Du hast, dass Katzen Mäuse und Ratten fangen sollen, weil diese sonst überhand nehmen würden! Ein Tierarzt sagte mal, dass eine Maus die gesündeste Nahrung für eine Katze ist.

    Das Problem ist jedoch, dass Katzen Mäuse nicht schnell und schmerzlos töten, sondern langsam und qualvoll, indem sie vorher längere Zeit mit ihnen spielen!

    Eine Tierfreundin meinte dazu einmal, das liege daran, dass Katzen meist zusätzlich von ihren Besitzern gefüttert werden und daher oft gar nicht hungrig sind, wenn sie auf Mäusejagd gehen.

    Vielleicht hatte die Frau Recht und man sollte freilaufende Katzen gar nicht zusätzlich füttern? Allerdings fangen sie auch Singvögel – und ohne zusätzliche Fütterung wahrscheinlich noch mehr davon!

    Neulich erfuhr ich von einer Tierfreundin, dass sie eine Rattenplage in ihrem Hühnerstall hat – die Ratten hätten sogar schon ein Huhn getötet. Sie hat aber auch Katzen, welche die Ratten töten und sie ihr vor die Haustüre legen, ohne sie zu fressen. Die Ratten jedoch sind so zahlreich, dass ihre Katzen mit dem Töten nicht mehr nachkommen und die Frau deshalb sagte, dass sie sich weitere Maßnahmen zur Rattentötung einfallen lassen müsse. Ich finde das notwendig, jedoch aus veganer Sicht müssten auch Ratten ein Recht haben, zu leben, wo sie wollen und zu fressen, was sie möchten, ohne dass der Mensch sich einmischt.

    Deshalb meine obligatorische Bemerkung an die fanatischen Veganer hier:

    ALLEN TIEREN RECHT GETAN IST EINE KUNST DIE NIEMAND KANN!

  43. Meine Erfahrung besagt, wenn du zuviele Ratten hast, hast du oder haben deine Nachbarn zuwenige Katzen. Je nachdem wo die Nester der Ratten sind. Oder und das bitte nicht unterschätzen das Hühnerfutter ist nicht rattensicher verpackt/gelagert. Wenn Ratten an Hühnerfutter kommen vermehren sie sich explosionsartig. zu “Die Katzen fressen die Ratten nicht” Tun sie nie, egal wie hungrig sie sind. Mein Mann sagt sie vertragen sie nicht und wissen das auch – aber (!) Ratten töten junge Katzen und DAS wissen die Katzenmütter auch. Darum riskieren Katzen oft sogar schwere Verletzungen im Kampf gegen ausgewachsene Wanderratten. Ich sehe das Recht auf Leben eher noch bodenständig. Die Ratte darf leben, sie darf es nur nicht im Umkreis meines Hauses. Die Ratte hat entschieden dass sie als Kulturfolger leben möchte und das Hühnerfutter besser schmeckt als ihre natürliche Nahrung, ich habe ihr keine Einladung zum Essen geschickt. Und meine höflichen Aufforderungen das Gebäude doch bitte zu verlassen, haben sie auch nicht ernstgenommen, was soll ich denn bitteschön machen? Mir einen richterlichen Beschluss wegen Landfriedensbruch holen? Ansonsten bleibt es beim Faustrecht. Außerdem verletzen Ratten durchaus auch ohne Skrupel Menschenbabys wenn sie Gelegenheit dazu erhalten.

    Was das Verhalten von Katzen angeht. Sie haben einen starken Jagdtrieb. Ich füttere meine Katzen zum Beispiel nur wenn ich sehe das sie mager werden, also nicht genug Beute finden. Trotzdem bringen zwei meiner Katzen immer wieder tote Beute nach Hause. Mein Mann meinte letztens scherzhaft, sie versuchen mich zu füttern, damit ich nicht gezwungen bin Gemüse zu essen ;-)!

