Analogkäse: Debatte zu emotional

Veröffentlicht am 18. Jun 2009

Pressemitteilung

kuh_urlaub_fl_belgianchocolateDie Aufregung um das Thema Analogkäse ist weitestgehend unbegründet. Die Alternativen zum Käse aus Milch können einen wertvollen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz leisten. Außerdem gibt es gesundheitliche Vorteile.

Die Milchindustrie schlägt zurzeit Alarm, weil nicht alles aus Käse ist, was aus Käse zu sein scheint. Richtig ist: Die Verbraucher sollten ehrlich informiert werden – allerdings auch über die Vorteile, die die Verwendung von Analogkäse mit sich bringen kann.

Analogkäse hat beispielsweise weniger Kalorien und weniger gesättigte Fettsäuren als Käse aus Milch. Kommt der Käse-Ersatz sogar ganz ohne Milchbestandteile aus, profitieren auch diejenigen, die eine Laktoseunverträglichkeit haben oder Milchprodukte aus ethischen Gründen ablehnen.

Analogkäse hat außerdem einen Klimabonus: Milchkühe produzieren große Mengen des Treibhausgases Methan. Und für die Produktion von einem kg Käse werden oft mehr als 10 Liter Milch benötigt. Käse gehört damit zu den klimaschädlichsten Nahrungsmitteln überhaupt. Damit der Käse-Ersatz seinen Klimavorteil voll ausspielen kann, muss jedoch auch sichergestellt werden, dass Zutaten wie Palmöl aus nachhaltiger Landwirtschaft stammen.

Und nicht zuletzt sind immer weniger Kühe auf den Weiden zu sehen, weil die modernen Hochleistungstiere so überzüchtet sind, dass sie vermutlich ins Koma fallen würden, wenn man ihnen ausschließlich Gras statt konzentriertem Kraftfutter anböte. »So etwas muss man ja als Verbraucher nicht unbedingt unterstützen«, kommentiert Mahi Klosterhalfen von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Vieles spricht daher dafür, das Thema nicht so sehr zu emotionalisieren wie es die Interessensgruppen aus der Milchwirtschaft derzeit tun. Analogkäse ist herkömmlichem Käse in vielen Punkten überlegen.


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17 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Ich als Veganerin habe die Debatte um Analog-Käse in Deutschland mit großem Interesse verfolgt. Anscheinend hat es ja den Konsumenten zumindest geschmacklich die letzten Jahre über nicht gestört, dass der Belag auf seiner Pizza nicht komplett tierischen Ursprungs ist – die Kühe und das Klima werden es uns danken.

    Meinen Informationen nach gibt es aber leider noch keine Produkte, die ganz frei von tierischen Bestandteilen sind, oder? Zumindest in geringen Mengen werden Lab-Casein oder ähnliches zugesetzt.

    Hat jemand andere Informationen über veganen Analog-Käse, gerne auch aus dem nahen Ausland wie Österreich oder Schweiz?

    Eventuell wäre dies eine Variante, um die einzige vegane Tiefkühlpizza von NaturalCool noch attraktiver zu machen – leider kommt diese gerade ganz ohne “Käse” daher.

  2. Bitte um Infos:

    Wer verkauft die NaturalCool-Pizza?

    Wo werden sonst welche Analog-Käse-Produkte angeboten?

  3. Die NaturalCool Pizza in der Variante “Pepperoni” ist vegan und gehört zur Gruppe “Demeter Felderzeugnisse”. Genaueres zum Produkt finden Sie hier: http://www.felderzeugnisse.de/Natural-Cool-Pizza-Peperoni-ve.266.0.html

    Vertrieben wird die Pizza zumindest in Stuttgart von Alnatura, Bio Supermarkt, Basic Bio (glaube ich) und anderen Bioläden. Im regulären Lebensmittelhandel ist sie mir noch nicht begegnet.

  4. Wo kann man gute und genaue Informationen über Analogkäse erhhalten. Wenn es auch mit dem Geschmack und den mir im Moment noch unbekannten Inhaltsstoffen in Ordnung ist, dann wäre das eine echte Alternative zum herkömmlichen Käse. Und es müßten nicht noch mehr milchproduzierende Tiere wegen uns in teilweise entsetzlichen Unterkünften weilen und leiden.

