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Bericht vom Legehennen-Symposium

Veröffentlicht am 30. Jun 2009

Freilandhühner. Foto: CIWF, flickr.comBeim gestrigen Legehennen-Symposium in Mainz haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die neuen Käfige für Legehennen (»Kleingruppenhaltung«) diskutiert.

Prof. Dr. Bernhard Hörning von der Fachhochschule Eberswalde hat eindrucksvoll gezeigt, warum die neuen Käfige fast alle Grundbedürfnisse der Legehennen frustrieren. Den Kern der Ausführungen finden Sie auch in unserem Artikel Häufig gestellte Fragen zur Kleingruppenhaltung.

Sehr aufschlussreich war auch der Vortrag von Guido Andres vom Geflügelwirtschaftsverband Rheinland-Pfalz. Für seinen Betrieb hat er entschieden, zu 95% auf alternative Haltungsformen zu wechseln. Ob die letzten 5% auf Kleingruppen-Käfige umgestellt würden, werde derzeit geprüft. Die Folien von Herrn Andres postulierten dagegen für die Kleingruppen-Käfige einen zukünftigen Marktanteil von 40%. Herr Andres selbst schätzt die Lage allerdings so ein, dass 20% schon ein »Erfolg« wären. Wir bleiben bei unserem Ziel eines Marktanteils der Käfighaltung von unter 10%, und sehen uns durch die Aussagen vom Lebensmitteleinzelhandel bestätigt:

Dr. Horst Lang von Globus stellte noch einmal klar, dass das Thema Käfighaltung (inkl. Kleingruppe) für den Einzelhandel erledigt sei. Herrn Dr. Lang und uns sind mit famila / Bünting und V-Markt nur zwei sehr kleine Ketten bekannt, die am Verkauf von Käfigeiern festhalten wollen. Zusätzlich gibt es aus dem Lebensmitteleinzelhandel verstärkt Signale, dass auch bei Eigenmarken (Nudeln, Keksen usw.) auf Eier aus alternativen Haltungsformen umgestellt werden soll. Eine entsprechende freiwillige Deklarierung wird wiederum Druck auf andere Lebensmittelhersteller ausüben.

Wir haben den Eindruck, dass Politik und Geflügelwirtschaft sich nicht vollkommen im Klaren darüber sind, wie eindrucksvoll der Trend weg vom Käfigei in den nächsten Quartalen anhalten wird. Ansonsten würde oft anders gedacht, argumentiert und gehandelt werden.

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