    Allerdings schafft es eine Katze für gewöhnlich nicht, einen jungen, gesunden Singvogel zu erwischen, der kann nämlich fliegen, sie nicht. Jede meiner Katzen ist ein oder zweimal vom Baum gefallen bis sie das begriffen hatte. Das einzige was mir leid tut ist wenn ein Vogel aus dem Nest fällt, der noch nicht fliegen kann, der ist dann leider Gottes leichte Beute. Aber das wäre er doch auch, wenn in unseren Wäldern noch die dort ursprünglich angedachten Raubtiere leben würden.

    Ich glaube auch das wir uns bewusst machen müssen, dass die Natur nach menschlichem Maßstab eben grausam ist. Punkt. Nach ihrem eigenen Maßstab ist das Einsperren von Haustieren, oder die Zucht von Hunden die in den Ärmel und farblich zur Einrichtung passen wahrscheinlich auch nicht viel besser…

    Allen Tieren recht getan ist sicher nicht so einfach, aber seid ihr eigentlich sicher, dass das unsere Aufgabe ist? Die Natur ist doch auch hervorragend zurechtgekommen, bevor der Mensch dachte alles besser wissen zu müssen. Vielleicht sollten wir alle wieder ein bisschen näher an unsere Wurzeln rücken anstatt uns der Fantasie hinzugeben Gott oder eben die Gegenseite spielen zu wollen.

    Hätte Gott/Mutter Erde/die Evolution keine Beutegreifer für nötig gehalten gäbe es jetzt keine. Was also lehrt uns die Tatsache dass es sie trotz allen menschlichen Starrsinns doch noch gibt?

  44. Tieren, vorallem Fleischfressern, eine vegetarische Ernährung aufzuzwingen ist nichts als Tierquälerei und gehört verboten. Vorallem Katzen kann man nicht pflanzlich ernähren, das führt sehr schnell zu Mängeln.

    Lasst Tiere Tiere sein, und dazu gehört auch, dass sie jagen gehen. Katzen bekommen nur kranke Vögel, also warum herumheulen, dass sie Singvögel jagen? Die Natur macht alles richtig, nennt man auch Ökosystem. Da muss der Mensch nichts dran herumpfuschen, besonders noch Leute, denen es zu gut geht und die meinen die Welt verbessern zu wollen.

    Tierschutz ungleich Vegetarismus. Man beruhigt nur sein eigenes Gewissen, Tiere werden aber trotzdem noch geschlachtet.

  45. @ Lämmlein: Was die Problematik zu Neospora caninum betrifft, so hat die Schweizer Vereinigung für Kleintiermedizin eine, wie ich finde, recht informative Abhandlung darüber veröffentlicht http://www.kleintiermedizin.ch/hund/neospora/index.html
    Wie man dort nachlesen kann, ist der Sachverhalt diesbezüglich doch ein wenig komplexer. Und wenn ein Bauer seine Kühe auch im Sommer nicht mehr auf die Weide lässt, dann hat es meist eher damit zu tun, dass seine Hochleistungskühe ausschließlich Hochleistungsfutter wie Melasse u.ä. benötigen. Und Gras von der Weide hat einen zu geringen Nährstoffgehalt, um die Kühe mit der nötigen Energie zu versorgen. Also sind an diesem Umstand weniger unsere Hund schuld als unser täglicher Milchkonsum. Da nehme ich mich auch als Vegetarier nicht von aus, da ich leider Gottes noch nicht vegan lebe.
    Trotzdem sammle ich als vorbildlicher Hundehalter;)) immer schön das Häufi wieder ein, denn was nicht mir gehört, braucht mein Hund auch nicht zukötteln…

  46. Ich hätte nicht gedacht, dass DAS nicht längst selbstverständlich ist. Aber gut, ein kleiner Schritt vorwärts also.
    “Konsequent” wäre allerdings, die bedauernswerten Lebens- und Todesumstände von Milchkühen und Legehennen nicht zu ignorieren, sondern vegane Speisen anzubieten.

    Aber es regiert wohl immer noch der Weg des geringsten Widerstandes, der Spenden-Anbiederung, der “Kompromisse” voll innerer Widersprüche, der Gewissensberuhigung im Miniformat.
    Siehe Kampf ums “Käfigverbot” in der Eierproduktion.

  47. Hello everyone!

    I just wanted to say hi to everyone

    Chaoo

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  48. Shalom

    I just wanted to say hi :)

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