  5. Liebe Kathrin Friedrich,
    als Mit-Veganerin kann ich Dir mitteilen, dass in Deutschland zig Sorten veganen Käses zu erhalten sind. Schau einfach mal auf die Webseite http://www.ein-besseres-leben.de
    Das ist ein Versand für vegane und tierversuchsfreie Produkte.
    Viele Grüße
    Sabine Schael

  6. Ich finde die Käsealternative eigentlich ganz gut, wenn sie denn dann wirklich ganz frei von Milch wäre. Ich fand den Analogkäse früher ganz lecker, als ich noch gegessen habe und wenn die Milch ganz weg bliebe wäre ich wieder dabei. Aber ist da nicht eine unglaublich große Menge an Geschmacksverstärker enthalten?
    Es gibt beim veganen Käse nur eine Sorte die mir wirklich schmeckt oder ich hab noch nicht genug ausprobiert, aber von denen die ich probiert habe war es nur eine. Die anderen veganen Käsesorten die ich porbiert habe, haben überhaupt nicht geschmeckt.
    Ich fänd es wie gesagt gut wenn dieser Analogkäse komplett frei von Milch wäre, aber bei der Geschmacksverstärkersache bin ich mir unsicher. Ausserdem finde ich schon, dass man das Recht haben sollte genau zu wissen was man da gerade ist d.h. es sollte als das gekennzeichnet sein was es wirklich ist.

  7. @Sabine Schael: Die Käse-Alternativen wie No-Muh-Chäs, Cheezly, Santeciano etc sind mir durchaus bekannt. Als Streichkäse mag ich auch Tofutti richtig gerne. Aber auf der Pizza greifen wir sehr häufig doch zu Hefeschmelz, da die veganen Käsealternativen doch relativ teuer sind und nicht alle so richtig gut schmelzen.

    Analog-Käse wäre, so wie ich ihn zu vegetarier Zeiten dann vermutlich auch noch gegessen habe, schon eine sehr “echte” Alternative :)
    Aber trotzdem danke für den Link

  8. Her mit dem Analog-Käse!
    Aber bitte konsequent pflanzlich, also OHNE Milch-Eiweiß!
    Die Schweizer können es doch auch sehr gut mit ihrem “No-Muh-Chäs”, der ist zwar sehr teuer, aber sehr lecker!
    Vegane Grüße von Thomas Heider aus Mülheim an der Ruhr.

  9. Zu Zeiten, zu denen ich mir überlegte, ob ich auf vegane Ernährung umstellen soll, kaufte ich mir in einem Vegansupermarkt zwei Sorten veganen Analogkäse und einen veganen Parmesan. Alles schmeckte so scheußlich, dass ich es nicht essen konnte und wegwerfen musste, obwohl es sehr teuer war – teurer als echte Biomilchprodukte.

    Später las ich dann in einem Veganerforum, dass es diesen herrlich schmeckenden Vegankäse „No-Muh-Chäs“ gibt. Schon lange habe ich vor, diesen neugierdehalber mal zu kaufen – nun wird es aber Zeit, dass ich dies in die Tat umsetze. Bin gespannt, wie er dann tatsächlich schmeckt.

    Ich wünsche jedem Veganer, dass er einen Käseersatz findet, der ihm wirklich schmeckt.

    Ich jedoch bleibe lieber bei echten Biomilchprodukten von Biokühen.

    Im übrigen möchte ich jedem Menschen (egal ob Veganer oder Nicht-Veganer) davon abraten, das Rind einseitig nur als Klimaschädling anzusehen. Das nämlich kann leicht dazu führen, dass man eine ablehnende Haltung gegen diesem Tier entwickelt – wenn auch vielleicht nur unbewusst!

    Ich möchte diesbezüglich etwas zitieren, was ich kürzlich im aktuellen Demeter-Journal gelesen habe:

    >„Landwirtschaft und beides: Klimakiller und Klimaretter:

    Den Rindern soll es an den „Rülpser“ oder gleich ganz an den Kragen gehen. Sie gelten durch ihren Methan-Ausstoß beim Wiederkäufen als Klimakiller. Demeter-Bauern verstehen Landwirtschaft als eine in sich geschlossene Individualität, die alles das, was sie braucht, auch möglichst selbst erzeugt. Die Viehhaltung gehört selbstverständlich dazu. Ohne Rinder würde der hofeigene wertvolle Dünger fehlen – und nicht nur der. Durch die Beweidung wird Grünland gepflegt, Bodenabtrag verhindert, Artenvielfalt ermöglicht, und dank höherer Humusanteile sind bio-dynamische Böden ohnehin ein CO-2-Puffer. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung hat errechnet: Würde vollständig auf Ökolandbau umgestellt, könnten Treibhaus-Emissionen um rund 20 Prozent im Vergleich zur industriellen Landwirtschaft reduziert werden.“„Und man tut recht, wenn man der Kuh gegenüber die Empfindung hat:
    Du bist das wahre Opfertier, denn du gibt im Grunde der Erde fortwährend das, was sie braucht, ohne das sie nicht weiter bestehen könnte, ohne das sie verhärten und vertrocknen würde. Du gibst ihr fortwährend geistige Substanz und erneuerst die innere Regsamkeit, die innere Lebendigkeit der Erde.“ Rudolf Steiner.<

    Deshalb möchte ich allen Tierfreunden (auch Veganern) raten, das Rind zumindest als wertvollen Landschaftspfleger zu sehen. Das Klimaproblem ist nicht das Rind an sich, sondern die viel zu hohe Anzahl an Rindern, vor allem konventionell gehaltene Rinder, die Gen-Soja fressen müssen, für dessen Anbau Regenwälder abgeholzt werden!

    Aber auch die vielen Flugreisen, vor allem Langstreckenreisen, sind schlimme Klimakiller. Würden mehr Menschen im eigenen Land Urlaub auf dem (Bio)-Bauernhof machen, statt mit dem Flugzeug in ferne Länder zu reisen, würde es unserem Klima auch besser gehen.

  10. @Lämmlein:

    Bravo! Genau so sehe ich das auch! Und wenn ich mir überlege wieviel Treibhausgase beim Import von, wenn auch noch so gut gemeintem Käseersatz aus der Schweiz “auf der Strecke” bleibt, ist Bio-Käse gerade für Nicht-Veganer sicher eine tolle Alternative!

  11. Der vegane Käsersatz, den ich mir damals kaufte, stammte übrigens aus Irland, wurde also sicher sogar mit dem Flugzeug importiert.

    Übrigens ist mir noch eingefallen: Biogemüse und Biosalat wird in der Regel mit tierischem Mist gedüngt. Also dürfen strenge Veganer auch das nicht essen, sondern müssen konventionelles Grünzeug kaufen, das mit Kunstdünger gedüngt wurde. Dieser jedoch ist nachteilig für die Pflanzen (schwächt ihre natürlichen Lebenskräfte), sowie den Boden und die dortigen Lebewesen.

    Das zeigt, dass eine streng vegane Lebensweise sehr schwierig zu realisieren ist, ohne dabei Nachteile in Kauf zu nehmen.

    Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland nur eine einzige vegane Biolandwirtschaft, der „Friedfertige Landbau“ in der Gegend von Würzburg. Dort wird mit Pflanzenkompost statt Tiermist gedüngt. Man kann diese Produkte auch auf verschiedenen Märkten kaufen, z.B. am Münchner Viktualienmarkt. Allerdings sind sie sehr teuer.

    Und übrigens:

    Der Demeterverband verbietet als einziger Bioverband das Enthornen der Rinder.
    Es wäre wünschenswert, dass andere Bioverbände hier nachziehen.

  12. Das wäre ganz, ganz wichtig. Ich war einmal dabei wie ein Kälbchen enthornt wurde. Trotz der Betäubung und dem “freundlichen” Verhalten des Landwirtes und des Tierarztes hatte es vorher und nachher riesige Angst. Es ist schlimm, dass das immer noch gemacht wird. Mich hat bei der Arbeit mit unseren tieren auch einige Male eine Milchkuh mit den Hörnern gestoßen, weil ich nicht schnell genug gefüttert habe, und ja die blauen Flecken tun eine Weile weh, aber so schlimm, ist das auch wieder nicht, dass man den Tieren eine Enthornung antun muss.

    eine etwas naive Frage vielleicht: Stimmt es tatsächlich, dass Veganer nichts essen dürfen, was mit tierischem Mist gedüngt wurde. Wenn also ein Apfelbaum in einer Tierweide steht, darf der Veganer keine Äpel davon pflücken? Und wenn das keine Weide ist sondern ein Obstgarten indem Rehe und Hasen rumlaufen wie in unserem? Und glaub mir die kannst du mit aller Macht nicht davon abhalten, ich habs versucht. Dürfte dann ein Veganer kein Obst aus meinem Garten annehmen? Wo ist da die Grenze? Und wo bleibt dabei die Logik?

  13. Hallo Frau Ellinger,
    als eine der Veganerinnen, die hier die Disussion mitverfolgt, schreibe ich mal meine Meinung zum Dünge-Thema:

    Ich lebe vegan, weil ich die Ausbeutung und den Tod von Tieren nicht unterstützen möchte. Dies führt in der Konsequenz dazu, auch keine Eier und Milchprodukte zu konsumieren, weil beim Sexen der Küken oder dem notwendigen Schwängern der Milchkühe die männlichen Küken bzw. Kälber auf der Strecke bleiben.

    Hinsichtlich des Düngens mit Kot muss gesehen werden, dass dabei direkt (vgl. Fleisch) oder indirekt (Eier & männliche Küken) erstmal kein Tier stirbt. Daher ist gar kein Problem dabei, wenn freilebende Tiere in ihrem Garten den Boden düngen, ich würde ohne weiteres einen Apfel von Ihnen annehmen, da dafür kein Tier leiden musste.

    Wenn man das ganze aber auf einer industrialisierten Ebene sieht, werden – soweit ich weiß – die Tiere kaum wegen ihres Kots zum Düngen gezüchtet. Daher esse ich auch das Gemüse aus der Biokiste des Bauerns meiner Region, auch wenn ich davon ausgehen muss, dass er seine Felder mit Kuhmist düngt.
    Wenn die Nutztierhaltung aber wie von Veganern angestrebt eingeschränkt bzw. angeschafft wird, würde dieser natürlich zum Düngen der Felder auf andere Substanzen zurückgegriffen müssen. Biobauern würden zu einer Alternative greifen, die nicht auf syntethischem Düngemittel basiert denke ich.

    Die Grenze und Logik liegt für mich da, Leid zu vermeiden wo es vermeidbar ist. Dies geschieht für mich durch de Verzicht auf Fleisch, Milch, Eier, Leder und Honig. Aus ökologischen Gründen kaufe ich auch Biogemüse (trotz Dung) statt konventionellem Gemüse.

    Gerne dürfen andere Veganer meine Ausführungen ergänzen, falls sie das Thema anders sehen. Ich spreche hier nur für mich und nicht für die “Gesamtheit der Veganer”, die es ja so eh nicht gibt :)

  14. Danke vielmals für die Erklärungen. Unter diesen Gesichtspunkten beginnt die vegane Lebenseinstellung für mich tatsächlich Sinn zu machen. Ich fange an die Gründe von einigen für mich bisher unverständlichen Essgewohnheiten zu verstehen.
    Meine Schwester ist Köchin in einem Seminarhotel, wo bereits des Öfteren um vegane Menüs gebeten wurde. Zum Teil war sie sehr unsicher bezüglich der Einkäufe, da sie auch ihrem “Haus” verpflichtet ist, dass insbesondere mit regionalen Lebensmitteln wirbt. Es schien ihr immer schier unmöglich beides zu vereinen. Für uns zu Hause ist das sicher einfacher. Gut wir sind auch “nur” Vegetarier. Und mein Sohn nicht mal das. Wir haben einen eigenen Obst- und Gemüsegarten und freilaufende Hühner (richtig freilaufend, wir haben keinen zaun.) und Katzen um kein Nagergift streuen zu müssen. Ich versuche zwar Tierschutz aktiv zu leben, aber ich gestehe wenn mich morgens in der Küche eine große Ratte begrüßt, verschwindet meine Ethik immer noch sehr schnell.
    Auf alle Fälle bin ich froh, dass ich jetzt plausible Antworten für meine Schwester habe wenn sie wiedermal kommt und fragt “Kennst du dich da aus weißt du ob ich für Veganer …. kochen darf?” Danke vielmals auch für weitere Infos.

  15. Ich lebe auch vegan, seit 1992. Unbedingt zustimmen und bestärken möchte ich die Position von Kathrin Friedrich, die sehr anschaulich beschrieben hat, worum es bei der veganen Lebensweise geht. Wir sind keine Heiligen, sondern uns durchaus bewußt, daß man in einer unveganen Welt nicht 100% vegan leben kann. Genauso wie zur Zeit der Sklavenhaltung wohl niemand ernsthaft hätte behaupten können, daß er an der Ausbeutung der Sklaven in keinster Weise beteiligt ist.
    Vegane Biolandwirtschaft gibt es in Deutschland an vielen Punkten, nur eben nicht so großflächig und nicht mit aufwendiger Werbung versehen, wie jene bei Würzburg. Ein kleienr Hinweis dazu, und auch, was Mist und Gülle auf dem Acker so anrichten hier: http://www.vegetarismus.ch/heft/97-1/landwirt.htm
    Lämmel möge sich damit beschäftigen, was mit den großen Flächen geschehen könnte, wenn sie nicht in verschwenderischer Weise als Weiden oder Futtermittelanbauflächen herhalten müßten: sie könnten als Brachen verwildern, viele Tiere würden dort Unterschlupf finden. Auch eine Wiederbepflanzung mit Bäumen wäre denkbar, was weit mehr der Erosion entgegensteuert, als eine Weide, die – ich weiß es – oft genug mit Treckern befahren wird, was den Boden verdichtet und das Bodenleben abtötet, weshalb die Weiden oftmals “erneuert” werden, also aufgerissen, angereichert, neu eingesät. Das hat mit Natur nichts zu tun. Im Gegenteil, selbst Rinder, die viel Freilauf haben, stehen oft lange Zeit an einer Stelle (begehrte Schattenplätze oder Tor), zerstören mit ihrem Tritt die Pflanzenstruktur und verdichten auch den Boden. Das sieht man gut daran, daß dort irgendwann das Wasser nicht mehr abläuft. Im Übrigen sehen Veganer ganz bestimmt nicht das Rind selber als Verursacher der klimaschädlichen Gase, sondern jene Menschen, die die Tiere zwingen, auf diese Welt zu kommen, weil es immernoch Leute gibt, die glauben, auch als Erwachsene noch Milch trinken zu müssen, obendrein noch von einer anderen Tierart. Und genau da hinkt auch Rudolf Steiners Ansatz.
    Alles Liebe!

  16. Sehr geehrter Artikelverfasser

    Ich finde es schade dass in ihrem Artikel mit aus der Luft gegriffenen und zusammenhanglosen Argumenten versucht wird den gemeinen einfachen Konsumenten zu beeinflussen. So stimmt es zum Beispiel nicht dass den Kühen, ob Hochleistung oder nicht kein Gras vorgesetzt wird. Denn nur Kraftfutter wäre schlichtweg nicht rentabel. Die Frage nach dem warum hochleistungskühe gehalten werden fragen sie am besten den Konsumenten an der Theke. Er wird ihnen sagen dass er möglichst billige Lebensmittel kaufen möchte. Sie beschreiben in ihrem Artikel das “Palmöl” als Bestandteil von Analogkäse. Gleichzeitig sagen sie das Kühe sehr viel Methan produzieren. Dazu kann ich nur sagen dass sie ihre Hausaufgaben nicht erledigt haben. Sonst wüssten sie unter welchen bedingungen Palmöl hergestellt wird. Klären sie doch mal die sogenannte “Nachwelt” über Palmöl auf. Sagen sie den Leuten dass für Palmöl oft Regenwald abgeholzt wird und die Uhrbevölkerung vertrieben und getötet wird. So dass wir in den Industrieländern Palmöl veredelte Produkte essen können.

    Wissen sie eigentlich was es kosten würde wenn sie die Bestandteile der Milch einzeln in der Apotheke kaufen müssten? Irgendwie ist es erbärmlich dass Leute einfach so daher reden und völligen Blödsinn behaupten.

    Ich wünsche ihnen in Zukunft alles gute und die nötige weitsicht bei ihren nächsten Artikeln

    Grüsse Heiner Koch

  17. Sehr geehrter Her Koch,

    wir können uns Ihrer Meinung nicht anschließen:

    - “Kein Gras” haben wir nicht behauptet. Wir haben lediglich darauf hingewiesen, dass die Ernährung von Milchkühen zu einem großen Teil unnatürlich ist – und es wegen der Überzüchtung auch sein muss.

    - Die Schuld dem Konsumenten zuzuschieben, halten wir für verantwortungslos: Schließlich wird dem Konsumenten in der Werbung und auf Verpackungen regelmäßig landschaftliche Idylle vorgegaukelt. Bevor man die Schuld dem Konsumenten geben kann, muss die Milchindustrie ehrlicher werden.

    - Palmöl betrachten wir durchaus kritisch. Das sollte aus dem Artikel auch klar hervorgehen.

    - “Apothekenmilch”: Kuhmilch ist längst nicht so gesund, wie regelmäßig (vor allem in der Werbung) behauptet wird.

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